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  • Vier Studierende auf dem Weg in den Hörsaal.
  • Studierende im Hörsaal bei einer Vorlesung.

Im Gespräch Konflikte lösen

17.03.2022

Für ausländische Studierende oder Forschende, die sich an der Universität diskriminiert fühlen, gibt es eine zentrale Ansprechperson: den Internationalen Mentor.

Vladimir Dyakonov ist International Mentor an der Uni Würzburg.
Vladimir Dyakonov ist International Mentor an der Uni Würzburg. (Bild: Universität Würzburg)

Physikprofessor Vladimir Dyakonov ist an der Universität Würzburg nicht nur als Forscher und Dozent, sondern auch als Internationaler Mentor tätig. Das heißt: Er ist der zentrale Ansprechpartner für ausländische Studierende und Forschende, die sich aufgrund ihrer Nationalität, Kultur oder Religion ungerecht behandelt oder diskriminiert fühlen.

„Meine Aufgabe als Ombudsperson ist es, Streit- und Konfliktfälle durch Mediation und konstruktive Lösungssuche zu schlichten“, sagt der Professor.

Gespräche sind streng vertraulich

Wer etwa wegen einer Streitigkeit mit seinem Chef zu Vladimir Dyakonov kommt, kann auf strikte Vertraulichkeit setzen. Im Gespräch analysiert der Mentor die Ursachen des Konflikts. Er gibt den Ratsuchenden Tipps, wie sie sich verhalten sollten, oder bei welchen anderen Stellen der Uni sie Unterstützung finden können. „Wenn es gewünscht wird und nötig ist, suche ich auch das Gespräch mit den Vorgesetzten und versuche, eine einvernehmliche Lösung zu finden“.

„Oft wird die Unzufriedenheit des Vorgesetzten, zum Beispiel wegen vermeintlich schwacher Forschungsleistungen, auch als Diskriminierung empfunden“, sagt Dyakonov. Durch die Corona-Pandemie werde dieses Empfinden noch verschärft, da vor allem die ausländischen Forschenden und Studierenden noch isolierter sind und niemanden zum Gespräch haben.

„Beide Seiten stehen unter hohem Druck. Deshalb appelliere ich an Alle, insbesondere an die Chefs, mehr Sensibilität aufzubringen – es sei denn, dass es tatsächlich um eine offensichtliche Benachteiligung geht“, so der Mentor.

Kooperation mit anderen Stellen

Vladimir Dyakonov ist seit 2017 als Internationaler Mentor aktiv. Die Universitätsleitung hat ihn vor kurzem erneut für diese Funktion bestellt; seine neue Amtszeit läuft bis 30.11.2024. Vizepräsidentin Doris Fischer, zuständig unter anderem für Internationales, steht ihm bei dieser Aufgabe zur Seite.

Als Konfliktberater kooperiert Professor Dyakonov eng mit den anderen einschlägigen Institutionen der Universität: mit der Konfliktberatungsstelle, mit den Ombudsleuten für den Bereich „Gute Wissenschaftliche Praxis“ und mit dem International Office.

Kontakt

Prof. Dr. Vladimir Dyakonov, Lehrstuhl für Experimentalphysik VI, T +49 931 31-83111, international-mentor@uni-wuerzburg.de

Weblinks

Internationaler Mentor

Konfliktberatungsstelle

Ombudspersonen für Gute Wissenschaftliche Praxis

International Office

Von Robert Emmerich

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