Ideenpool für gute Lehre
Die ausgewählten Beispiele stehen für Ideen und Anregungen für gute Lehr- und Lernkonzepte an der Uni Würzburg.
Orientierung, Beratung & Begleitung von Studierenden
JIM steht für die Aussage: "Die JMU intensiviert MINT". Studienanfänger in Mathematik, Informatik und Physik bekommen an der Uni Würzburg seit dem Wintersemester 2012/13 noch mehr Unterstützung: Für sie stehen erfahrene Studierende als „Erklär-Hiwis“ bereit. Später soll es auch spezielle Online-Übungsaufgaben zur Selbstkontrolle der Leistung geben.
Mit JIM rundet die Uni Würzburg ihre Betreuungskonzepte für Studienanfänger in den MINT-Fächern ab. Seit 2011 gibt es hier aufeinander abgestimmte MINT-Vorkurse, um die Uni-Neulinge besser auf den Studienstart vorzubereiten. In der vorlesungsfreien Zeit stehen Studierenden, die Prüfungen wiederholen müssen, spezielle MINT-Tutorien offen.
Sie leiten Workshops und Tutorien, beraten persönlich und begleiten schreibintensive Lehrveranstaltungen:
Ausgebildete Schreibtutoren unterstützen an der Universität Würzburg ihre Mitstudierenden beim wissenschaftlichen Schreiben.
Schreibtutor:innen im Schreibzentrum | Writing Center am ZBL
Die Studierwerkstatt - ein Teilprojekt des KOMPASS-Programms - war eine Anlaufstelle für Studienanfänger:innen aller Fakultäten, die Unterstützung beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten brauchen, Anregungen für ein effizientes Selbststudium wünschen oder ihre Referate ansprechender gestalten wollen.
Speziell ausgebildete Studierende boten hierfür diverse themenbezogene Workshops zu Beginn jeden Semesters an. KOMPASS-Mentor:innen standen im Anschluss sechs Monate lang für eine persönliche Betreuung - auch bei der Anfertigung von Bachelorarbeiten - zur Verfügung.
Die Studierwerkstatt wurde von der HRK als Good practice-Beispiel in Studium und Lehre ausgezeichnet.
Heute bietet das Schreibzentrum | Writing Center Studierwerkstatt-Workshops an.
Internationalisierung und Interkulturelle Kompetenzen
In einem Joint Module bringt die Universität Würzburg internationale Master- und Promotionsstudierende zu Fragestellungen der internationalen Bildungspolitik im Feld des Lebenslangen Lernens zusammen. Das Modul COMPALL (Comparative Studies in Adult Education and Lifelong Learning) wurde gemeinsam mit europäischen Partnern entwickelt und wird im Rahmen der lokalen Studiengänge anerkennt. Bei weiteren assoziierten Partnern außerhalb Europa wird die Teilnahme Joint Module empfohlen.
Das Joint Module zeigt in seiner Struktur einen vierteiligen Prozess. Mit einem Online-Tutorial (als Open Educational Resource) werden die Studierenden in die Thematik eingeführt. Zudem erstellt jede, bzw. jeder ein Transnational Essay zur Vorbereitung auf den internationalen Vergleich während der Winter School. Die Erstellung des Transnational Essays wird über den WueCampus (Moodle) der Universität Würzburg betreut
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zeichnet 2018 COMPALL als Good practice-Beispiel aus.
Die Universität Würzburg bietet zusammen mit der Universität von Lyon einen Deutsch-Französischen Doppelabschluss an: Die Studierenden verbringen die ersten vier Semester in Deutschland und durchlaufen den normalen Bachelor-Studiengang. Anschließend wechseln sie nach Lyon, wo sie weitere vier Semester verbringen. Studienleistungen werden voll angerechnet und nach dem 6. Semester erhalten sie den Abschluss Bachelor (Sc.) der Universität Würzburg.
Nach einem Praktikum geht es für weitere drei Semester zurück nach Deutschland, wo mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.) das Studium beendet wird. Zusätzlich zum deutschen Master-Abschluss erhalten die Studierenden den französischen Abschluss "Diplôme d'Ingénieur Chimiste".
