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BMBF-Projekte im "Qualitätspakt Lehre"

ProfiLehre-Beitrag auf der 48. Jahrestagung der DGHD

09.04.2019

Mit rund 600 Teilnehmenden war die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (DGHD) vom 5. bis 7. März 2019 an der Uni Leipzig die größte bisher.

Nicht zuletzt dürfte das daran liegen, dass das Tagungsmotto “(Re-)generation Hochschullehre. Kontinuität von Bildung, Qualitätsentwicklung und hochschuldidaktischer Praxis” ein zentrales Thema für HochschuldidaktikerInnen ist, für die sich nach sieben Jahren “Qualitätspakt Lehre” viele Fragen für die Zukunft stellen.

Innerhalb des Themenfeldes “Kultursensibel im Lehren und Lernen” haben sich die ProfiLehre-MitarbeiterInnen der Universität Würzburg Thomas Schröter und Kristina Förster mit ihrem Vortrag “Interkultur an der Hochschule durch nachhal(l)tige Bildungsprozesse diesen Fragen durch die Darstellung des hochschuldidaktischen Seminarkonzepts InterTeachingCulture für Dozierende angenähert.

Interkulturelle Bildungsangebote, die auf Kompetenzerwerb abzielen, sind an deutschen Hochschulen längst etabliert. In der Regel verkennen sie jedoch, so Schröter und Förster, die zeitliche Dimension, die für den Erwerb neuer Fähigkeiten erforderlich ist. Auch wäre eine beständige Begleitung notwendig, die weder ökonomisch noch didaktisch nachhaltig ist.. Unter ExpertInnen herrscht weitestgehend Konsens darüber, dass “interkulturelle Kompetenz” ein Konstrukt ist, das idealtypische Zuschreibungen bündelt, denen keine Person je vollständig entsprechen kann. Gerade weil der interkulturelle Kompetenzbegriff oftmals inflationär oder politisch gebraucht wird, können für NovizInnen eine Reihe von Missverständnissen und Abhängigkeiten entstehen, die ihre Selbstwirksamkeit blockieren.

Grundlegend war für Schröter und Förster die These, dass die strukturale Bildung in der hochschuldidaktischen Praxis entscheidend zur Etablierung nachhaltiger Interkultur in Studium und Lehre beitragen kann. Die erarbeitete Taxonomie strukturaler Bildungsziele ist wie jede andere Lernzieltaxonomie geeignet, für pädagogische Planungsprozesse in der (Hochschul)-Lehre herangezogen zu werden.

Lehrenden der Universität Würzburg und der anderen bayerischen Universitäten stehen in der nächsten Zeit verschiedene Möglichkeit offen, um sich aktiv mit der Gestaltung von Lehre auf der Grundlage von strukturalen Bildungszielen auseinanderzusetzen.

Im April und Mai steht bei ProfiLehre das Blended-Learning-Angebot Inverception – der Inverted Classroom als Inverted Classroom (A Grundstufe) von und mit Thomas Schröter auf dem Programm. Hier wird die strukturale Bildung konsequent zur Gestaltung intervierter Lehre angewendet und kann einerseits selbst erfahren, andererseits auf der Meta-Ebene diskutiert werden: https://go.uniwue.de/ai

Auch Kristina Förster arbeitet in ihren hochschuldidaktischen Seminaren innerhalb der Reihe ITL – Internationalisation of Teaching and Learning mit der strukturalen Bildungstaxonomie. In der nächsten Zeit bietet Kristina Förster Workshops zu den folgenden Themen an:

  • Kulturreflexive Beratung internationaler Studierender, 5. Juli 2019 (E Grundstufe)
  • Internationale Studierende durch Tutorienarbeit und Peer Assisted Learning unterstützen (A Grundstufe

Weitere Informationen zur Reihe ITL: https://go.uniwue.de/itlinfo

Individuelle Fragestellungen rund um strukturale Bildung, invertierte und/oder international ausgerichtete Lehre bearbeitet Profilehre auch gerne im Rahmen eines Coachings für Dozierende. Weitere Informationen zum Hochschulcoaching: https://go.uniwue.de/plcoach

Kontakt: Kristina Förster, Thomas Schröter, Mail: profilehre@uni-wuerzburg.de

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