Intern
Arbeits-, Gesundheits-, Tier- und Umweltschutz

ökonomische Nachhaltigkeit

Technischer Betrieb Strom,  Versorgung Hubland-Campus…

Derzeit wird eine durch die Universität/das Staatliche Bauamt beauftragte Energiestudie durchgeführt, welche sich mit dem zukünftigen Energiebezug bzw. der zukünftigen Energieerzeugung an der Universität Würzburg befasst. Das Ergebnis dieser Studie liegt der Universität bislang noch nicht vor (Stand Frühjahr 2020).

Ein mögliches Modell wird hierbei auch der Einsatz der sogenannten Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWK) sein, wodurch sehr wirtschaftlich, effizient und nachhaltig Strom (Kraft) erzeugt wird und die dabei entstehende Abwärme im Fern-/Nahwärmenetz bzw. nach Umwandlung als Kälte Einsatz

findet.

Stromerzeugung im Bürgerwindpark Sailershäuser Wald  GmbH

Bereits seit Herbst 2015 sind Flächen des Universitätsforstamtes an die Bürgerwindpark Sailershäuser Wald GmbH verpachtet. Es handelt sich um rund 4,5 ha, auf denen 6 Windkraftanlagen stehen. Insgesamt besteht dieser Windpark aus 10 Windrädern, die rund die Hälfte des Strombedarfes der privaten Haushalte des Landkreises Hassberge decken.

Die JMU ist bestrebt, ihren Energieverbrauch  weiter zu reduzieren. Dazu wurden  während der vergangenen Jahre bereits eine ganz Reihe von Maßnahmen umgesetzt:

  • Der kontinuierliche Austausch von konventioneller Beleuchtungstechnik durch LED·Technik. Die gesamte Außenbeleuchtung ist bereits ausgewechselt.
  • Nachrüsten von Abschalteinrichtungen für Beleuchtung (Präsenzmelder) in den Gebäuden, teils auch im Außenbereich
  • Optimierung von Regelungsprozessen mittels der implementierten Gebäudeleittechnik.
    z.B.  Temperaturregelung je nach Anwesenheit in Hörsälen/Seminarräumen, Herunterschalten der Heizungen über den Jahreswechsel zur Energieeinsparung.

Zukunftsweisend sei hier das durch die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Inneren vorangetriebene Pilotprojekt in Bayern im Gebäude  am  Wittelsbacherplatz genannt, wobei durch die Einführung einer anhand der Wettervorhersage geführten Regelung der Firma „Meteoviva“ Einsparungen

  • beim Wärmeverbrauch in Höhe von 19 % (226 MWh),
  • beim Stromverbrauch in Höhe von 23% (36 MWh)
  • bei den CO,· Emissionen in Höhe von 20% (69 t)

erreicht wurden (Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum 2016/17, wurde seither in ca. gleicher Höhe fortgeführt).

Energieeinsparung und weitere Nachhaltigkeitsziele sind nicht nur im laufenden Betrieb zu erzielen, sondern müssen bereits die Bauplanung und die Durchführung von Baumaßnahmen beeinflussen. Die JMU kann hier auf einige Erfolge verweisen:

  • Der Energiestandard von Neubau und Bestand (Sanierung) unterschreitet die EnEV 2009 um mind. 30% (Gebäudehülle) · vgl. Ministerratsbeschluss 2011 für öffentliche Gebäude
  • Sofern möglich, beteiligt sich die JMU an Förderprogrammen zur energetischen Gebäudesanierung (s. o.g. Beispiel Gebäude am Wittelsbacher Platz)
  • Photovoltaik-Dachanlagen werden installiert, sofern möglich
  • Es erfolgt eine zentrale Regenwasserbewirtschaftung am Hubland-Campus Nord: Gründächer, Oberflächige Regenwasserableitung und -versickerung (B-Plan Vorgabe) sind aktuelle Optionen. Im Zuge der  aktuellen Baumaßnahmen werden diese bereits umgesetzt und auch in Zukunft in die Planungen eingebunden.
  • Die Masterplanung der Universität Würzburg sieht eine deutliche Priorisierung des  Fuß-/Radwegenetzes am Hubland vor (Ziel: Hubland Nord in der Zukunft als quasi "autofreier Campus")
  • Umweltfreundliche Kurzstreckenmobilität wird durch Standortkonzentration erleichtert.

