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1.5 - Servicezentrum Forschung und Technologietransfer (SFT)

Preisträgerprojekte der vergangenen Jahrgänge

Hier stellen wir Ihnen die Preisträgerprojekte der vergangenen zwei Jahre vor.

Die Schülerinnen und Schüler haben mit ihren P-Seminaren nicht nur beeindruckende Projekte ins Leben gerufen, sondern auch echte Impulse für eine nachhaltigere und sozialere Welt gesetzt. Alle Preisträgerprojekte stellen herausragende Beispiele dar, die zum Nachdenken anregen und andere motivieren, ihre Kreativität zu nutzen, um die Welt ein Stück zu verbessern und sich dadurch für einen positiven sozialen sowie ökologischen Wandel einsetzen.


Das waren die Gewinnerinnen und Gewinner des Jahres 2025

... das Jack-Steinberger-Gymnasium Bad Kissingen, das Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg, das Siebold-Gymnasium Würzburg und das Friedrich-List-Gymnasium Gemünden

Platz 1: Jack-Steinberger-Gymnasium Bad Kissingen

Mit ihrem Thema, der eindrucksvollen Präsentation und den sehr persönlichen Reflexionen überzeugten die Projektteilnehmenden des Jack-Steinberger-Gymnasiums in Bad Kissingen die Jury und gewannen mit dem P-Seminar „Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung“ verdient den ersten Preis.

Ein ganzes Schuljahr trafen sie sich mit Schülerinnen und Schülern der Franz-von-Prümmer-Schule, der Lebenshilfe Bad Kissingen e. V., einem Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit geistig und mehrfacher Behinderung. In vielfältigen gemeinsamen Aktivitäten entstand ein gelebtes Miteinander. Die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten tauchten z.B. in den Schulalltag Gleichaltriger ein, staunten über die andersartige Strukturierung und reflektierten Familienrealitäten und entwickelten dabei neue Sichtweisen.

Dieses P-Seminar stellt ein herausragendes Beispiel für Begegnungsprojekte dar, wo Begegnung nicht einfach nur als Programmpunkt abgehakt, sondern gelebt wird. Es zeigt, wie vielschichtig und wirkungsvoll echte Begegnungen sein können, dass dadurch beiderseits Erfahrungsräume geschaffen und langfristig Brücken gebaut werden.

Was dieses Projekt so besonders macht: Es blieb nicht bei der äußeren Teilnahme, sondern es förderte eine geänderte Haltung und Denkweise bei den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten. Die Jugendlichen reflektierten offen über eigene Vorurteile, Unsicherheiten und über das, was sie im Kontakt mit ihren Projektpartnerinnen und
-partnern gelernt haben – die Erkenntnis wie wichtig Respekt und Offenheit sind, auch als Grundlage für Inklusion. Begegnung wurde als Lernweg wahrgenommen und es reifte die Erkenntnis, dass nicht nur Bücher einen etwas lehren, sondern vor allem auch die Begegnung mit Menschen.

Platz 2: Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg

Das Matthias-Grünewald-Gymnasium aus Würzburg hat mit dem Projekt „Einfach Lesen -  ein inklusives Lese.projekt“ sehr eindrücklich gezeigt, wie das Eintauchen in eine Sprache Teilhabe ermöglicht und Barrieren abbaut. Im Mittelpunkt stand die Kommunikationsform Leichte Sprache. Aus der Frage, wie Sprache barrierefrei gestaltet werden kann, entstand ein sehr beachtenswertes Buch in Leichter Sprache u.a. mit Märchen, Geschichten über Freundschaft und Liebe und einen von den Schülerinnen und Schülern selbst verfassten Krimi.

Maßstäbe setzt die kluge methodische Verzahnung von Theorie und Praxis.  Zum einen eigneten sich die Schülerinnen und Schüler durch Fachliteratur und Expertengespräche Fachwissen zur Leichten Sprache an. Diese setzten sie gezielt zum kritischen Überprüfen der mit KI generierten Übersetzungen ein, denn Vieles, was die KI ausgab, musste nachgebessert werden. Zum anderen beeindruckt die Kooperation mit der Arche gGmbH aus Würzburg als Projektpartner sowie die intensive Redaktionsarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Arche. In gemischten Arbeitsgruppen wurde diskutiert, redigiert und in verschiedenen Korrekturschleifen – immer mit Blick auf Verständlichkeit – die Rückmeldungen der Bewohnerinnen und Bewohner der Arche eingearbeitet.

Entstanden ist nicht nur ein Buch, das begeistert, sondern auch ein Lernprozess auf beiden Seiten. Dass das Buch nicht nur im Projekt blieb, sondern auch an weitere Einrichtungen verschenkt wurde, unterstreicht den Anspruch: Sprache soll verbinden.

Platz 3: Siebold-Gymnasium Würzburg

Das Siebold-Gymnasium aus Würzburg hat mit ihrem P-Seminar „Generationen im Dialog“ ein bemerkenswertes Zeichen gegen Alterseinsamkeit gesetzt und damit für Seniorinnen und Senioren des Altenheims St. Nikolaus in Würzburg eine langfristige Lösung geschaffen. Über ein Schuljahr hinweg besuchten immer zwei Schülerinnen einmal wöchentlich eine Seniorin. Beim Karten spielen oder Spazieren entstanden wertvolle Gespräche, bei denen Jung und Alt ihre jeweiligen Lebenswelten teilten.  Ergänzend gab es Aktivitäten wie einen Töpfernachmittag, einen Weihnachts-marktbesuch oder ein selbst organisiertes Sommerfest – Erlebnisse, die das Miteinander stärkten. Für die Schülerinnen eröffneten sich neue Perspektiven und sie konnten viel vom reichen Erfahrungsschatz der Älteren für sich mitnehmen. Auch die Seniorinnen profitierten von den Begegnungen.  Sie erlebten Wertschätzung und nahmen teil am Alltag der jungen Generation, der sich gänzlich von ihrer Jugend unterscheidet. Die Begegnungen festigten das gegenseitige Verständnis, förderten Respekt und Toleranz. Das Projekt beweist, dass Generationen voneinander profitieren und dass Schule Brücken in die Lebenswelt älterer Menschen bauen kann.

