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Zwei Alumni gründen zusammen: Catharina Crasser und Julien Bobineau

10/27/2023

Alumna Catharina Crasser hat an der Uni Würzburg Political and Social Studies (BA) und Diversitätsmanagement (MA) studiert. Dr. Julien Bobineau hat an der Uni Würzburg Französisch, Öffentliches Recht und Philosophie studiert und wurde anschließend in Französischer Literaturwissenschaft promoviert. Heute arbeiten beide als Diversitätsmanager/in bei D2 – Denkfabrik Diversität

Alumna Catharina Crasser und Alumnus Julien Bobineau (Foto: Hannah Baumann/D2 – Denkfabrik Diversität)

Alumna Catharina Crasser hat an der Uni Würzburg Political and Social Studies (BA) und Diversitätsmanagement (MA) studiert. Heute arbeitet sie als Diversitätsmanagerin bei D2 – Denkfabrik Diversität und ist darüber hinaus Lehrbeauftragte im Masterstudiengang Diversitätsmanagement an der Uni Würzburg.

Alumnus Julien Bobineau hat an der Uni Würzburg Französisch, Öffentliches Recht und Philosophie studiert und anschließend in Französischer Literaturwissenschaft promoviert. Inzwischen arbeitet er als Diversitätsmanager bei D2 – Denkfabrik Diversität und habilitiert an der Uni Jena im Fachbereich Interkulturelle Wirtschaftskommunikation. 

Was arbeiten Absolventinnen und Absolventen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU)? Um Studierenden verschiedene Perspektiven vorzustellen, hat Michaela Thiel, Geschäftsführerin des zentralen Alumni-Netzwerks, ausgewählte Ehemalige befragt. Diesmal stehen ihr Catharina Crasser und Dr. Julien Bobineau Rede und Antwort. Die beiden Alumni haben gemeinsam das Startup D2 – Denkfabrik Diversität in Würzburg gegründet.

 

Frau Crasser, wie würden Sie einem Laien Ihren Job beschreiben?

Als Diversitätsmanagerin ist es meine Aufgabe, Organisationen bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen im Diversitätsmanagement zu unterstützen. Wir glauben an die Innovationskraft der Vielfalt, denn es ist wissenschaftlich belegt, dass diverse Organisationen effizienter und erfolgreicher arbeiten. Deshalb berät die D2 – Denkfabrik Diversität Unternehmen, Behörden und NGOs, um Potenziale in den Bereichen Recruiting, Mitarbeiterführung und Kommunikation besser ausschöpfen zu können. Unsere Idee ist es, dem Fachkräftemangel mit forschungsbasierten Dienstleistungen vorzubeugen. Dabei setzen wir auch auf innovative Technologien wie Virtual Reality oder Künstliche Intelligenz.

 

Herr Bobineau, wie würden Sie einem Laien Ihre Forschung beschreiben?

Ein Teil unserer Arbeit bei D2 – Denkfabrik Diversität basiert auf meinem Habilitationsprojekt, das im Fachbereich Interkulturelle Wirtschaftskommunikation an der Friedrich-Schiller-Universität Jena angesiedelt ist. In meiner kulturwissenschaftlichen Forschung geht es um Racial Profiling, bei dem Menschen ausschließlich aufgrund ihrer äußerlichen Merkmale wie zugeschriebener Hautfarbe, Ethnie oder Religionszugehörigkeit von der Polizei kontrolliert werden. Auf der Basis meiner Ergebnisse wollen wir mit D2 – Denkfabrik Diversität anschließend eine anwendungsbasierte Fortbildung für die Polizei entwickeln.

 

Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrer Arbeit?

C. Crasser: Am meisten gefällt mir die Freiheit, meine eigenen Ideen auf den Weg zu bringen und im Team weiterzuentwickeln. Mit D2 – Denkfabrik Diversität haben wir uns ein Arbeitsumfeld geschaffen, das es so in der Region Mainfranken bislang nicht gibt, da das Diversitätsmanagement hier noch in den Kinderschuhen steckt. Unser täglicher Antrieb ist es allerdings, diesen Umstand langfristig zu ändern und für die vielen Vorteile von Diversität in der Arbeitswelt zu werben.

J. Bobineau: Mir macht es großen Spaß, Brücken zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu schlagen und im gemeinsamen Dialog zu einem besseren Ergebnis zu kommen. Daneben gefallen mir die vielfältigen Aufgabenbereiche im Gründungsprozess, von der Business-Planung über das Netzwerken, die eigene Öffentlichkeitsarbeit, das Marketing und Vertriebsprozesse.

 

Was würden Sie Studierenden empfehlen, die ein eigenes Unternehmen gründen möchten?

C. Crasser: Beim Gründen ist es wichtig, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln und an die eigene Gründungsidee zu glauben. Das fällt Geisteswissenschaftler:innen häufig nicht so leicht. Auch Frauen haben es in der Gründungszene schwerer als Männer. Deshalb gilt aus meiner Sicht: Auch von kleinen Rückschlägen sollte man sich nicht entmutigen lassen. Und man benötigt unbedingt Verbündete, die bei der Gründung ideell unterstützen, aber auch eine ehrliche Meinung haben.

J. Bobineau: Ich sehr hier große Schnittmengen zwischen Wissenschaft und Entrepreneurship – denn im Grunde geht es um zwei Dinge: Leidenschaft und ein unerschütterlicher Glaube an die Sache, ohne dabei die eigenen Wertvorstellungen aus den Augen zu verlieren.

 

Was ist Ihre liebste Erinnerung an die Uni Würzburg?

C. Crasser: Mein Bachelor-Studium in Political and Social Studies an der Uni Würzburg hat mir überhaupt die nötige Grundlage geliefert, um mich im Master Diversitätsmanagement weiterzuentwickeln. Besonders gut kann ich mich an den Erstkontakt mit meiner zwischenzeitlichen Mentorin Anja Zürn erinnern, die als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Europaforschung und Internationale Beziehungen tätig war. Sie hat mich von Beginn an gefördert, mir meine erste Stelle als Hilfskraft verschafft und mir sehr vieles ermöglicht.

J. Bobineau: Neben dem Austausch mit meiner Doktormutter Brigitte Burrichter, die mich wissenschaftlich wie menschlich bis heute sehr inspiriert, ist mir ein besonderer Moment im Gedächtnis geblieben: Im Sommersemester 2010 habe ich ein Seminar zur Rechtsphilosophie bei Martin Hochhuth besucht. Seine begeisternde Art zu unterrichten – er ist zur Veranschaulichung eines philosophischen Grundproblems so wie einst Robin Williams im Club der toten Dichter auf einen Tisch geklettert – hat meine Leidenschaft für die Wissenschaft entfacht.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

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