Die Universität Würzburg startete im Wintersemester 2005/06 einen europäischen Elite-Studiengang für Weltraumforschung: Der Spacemaster bringt Studierende aus der ganzen Welt zusammen, um im Bereich Weltraumforschung und Raumfahrttechnik einen Master-Abschluss zu erwerben. Die Uni Würzburg ist daran zwar maßgeblich beteiligt, doch es wird international studiert.
Teil einer Pionierforschung ist der sogenannte Pico-Satellit "UWE" (= Universität-Würzburg-Experimentalsatelliten) in Miniaturisierungstechnik, die auch der praktischen Ausbildung der Studierenden dient: Zehn Master- und Bachelorstudierende der Luft- und Raumfahrttechnik machen das Kernteam von "UWE" aus. Ihnen bietet die Picosatelliten-Reihe eine einmalige Chance: Sie können im Testlabor selbst Satelliten bauen und sie dann tatsächlich im All ausprobieren. Sobald UWE-3 auf seiner Umlaufbahn ist, fangen die wissenschaftlichen Messungen an, die weiter optimiert werden sollen.
"Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz" (GSiK) ist ein deutschlandweit einmaliges Gemeinschaftsprojekt von zehn Institutionen aus sechs Fakultäten der Universität Würzburg. Seit 2008 bietet GSiK ein differenziertes und wissenschaftlich fundiertes Lehrangebot zum Erwerb interkultureller Kompetenz an. Diese Fähigkeit ist im späteren Berufsleben für Studierende aller Fächer von großer Bedeutung.
Globalisierung und Internationalisierung haben unsere Lebenswelt kulturell pluralisiert. Wir leben nicht nur in einer multikulturellen Gesellschaft, auch unsere Arbeitswelt ist internationalisiert – deswegen ist interkulturelle Kompetenz eine Schlüsselqualifikation.
Jede Veranstaltung des fakultätsübergreifenden Lehrprogramms steht den Studierenden aller Fächer offen.
Neueste Methoden und Forschungsergebnisse der Infektionsbiologie stehen im Mittelpunkt der International Summer School "Modern Methods in Infection Biology" der Fakultät für Biologie. Sie findet seit 2012 einmal jährlich statt; daran teilnehmen können fortgeschrittene Bachelor- und Masterstudierende sowie Doktoranden aus Würzburg, Deutschland und dem Rest der Welt. In der viertägigen Summer School präsentieren Dozenten der Universität Würzburg am Biozentrum aktuelle Techniken unter anderem aus der Mikroskopie und der Systembiologie oder zum Wirkstoffscreening. Die ganztägigen Veranstaltungen und das kulturelle Rahmenprogramm bieten den internationalen Teilnehmern beste Gelegenheit, um neue Kontakte zu Forschungszentren zu knüpfen und zum Networking mit KollegInnen.
Die SummerSchool wurde von der HRK als Good practice-Beispiel für Studium und Lehre ausgezeichnet.
Die Professional School of Education (PSE) bietet Studierenden Unterstützung für die Vorbereitung ihres Auslandsaufenthalts im Rahmen ihres Studiums.
Die PSE bietet Informationen und Unterstützung bei der Suche nach einem Praktikumsplatz und bei Fragen zum (Lehramts-)Studium im Ausland sowie zu möglichen Förderprogrammen wie Erasmus+, durch den DAAD, das Fulbright-Programm, etc.
Ebenso berät die PSE bei Fragen zu einer Bewerbung als Fremdsprachenassistenz über den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) oder an deutschen Auslandsschulen.
Die NMUN – National Model United Nations – ist die weltweit größte Simulation einer Konferenz der Vereinten Nationen. Jährlich kommen hier über 5.000 Hochschulstudenten aus der ganzen Welt in New York City zusammen. Jede Universität vertritt bei dieser Konferenz eines der 193 UN-Mitgliedsstaaten oder eine Nichtregierungsorganisation (NGOs) in den verschiedenen Komitees und versucht die Interessen des Landes bestmöglich zu vertreten. Hierbei gilt es, sich in das jeweilige Land hineinzudenken und so zu handeln, wie es die echten Delegierten auch tun würden.