Das Referat 3.3 (Einkauf) richtet die Beschaffung, insbesondere bei Verbrauchs- und Büromaterial, konsequent an Nachhaltigkeitskriterien aus. Dies geschieht beispielsweise durch Einkauf umweltfreundlicher und ressourcenschonender Produkte, z.B. Stifte, Klebefilm, Whiteboards mit hohem Recyclinganteil bzw. in „Ökovariante“.

  • Papier:  Im Büro- sowie im Sanitärbereich ist Recyclingpapier an der JMU Standard. Seit dem 01.04.2019 kann über den Webshop als internes Beschaffungstool der JMU für den Bürobetrieb nur noch weißes Recyclingpapier beschafft werden. Die Papiersorten haben alle das Kennzeichen „Blauer Engel“ und bestehen zu 
    100% aus recyceltem Papier. Eine Ausnahme besteht nur bei 120, 160 und 250 g. Papier. Hier ist auf dem Markt kein  Recyclingpapier verfügbar (voraussichtlich ab 04.2020 wird auch Sonderpapier in Recyclingausführung erhältlich sein und in den Webshop aufgenommen werden. Die Ausnahme entfällt damit). Die Universität Würzburg wird im Papieratlas 2020, der die nachhaltige Papierbeschaffung deutscher Hochschulen durch Verwendung von Recyclingpapier mit dem "Blauen Engel" abbildet, auf Seite 70 berücksichtigt.
  • Whiteboards: Für den Rahmenvertrag „Whiteboards“ wurden Artikel ausgeschrieben, die zu 99% recyclebar  sind und die zu 50% aus recyceltem Material bestehen. 
  • Büromaterial: Bei der Erstellung des Leistungsverzeichnisses für den Rahmenvertrag Büromaterial wurde für jeden Artikel eine 
    Recyclingvariante gesucht. Bei den meisten Artikeln konnte auch eine Ökovariante gefunden werden (z.B. Kugelschreiber, Klebefilm, Stifteköcher, etc.).   Dabei wurde auch festgestellt, dass die Ökovarianten oft auch wirtschaftlich besser sind, da preislich niedriger. Somit können preislich 
    höhere nachhaltige Produkte ausgeglichen  werden. 
  • Beschaffungstool eVergabe: Alle Beschaffungen ab 25.000 Euro netto werden über das Portal eVergabe abgewickelt. 
    Somit müssen die Bieter keine Papierangebote mehr abgeben. Ebenso erfolgt sämtliche  Kommunikation mit den Bietern elektronisch per Email.  
  • IT-Geräte:  Der Stromverbrauch wurde bei allen Ausschreibungen in die Wertung der Angebote  aufgenommen.  
  • Geplante Projekte, durch die u.a. der Papierverbrauch gesenkt werden wird:
    -elektronische Rechnungsverarbeitung
    -Dokumenten‐Management‐System
    -Berechtigungsplattform       

Vom Referat 3.3 Einkauf werden regelmäßig Marktanalysen durchgeführt um stärker umweltfreundliche und ressourcenschonende Produkte zu beschaffen.
Entsprechende Beschaffungsempfehlungen werden auch an die Dienststellen weitergegeben, bzw. werden diese
Kriterien an Lieferanten und Hersteller bei der Beschaffung kommuniziert.

Im Rechenzentrum steht eine breite Palette medientechnischer Geräte inklusive entsprechendem Zubehör kostenlos leihweise zur Verfügung. Das Angebot umfasst – angefangen vom Aufnahmegerät, Beamer, Leinwand, Digitalkamera über Audioanlage mit Mikofon und Mischpult und Laptop bis hin zum 60-Zoll-Monitor und Videoproduktionsset – eine große Anzahl an medientechnischem Equipment. Das aktuelle Angebot ist im Online-Geräteverleih-System zugänglich. Außerdem berät das Rechenzentrum zum optimalen Einsatz von Medientechnik. Der Stromverbrauch von Geräten wird bei allen Ausschreibungen in die Wertung der Angebote einbezogen.