Platz 3: Friedrich-List-Gymnasium Gemünden

Mit dem P-Seminar „Klimadinner“ bewiesen die Schülerinnen und Schüler des Friedrich-List-Gymnasiums Gemünden eindrucksvoll, dass eine Auseinandersetzung mit nachhaltigem Konsum und klimafreundlicher Ernährung alles andere als trocken ist, sondern genussvoll, kreativ und hochwirksam umgesetzt werden kann. Über Monate hinweg konzipierten sie ein klimafreundliches Dinner als Abendveranstaltung für geladene Gäste. Dabei gingen sie sehr strukturiert vor.  In Workshops mit externen Fachleuten aus Gastronomie, Ernährungswissenschaft und Umweltschutz eigneten sie sich fundiertes Wissen an – vom ökologischen Fußabdruck, Wasserverbrauch und CO2-Bilanz einzelner Zutaten bis zur stilvollen Gestaltung eines nachhaltigen Events.

Mit viel Eigeninitiative und Experimentierfreude testeten sie Rezepte, beurteilten die Klimabilanz einzelner Gerichte und optimierten ihr Menü mit großer Sorgfalt. Das Ergebnis: Ein stilvoll gedeckter Tisch zum Abend mit wiederverwendbarer oder recycelter Dekoration, ein Dreigänge-Menü aus regionalen, saisonalen und biologisch produzierten Zutaten, das nicht nur kulinarisch überzeugte, sondern auch zum Nachdenken anregte. Das Event wird lange bei den Gästen in Erinnerung bleiben  –  als ein Event, das Genuss mit Verantwortung verband.


Das waren die Gewinnerinnen und Gewinner im Jahr 2024

..das FRG Ebern, das Spessart Gymnasium Alzenau und das Röntgen Gymnasium Würzburg

 

Die Gewinner des TaC-Awards stehen fest, und sie haben uns mit ihren innovativen Ideen und unerschütterlichem Engagement für den sozialen Wandel begeistert. Diese Schülerinnen und Schüler haben mit ihren P-Seminaren nicht nur beeindruckende Projekte ins Leben gerufen, sondern auch echte Impulse für eine nachhaltigere und sozialere Welt gesetzt:

Platz 1: Friedrich-Rückert-Gymnasium Ebern

Das Friedrich-Rückert-Gymnasium hat mit seinem P-Seminar "Globale Herausforderungen" einen herausragenden Beitrag zur Bildung geleistet, indem es komplexe globale Themen für alle Jahrgangsstufen aufbereitet und zugänglich gemacht hat. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur über 20 Workshops zu den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) organisiert, sondern auch externe Partner in den Projekttag integriert. Diese Initiative hat es ihnen ermöglicht, Wissen zu vermitteln und gleichzeitig ein unterhaltsames Lernen zu fördern. Ihre Fähigkeit, Hindernisse zu überwinden und mutige Entscheidungen zu treffen, zeigt, was Social Entrepreneurship bedeutet. Sie sind wahre Changemaker, die mit ihrem Engagement nicht nur ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, sondern auch die Gemeinschaft inspiriert haben.

Platz 2: Spessart-Gymnasium Alzenau

Das Spessart-Gymnasium hat mit dem P-Seminar "Miteinander kommunizieren" ein beeindruckendes Projekt ins Leben gerufen, das die Bedeutung von Sprache und Kommunikation für den sozialen Zusammenhalt verdeutlicht. Ihr Engagement für Kinder mit Migrationshintergrund zeigt, wie mit einfachen Mitteln wie Vorlesen und klassischen Spielen Sprachförderung effektiv gestaltet werden kann. Diese kreative Herangehensweise an die Sprachbildung hat nicht nur unmittelbare positive Effekte, sondern sorgt auch dafür, dass das Projekt nachhaltig fortgeführt wird. Durch die Schaffung eines wertvollen Bildungsangebots haben die Schülerinnen und Schüler des Spessart-Gymnasiums nicht nur aktuelle Bedürfnisse adressiert, sondern auch langfristige Brücken gebaut. 

Platz 3: Röntgen-Gymnasium Würzburg

Das Röntgen-Gymnasium hat mit dem Projekt "Mapstars" gezeigt, wie Kreativität und Nachhaltigkeit erfolgreich kombiniert werden können. Die Schülerinnen und Schüler haben aus alten Schulkarten innovative Produkte wie Taschen, Bierdeckel und Magnete entwickelt, wodurch sie nicht nur das Problem von unnötigem Müll angegangen sind, sondern auch ein unternehmerisches Projekt auf die Beine gestellt haben. Ihr Eigenmarketing und der Vertrieb innerhalb der Schule zeugen von echtem unternehmerischen Denken und Handeln. Mit diesem innovativen Ansatz haben sie bewiesen, dass auch kleine Schritte große Auswirkungen haben können.