English Intern
  • Experiment im Labor
1.5 - Servicezentrum Forschung und Technologietransfer (SFT)

Ringvorlesung: "Teaching for Impact"

In der Ringvorlesung „Teaching for Impact“ steht die Frage im Mittelpunkt, wie durch Social Entrepreneurship Education (SEE) Schulunterricht wirksam zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen kann.

Die Vorlesung richtet sich an Lehramtsstudierende, LehrendeStudierende sowie alle Interessierten, die sich mit innovativen und wirkungsorientierten Lehr- und Lernformaten (Impact) auseinandersetzen möchten.

Studierende im Lehramt haben die Möglichkeit, 3 ECTS-Punkte im Freien Bereich zu erwerben. Im Rahmen eines Bachelorstudiums ist zudem eine Anrechnung im ASQ-Bereich möglich. Voraussetzung hierfür ist das erfolgreiche Ablegen einer Prüfungsleistung am Ende des Semesters.

Die Ringvorlesung findet jeweils mittwochs von 18:15 bis 20:00 Uhr online via Zoom statt. Der Zugangslink zum virtuellen Raum wird hier zu Beginn der Ringvorlesung veröffentlicht. Studierende der Universität Würzburg stehen weiterführende Informationen zur Ringvorlesung im Kursraum der Ringvorlesung  auf WueCampus zur Verfügung, worin sich Studierende der JMU selbst einschreiben können.

Inhalte der Ringvorlesung

  • Was ist Social Entrepreneurship Education (SEE)?
  • Wie kann SEE dazu beitragen, gesellschaftliche Herausforderungen aktiv anzugehen?
  • Welche Rolle spielt SEE für die Persönlichkeitsentwicklung von Schüler*innen?
  • Wie lässt sich SEE konkret in den Unterricht integrieren?
  • Wie kann SEE mit innovativen Unterrichtsformen verknüpft werden?
  • Welche Anknüpfungspunkte zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und Demokratiebildung bestehen?

Ergänzend zur Ringvorlesung können Studierende der Universität Würzburg unseren neuen Selbstlernkurs "SEE-Kompakt"  auf WueCampus absolvieren. In diesem Kurs wird das Konzept der Social Entrepreneurship Education knapp vorgestellt (ca. 30 Min Bearbeitungszeit) und in einer erweiternden zweiten Kurshälfte (ca. 45 Min) durch Impulse für den Unterricht ergänzt. Lehrkräften aus Bayern steht dieser Onlinekurs auf der Bayern Cloud Schule (ByCS) (Kurspasswort SEE) zur Verfügung. Weitere Interessierte können den Kurs auch sehr gern absolvieren. Bitte nehmen Sie in diesem Fall Kontakt mit uns via tac@uni-wuerzburg.de auf.

Vorträge für das Wintersemester 2026/2027

Datum

Titel des Vortrags 

Referent*innen

21.10.26

Einführung in die Social Entrepreneurship Education 

Der Auftaktvortrag führt in den Lernansatz Social Entrepreneurship Education (SEE) ein, der im Verständnis des Projekts „Teachers as Changemakers (TaC)“ über eine rein ökonomische Bildung und die Gründung von Schülerfirmen hinausgeht. Zentrale Inhalte und Ziele von SEE werden erläutert und Schnittstellen und Anknüpfungspunkte zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aufgezeigt. Im Mittelpunkt stehen Lerngelegenheiten, in denen Lernende Fähigkeiten und Denkweisen entwickeln, um innovative Ideen für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen zu finden und umzusetzen.
Darüber werden ausgewählte Methoden der Social Entrepreneurship Education vorgestellt, die sich in unterschiedlichen Fächern und Bildungskontexten einsetzen lassen. Eine dieser Methoden werden wir gemeinsam praktisch ausprobieren und anschließend im Hinblick auf ihre Anwendung im schulischen Kontext reflektieren. Zudem wird ein Ausblick auf nachfolgende Vorträge der Ringvorlesung "Teaching for Impact" gegeben, und in einem organisatorischen Teil über die Prüfungsleistung und weitere Modalitäten informiert. 

Anna Benning, Universität Bamberg; Dr. Korinna Thiem & Maja Freymuth Universität Würzburg
28.10.26

Denkfabrik Wald – ein Planspiel im Biosphärenreservat Rhön

Ein Biosphärenreservat ist kein Naturschutzgebiet, sondern eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Ziel ist es, die Region für Mensch und Natur gemeinsam zu gestalten. Dass es dabei zu Interessenskonflikten und -abwägungen kommt, gehört zum Konzept. Darauf baut die „Denkfabrik Wald“ auf. Sie ist ein Bildungsangebot des Naturerlebniszentrums Rhön für Schulklassen ab der 9. Jahrgangsstufe, welches draußen im Wald stattfindet. Die Lernenden sollen erkennen und bewerten, welche Ansprüche unterschiedliche Gruppen an den Wald haben. Aus der Perspektive der Forstwirtschaft, des Naturschutzes und des Tourismus gestalten sie gemeinsam auf einem Quadratmeter ein Waldmodell. Dabei müssen Interessen abgewogen und Konflikte ausgehandelt werden um die Dimensionen Ökologie, Soziales und Ökonomie zu berücksichtigen. Der Vortrag spannt einen Bogen von der Theorie des Lernformats Denkfabrik hin zur praktischen Umsetzung draußen im Wald. Anhand von Erfahrungsbeispielen wird veranschaulicht, wie die Lernenden mit der komplexen Herausforderung umgehen, in das Rollenspiel hineinfinden und schließlich durch Aushandlung eine für alle Interessen tragfähige Lösung finden.

