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Universitäts-Archiv

Aus dem EinBlick zum Festakt anlässlich einer revolutionären Entdeckung

10.11.2020

Am 8. November vor 125 Jahren entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen in seinem Labor in Würzburg Strahlen, die bestimmte Materialien durchdringen konnten. Die Uni Würzburg feierte diesen Durchbruch mit einem ganz besonderen Festakt.

Mit einem Festakt würdigte die Uni Würzburg ihren Entdecker Wilhelm Conrad Röntgen. Durch den Abend führte die BR-Moderatorin Irina Hanft.
Mit einem Festakt würdigte die Uni Würzburg ihren Entdecker Wilhelm Conrad Röntgen. Durch den Abend führte die BR-Moderatorin Irina Hanft. (Bild: Jörg Fuchs / Uni Würzburg)

Ob in der Medizin, für Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften oder auch in Kunst und Kultur: Röntgenstrahlen spielen bis heute in vielen Bereichen eine tragende Rolle. Mit einem feierlichen Festakt begab sich die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg am 8. November auf die Spuren ihres berühmten Entdeckers.

„Röntgen hat nicht nur Wissenschaftsgeschichte geschrieben, sondern seine Fußspuren in der Menschheitsgeschichte hinterlassen“, ist der Präsident der JMU, Professor Alfred Forchel, sicher. „Der hohe wissenschaftliche Stellenwert der Röntgenstrahlen ist für eine einzelne Entdeckung sehr ungewöhnlich – mehr als 30 Nobelpreise basieren auf Forschungen mit Röntgenstrahlen.“

Professor Klaus von Klitzing, der 1985 für die Entdeckung und präzise Messung des Quanten-Hall-Effekts den Physik-Nobelpreis erhielt und der über elf Jahre an der Universität Würzburg forschte, würdigte in seiner Festrede die Leistungen Röntgens und zeichnete ein umfangreiches Bild seiner Forscheraktivitäten. Und er präsentierte eine überraschende Gemeinsamkeit beider Forscher: Wie Röntgen gelang auch Klitzing ein entscheidendes Experiment seiner bahnbrechenden Entdeckung nach Feierabend, als alle anderen Institutsmitarbeiter bereits das Haus verlassen hatten.  

„Seine Internationale Forschungsausbildung hat Röntgen das Tor zu seiner Entdeckung geöffnet“, so Professor Dr. Rolf Haug von der Leibniz-Universität Hannover. Der Vizepräsident der Internationalen Union der reinen und angewandten Physik unterstreicht: „Die Entdeckungen der Röntgenstrahlen sowie auch des Quanten-Hall-Effekts basieren auf dem erfolgreichen und freien Zusammenspiel internationaler Forschungstätigkeiten.“

Röntgen als Vorbild und Ansporn

„Mit diesem Doppeljubiläum feiern wir den Geburtstag eines herausragenden Physikers und erinnern an eine revolutionäre wissenschaftliche Entdeckung: Wilhelm Conrad Röntgen hat mit der Entdeckung der X-Strahlen vor 125 Jahren in seinem Labor in Würzburg nicht nur Wissenschafts-, sondern Menschheitsgeschichte geschrieben. Allen voran in der Medizin, aber auch in vielen weiteren Disziplinen und Fächern führte der Einsatz der nach ihm benannten Röntgen-Strahlen zu völlig neuen Verfahren und Techniken“, verdeutlichte Wissenschaftsminister Bernd Sibler in seinem online-Grußwort die Relevanz von Röntgens Entdeckung.

„Röntgens Arbeit wirkt bis heute nach. Sie zeigt uns, welche Innovationskraft, welche Fortschritte Wissenschaft und Forschung für unser Leben und unser Wohlergehen bringen können. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besonders im Fokus der Öffentlichkeit steht, kann sein Lebenswerk Vorbild und Ansporn zugleich sein“, wandte sich der Minister an Forscherinnen und Forscher.

Botschafter für das lebenswerte Würzburg

„Röntgen ist nicht nur eine Personifizierung der Relevanz unseres Wissenschaftsstandortes, sondern auch ein Botschafter für das lebenswerte Würzburg – bezeichnete er doch seine Jahre in Würzburg als die schönsten seines Lebens“, unterstrich der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt. „Dieses und kommende Jubiläumsjahre sind schöne und wichtige Anlässe für Glanzlichter auf Röntgen und seine Leistungen. Und auch darüber hinaus ehrt Würzburg seinen großen Forscher – facettenreich und kontinuierlich.“

Leider, so der Oberbürgermeister weiter, seien zahlreiche kreative und aufwendig vorbereitete Veranstaltungen des Würzburger Röntgenjahres den besonderen Bedingungen des Coronajahres 2020 zum Opfer gefallen.

Dazu gehörte auch der Röntgen-Festakt, der aufgrund der Pandemiesituation nicht vor Publikum stattfinden konnte. Er wurde stattdessen als Stream übertragen; Irina Hanft vom BR führte durch die rund 100minütige Show im stimmungsvoll illuminierten Lichthof der Neuen Universität.

Ein großes Team von Kameraleuten, Technikern und Redakteuren fügte Grußworte, Interviews und musikalische Beiträge der Festveranstaltung in einer aufwendigen Choreografie zu einem eindrucksvollen Gesamtbild zusammen, das das Leben des genialen Wissenschaftlers und die Wirkung seiner Entdeckung bunt und vielfältig von Würzburg in die Welt trägt.

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Von Stabstelle für Öffentlichkeitsarbeit

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