Die JMU verfolgt ein umfassendes Konzept der Abfalltrennung und des Recycling.

Haushaltsübliche Abfälle

An mehreren Standorten der JMU stehen Behälter zur Trennung von haushaltsüblichen Abfällen zur Verfügung. Es  erfolgt eine Trennung nach Altpapier, Restmüll, Biomüll und Abfall für den Gelben Sack.

  • Altpapier wird der Papierverwertung zugeführt
  • Biomüll wird kompostiert
  • Der Inhalt des Gelben Sacks wird zur WRG gebracht
  • Restmüll wird durch Verbrennung beseitigt (Müllheizkraftwerk Würzburg).

An wenigen Standorten befinden sich Glascontainer, die Altglas nach den Farben Braun, Grün und Weiß trennen. Auch das Altglas ist für die Rückgewinnung vorgesehen.
Des Weiteren hat die JMU die Möglichkeit, Elektro- und Elektronikschrott zu entsorgen bzw. der Verwertung zuzuführen.
Außerdem führt die JMU das Recycling von Styroporformteilen- und Verpackungschips durch Weitergabe an entsprechende Recyclingunternehmen durch.

Sonderabfälle

Sonderabfälle werden grundsätzlich über den Technischen Betrieb entsorgt. Neben Chemikalien aus den Labors werden weitere gefährliche Abfälle wie metallisches Quecksilber, Altöl, Batterien, Asbest und Leuchtstoffröhren gesammelt. Das Zentrum für Entsorgung und Recycling lagert diese Abfälle gesichert zwischen, um sie der endgültigen Beseitigung oder dem Recycling durch Fremdfirmen zuzuführen.

Recycling

Im Zentrum für Entsorgung und Recycling ist das Wiederverwenden von Lösemitteln eines der wichtigsten Konzepte. Abfallkanister, die organische Lösemittelabfälle enthalten, können mit Gaschromatographie analysiert werden. Wenn für den Inhalt eine Redestillation in Frage kommt, wird der Inhalt des Kanisters mithilfe von Rotationsverdampfern und Destillationsanlagen von Verunreinigungen befreit. Das reine Lösemittel kann zusätzlich durch eine Entwässerungsanlage nahezu entwässert werden. Das somit zurückgewonnene Lösemittel wird an Bedienstete der Universität zum erneuten Einsatz zur Verfügung gestellt.

Die ressourcenschonende und nachhaltige Mobilität ihrer Studierenden und Beschäftigten fördert die JMU mit einer Reihe verschiedener, ineinandergreifender Maßnahmen:

  • Der Freistaat Bayern bietet seinen Beschäftigten das „Job-Ticket“ der Deutschen Bahn an. Hierbei wird gegenüber dem Basispreis der DB-Jahreskarte ein Rabatt von 13 % bei ICE-Verbindungen, für alle übrigen Verbindungen ein Rabatt von 18 % gewährt. Das Jobticket für die Beschäftigten der JMU wird betreut durch das Landesamt für Finanzen in Würzburg. Im Jahr 2019 wurden 230 Jobtickets an die JMU ausgegeben (Stand 07/2019 – die aktuellen Zahlen werden im August 2020 genannt).  Die auf dem Bestellschein geforderte Bestätigung (Dienstsiegel) der Beschäftigungsstelle ist über die Personalabteilung, Ref. 4.1, erhältlich. Das DB-Jobticket kann auch über das Internet bestellt werden: www.bahn.de/fipo
  • Das Mobil Firmen-Abo - gilt im Verkehrsverbund Mainfranken (VVM) in allen Bussen, Straßenbahnen und Zügen - ist eine persönliche Jahreskarte und damit nicht übertragbar. Es ist im gesamten Netz und in allen Waben im Tarifgebiet gültig für beliebig viele Fahrten zwischen der angegebenen Start- und Zielwabe. Außerdem kann die ganze Familie (ein weiterer Erwachsener sowie alle eigenen Kinder bis einschließlich 14 Jahren) im gesamten Netz und in allen Waben im Tarifgebiet zu folgenden Zeiten kostenlos mitgenommen werden:
    •  Montag bis Freitag ab 18.00 Uhr (an Schultagen)
    • ganztags an Samstagen, Sonn- und Feiertagen
    • sowie ganztags von Montag bis Freitag ohne Schulbetrieb (z. B. bayerische Schulferien)
      Das Mobil Firmen-Abo ist eine Jahresfahrkarte. Der Jahresfahrpreis wird in Teilbeträgen zu einem Zwölftel monatlich von den Bezügen durch die Bezügestelle des Landesamtes für Finanzen zu Gunsten der VVM einbehalten. Wie sich der Fahrkartenpreis errechnet ist der VVM Seite zu entnehmen. Das Mobil Firmen-Abo kann nur über das Landesamt für Finanzen, Dienststelle Würzburg, bezogen werden. Den Antrag hierzu und ein ausführliches Hinweisblatt finden Beschäftigte der JMU im VerwaltungsABC der JMU unter dem Stichwort: Mobil Firmen-Abo.
  • DB Jobticket
  • Die Studierenden erhalten zusammen mit der Immatrikulation (gegen Gebühr) für das jeweilige Semester ein „Semesterticket“, das im Gültigkeitszeitraum freie Fahrt im ÖPNV für Würzburg und Umland beinhaltet. www.uni-wuerzburg.de/stuv/info-beratung/semesterticket/
  • Die JMU begrüßt den geplanten Ausbau der Straßenbahnanbindung zum Hubland-Campus (Linie 6) und steht diesbezüglich in Kontakt mit der Stadt Würzburg.
  • Der Ausbau des Angebots an (teils überdachten) Fahrradabstellplätzen im Universitätsbereich erfolgt im Zuge der fortschreitenden Baumaßnahmen am Hubland-Campus bzw. bei Sanierungsarbeiten an Bestandsgebäuden.
  • E-Mobilität Im Zuge aktueller Bau- und Renovierungsmaßnahmen soll die Bereitstellung von Ladestationen für e-Autos im Campus-Bereich durch einen externen Anbieter erfolgen. Bisher ist das Projekt noch an der Finanzierbarkeit gescheitert  -  der Regionale Öffentliche Anbieter steigt (noch) nicht ein und die Universität hat nicht die Finanzmittel um öffentlich genutzte Ladesäulen zu finanzieren. Hier hofft die JMU auf eine positive Entwicklung ...
  • Bei der Sanierung der Tiefgarage am Hubland ist die Errichtung von 9 Ladeplätzen für E-Fahrzeuge vorgesehen.  Die Finanzierung dieser Ladeplätze erfolgt hierbei über die "Große Baumaßnahme".
  • Die JMU verfolgt eine sukzessive Erneuerung des Fuhrparks durch E-und Hybrid-Fahrzeuge. Auch der Dienstwagen des Präsidenten ist ein Hybrid-Fahrzeug, was gerade im  - häufig  auftretenden – innerstädtischen  Kurzstrecken-Verkehr  zu vorwiegender e-Mobilität führt.
  • Die Universität hat bereits E-Bikes für den Technischen Betrieb oder Zentrale Serviceabteilungen (z. B.  AU)  im Einsatz, sowohl am Hubland Campus wie auch im Bereich der Neuen Universität am Sanderring. Darüber hinaus nutzen auch einige Lehrstühle E-Bikes. Dienst-Fahrräder stehen v.a. für die Beschäftigten der Servicezentrums Technischer Betrieb bereit, die auf dem Hubland-Campus unterwegs sind.
  • Als Dienstfahrzeuge hat die Universität derzeit  2 "reine"  e-Kfz  (Transporter  Peugeot  Partner ,  Institut für Virologie und Rechenzentrum).
  • Bei jeder Neuanschaffung von Dienst-Kfz wird derzeit geprüft, ob nicht auch durch internen Fahrzeugtausch (z. B. von Transportern) Kapazitäten freiwerden und  vorrangig ein E-Fahrzeug beschafft werden kann.