Lisa Graskamp, Naturerlebniszentrum Biosphärenreservat Rhön
04.11.26

Purpose trifft Profit – Wie Impact-Start-ups Wirtschaft und Gesellschaft verändern

Impact-Start-ups zeigen, dass gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sein müssen. Der Vortrag ordnet ihre Bedeutung für Innovation, Wettbewerb und nachhaltige Wertschöpfung in Deutschland ein. Anhand von Unternehmen wie Viva con Agua, einhorn, ergobag und share wird deutlich, wie wirkungsorientierte Geschäftsmodelle gesellschaftliche Herausforderungen adressieren und ganze Märkte verändern können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gewinnorientierte Start Ups zum Verstärker gesellschaftlicher Wirkung werden können.

Prof. Dr. Monika Engelen, TH Köln
11.11.26

Social Entrepreneurship Education im Kontext von Schule – eine interdisziplinäre Annäherung

Eine wirtschaftsdidaktische Auseinandersetzung mit einer Entrepreneurship Education findet nunmehr seit ca. einem Viertel Jahrhundert statt. Hierbei wird das lernende Subjekt zusammen mit dem Lerngegenstand in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt. Im Zuge dessen bildeten sich unterschiedliche Vermittlungsziele des Bildungskonzeptes heraus, welche zu entsprechend unterschiedlichen Erfahrungsräumen der Lernenden führten. Hieraus entstandene weitere Bildungskonzepte wie beispielsweise die im Vortrag zentral betrachtete Social Entrepreneurship Education oder auch die Political Entrepreneurship Education setzen verschiedene Schwerpunkte hinsichtlich der Kompetenzvermittlung. Setzt beispielsweise das Erste den Schwerpunkt auf die Vermittlung einer Gesellschaftskompetenz möchte das zweite die Demokratie- bzw. Partizipationskompetenz stärken. Diese und weitere Bildungskonzepte der Entrepreneurship Education werden betrachtet und voneinander abgegrenzt. Trotz der Unterschiede eint doch alle Konzepte bzw. Formen das Bestreben nach Innovation – also, wie können Herausforderungen des Alltags und gesellschaftlichen Zusammenlebens durch kreative Lösungen gemeistert werden. Schulen können junge Menschen an diese Fähigkeiten heranführen, doch zeigt sich in der deutschen Bildungslandschaft eine zaghafte Annäherung an das Thema des unternehmerischen Denkens und Handelns. Der Vortrag stellt diesbezüglich die Möglichkeiten des Einsatzes einer Social Entrepreneurship Education im Unterricht vor sowie die ebenfalls in der praktischen Umsetzung nicht klar abgrenzbaren Überschneidungen zu anderen Formen der Entrepreneurship Education. Nach einer Einordnung des Gegenstands der Social Entrepreneurship Education sowie theoretischen Annäherung wird hierfür ein Fallbeispiel herangezogen, um die praktische Bedeutung verdeutlichen zu können. Hiermit verbunden ist zusammenfassend die Aufklärung über die Ziele einer weit verstandenen Entrepreneurship Education, die jenseits marktökonomischer Rationalitäten agiert und die Hoffnung auf eine bundesweite Implementierung in den Schulunterricht.

Prof. Dr. Ilona Ebbers, Universität Flensburg; Prof. Dr. Jana Krüger, PH Schwäbisch-Gmünd
25.11.26

Lernen durch Engagement: Praxisbeispiele aus der Hope-Adams-Schule

Wie reagiert man als Schule auf eine Welt, die von schnellen, unvorhersehbaren und komplexen Veränderungen geprägt ist? Wie können wir Lernenden Halt geben? Wie lässt sich der ganzheitliche Blick auf Lernen verankern? Wie wollen wir unsere Lernenden ins 21. Jahrhundert entlassen? Diese und weitere Fragen begleiten die Hope-Adams-Schule (kurz: Hope), ein staatliches Gymnasium in Leipzig, auf ihrem Schulentwicklungsweg. Unsere Antworten sind vielschichtig und reichen vom selbstorganisierten Lernen, über Coachinggespräche bis hin zu unserem Lernformat Verantwortung. Der Impuls zum Thema "Lernen durch Engagement" soll Einblick geben, wie an der Hope die Möglichkeit für die Lernenden geschaffen wird, unter dem Dach der SDGs eigenverantwortlich sowie projekt- und handlungsorientiert Verantwortung zu übernehmen. Freuen Sie sich auf den Blick hinter die Kulissen und erleben Sie eine Schule, die mutig neue Wege geht.

