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    Galafrack

    Das aus dem Militärwesen stammende Kleidungsstück wurde ab der Mitte des 19. Jahrhunderts ausschließlich als Gesellschaftsanzug getragen. Im akademischen Bereich trugen die Professoren vor allem den Talar; den Galafrack hingegen bei außeruniversitären Feierlichkeiten wie Beerdigungen oder zum Empfang beim König. Im Gegensatz zum Talar, war der Frack stets eine Sonderanfertigung. Zu einer kompletten Gala-Ausstattung gehörten neben dem Frack das Beinkleid, der Uniformhut, der Degen sowie Schulterstücke mit Etui.

    Den hier gezeigten Galafrack trug Prof. Dr. Thomas Stangl (1854 – 1921). Der Gymnasialprofessor bekleidete seit 1900 die außenordentliche Professur für klassische Philologie an der Universität Würzburg. Seiner Berufung war zunächst umstritten. Ihm fehlte die Forschungspraxis. Das Ministerium für Kirchen- und Schulangelegenheiten legte dem Senat der Universität Würzburg jedoch nahe, einen Kandidaten aus den Reihen der Gymnasiallehrer zu wählen. Für die vom Institut gewünschten Experten fehlte das Geld. Ab 1919 hatte Stangl den Titel eines ordentlichen Professors inne.<xml></xml>