Ivo Doberenz, Hope-Adams-Schule - Gymnasium der Stadt Leipzig
02.12.26

Mit Schülerfirmen zur Social Entrepreneurship Education

Wie gründet man ein Unternehmen schon während der Schulzeit? Schülerfirmen zeigen, wie Social Entrepreneurship Education frühzeitig gelingen kann. Die Servicestelle Schülerfirmen von kobra.net (Kooperation in Brandenburg) unterstützt Brandenburger Schulen beim Aufbau solcher Firmen und bei ihrer Verankerung, vor allem im Unterricht. Jugendliche erfahren dabei, wie man im Team arbeitet, Probleme löst, Verantwortung übernimmt – bis hin zu einem sozial und ökologisch verantwortlichen Wirtschaften. Wir begleiten Schulen von der Idee bis zur Umsetzung – mit Gründungsberatung, Workshops, Materialien und der App “mySchüfi”.
An mehr als jeder Dritten weiterführenden Schule in Brandenburg gibt es Schülerfirmen. Im Vortrag stellen wir unseren Ansatz zur Sensibilisierung von Schulen vor, veranschaulichen diesen anhand von Beispielen, zeigen Finanzierungs- und Netzwerkstrukturen auf und diskutieren, welche Lernfelder die Projekte eröffnen.

Norbert Bothe & Anne-Kathrin Sieber,  Servicestelle Schülerfirmen Brandenburg, kobra.net
09.12.26

Schulgärten, Citizen Science & Co: Handlungsorientierung im Biologieunterricht

Wie kann Biologieunterricht Schüler:innen zum Handeln für den Schutz biologischer Vielfalt befähigen? Handlungsorientierter Unterricht eröffnet hierfür konkrete Erfahrungsräume: Schüler:innen lernen Artenschutz nicht nur theoretisch kennen, sondern entwickeln und erproben eigene Schutzmaßnahmen – von der Gestaltung insektenfreundlicher Lebensräume bis hin zu Aktionen im eigenen Umfeld. Der Vortrag gibt Einblicke in das Potenzial solcher Ansätze, Handlungsfähigkeit für den Schutz biologischer Vielfalt zu fördern. Anhand konkreter Erfahrungen aus einem schulischen Insektenschutzprojekt werden Chancen und Herausforderungen handlungsorientierter Schutzmaßnahmen aufgezeigt und Impulse für ihre Umsetzung im Biologieunterricht gegeben.

Prof. Dr. Jörg Zabel & Laura Härter, Universität Leipzig
13.01.27

Zukunft gestalten: Schule und Museum als Räume für BNE, Demokratie und Berufsorientierung

Der Vortrag zeigt, wie Schulen und Museen gemeinsam Lernprozesse gestalten können, die nachhaltiges Handeln, demokratische Teilhabe und berufliche Orientierung fördern können. Anhand konkreter Beispiele aus dem Netzwerk Schule und Museum in Bayern werden analoge und digitale Museumsangebote vorgestellt, die sich gewinnbringend in den Unterricht integrieren lassen. Im Mittelpunkt stehen dabei kreative Lernformen – von projektorientierten Museumsexkursionen bis hin zu hybriden Workshops. Darüber hinaus werden praxisnahe Methoden erläutert, mit denen Lehrkräfte und Museumspädagog*innen die Themen BNE, Demokratiebildung und Berufsorientierung lehrplankonform, anschaulich und handlungsorientiert vermitteln können. Ein abschließender Austausch lädt dazu ein, die vorgestellten Ansätze zu diskutieren und gemeinsam konkrete Perspektiven für eine nachhaltige Zusammenarbeit von Schulen und Museen zu entwickeln.

OStRin Verena Hebig, Projekt "Schule & Museum" im Bezirk Unterfranken
27.01.27

Demokratiebildung im schulischen Kontext

Politische Bildung stellt eine zentrale Grundlage für Demokratiebildung im schulischen Kontext dar. Folglich nähert sich der Vortrag zunächst dem Politikbegriff. Danach wird eine Begriffseinordnung im Kontext der Demokratiebildung im schulischen Kontext vorgenommen. Abschließend wird der Blick auf den Unterrichtskontext gerichtet, um ein Verständnis für Demokratiebildung als schulische Querschnittsaufgabe zu erlangen. Dabei wird aufgezeigt, wie Demokratiebildung im schulischen Alltag gefördert werden kann und wie Demokratiebildung als Auftrag schulischer Bildung zu verstehen ist.

AkadRin Sabine Kehr, Universität Würzburg

 


Hier erhalten Sie Einblicke in die Vorträge aus den vergangenen Ringvorlesungsjahrgängen:

Wintersemester 2025/2026

Wintersemester 2024/2025

Wintersemester 2023/2024


Be the Change, Become a Changemaker

Kontakt

Bei Fragen und Anregungen kontaktieren Sie uns gerne via Email: 
tac@uni-wuerzburg.de 

Weiterführende Infos und Materialien