Bei dieser authentischen UN-Simulation lernen die Studierenden, die in einem zweiteiligen Auswahlverfahren ausgewählt wurden, das System der Vereinten Nationen kennen: In der Verhandlungssprache Englisch verbessern sie ihre Rhetorik, halten Reden und debattieren, lernen Kompromisse einzugehen und Konflikte zu lösen. Um dieses große Projekt bestmöglich zu meistern, bereiten sich die Studierenden in einer interdisziplinären Gruppe - die Teilnehmer kommen aus den verschiedenen Fachrichtungen der Universität - intensiv auf die NMUN vor. Seit 2003 nimmt die Universität Würzburg an NMUN teil.
Neue Lehr- und Lernkonzepte
Aufgrund des demographischen Wandels werden Menschen künftig länger im Arbeitsleben stehen. Ihr Wissen muss kontinuierlich auf dem aktuellen Stand bleiben, da neue Erkenntnisse nicht mehr so wie bisher durch Neueinsteiger in die Unternehmen eingebracht werden. Beide Trends — den zunehmenden Wissensgewinn und die Nachfrage nach kontinuierlich gut ausgebildeten Mitarbeitern — greift die Universität Würzburg mit dem Center for Continuing Education auf.
Das Center for Continuing Education stellt das in den Fakultäten der Universität verfügbare Wissen auch über die grundständigen Studiengänge hinaus berufsbegleitend bereit. Es ermöglicht den Menschen, lebenslang auf hohem Niveau zu lernen und gibt Unternehmen das Know-how, um auch zukünftig im globalen Wettbewerb erfolgreich zu bestehen.
Das Center for Continuing Education der Universität Würzburg verknüpft akademische Lehre mit praxisorientierter Ausrichtung auf höchstem fachlichen Niveau. In ihren Leitlinien bekennt sich die Akademie neben Internationalisierung und Praxisbezug u.a. auch zu neuen Lehrformaten, die auf Reflexion, Interaktion und praktischer Anwendung basieren. Ein didaktisch ausgewogenes Lehrkonzept soll einen hohen Lernerfolg gewährleisten. Der Einsatz moderner Informationsmedien und E-Learning-Komponenten reduziert den Aufwand für die TeilnehmerInnen der Weiterbildungsmaßnahmen.
Praxisnahe Lehre: In einem Labor für betriebswirtschaftliche Software lernen Studierende der Uni Würzburg verschiedenste ERP-Systeme kennen – von Marktführern ebenso wie von Nischenanbietern. Der englische Begriff Enterprise Resource Planning (ERP) steht für die Planung und Steuerung der Ressourcen eines Unternehmens. Mit solchen Systemen können sich die Studierenden der Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg seit 2013 in einem ERP-Labor vertraut machen: „Mit inzwischen 18 unterschiedlichen ERP-Systemen haben wir deutschlandweit das größte ERP-Labor seiner Art aufgebaut“, sagt Professor Axel Winkelmann, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik der Universität Würzburg.
Das Labor dient dem Lehrstuhl als Basis für Lehre, Forschung und Praxistransfer. Es ermöglicht den Studierenden, intensive praktische Erfahrungen in der Bedienung, Anpassung und Auswahl von ERP-Systemen zu sammeln. Dieses Wissen kommt ihnen später bei der Karriere im IT-Management, in Unternehmensberatungen oder Technologieunternehmen zugute. In praxisbezogenen Lehrveranstaltungen werden die Bachelor- und Masterstudierenden im ERP-Labor problemorientiert ausgebildet.
Seit 2006 hat der Bienenexperte Prof. Dr. Jürgen Tautz die HOneyBee Online Studies (HOBOS) als ein neues, interaktives Schulkonzept entwickelt. HOBOS existiert in seinen ersten Vorstufen seit dem 1. Juni 2009 und erlaubte in der Pilotphase ausgewählten Schulklassen aus neun Ländern über das Internet in einen echten Honigbienenstock vorzudringen.
Zu den Ländern zählen Deutschland, USA, China, Luxemburg, Nordirland, Italien, Südafrika, Schweiz und Jordanien. Das im Biozentrum der Universität Würzburg beheimatete Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet.
Mit der neuen Approbationsordnung wurde ein verstärktes Augenmerk des Medizinstudiums auf die Ausbildung in praktischen Fähigkeiten gelegt. In Würzburg gründete sich daher aus einer studentischen Initiative und der Unterstützung von engagierten Klinikern im Jahre 2004 das SkillsLab, seit 2009 erweitert zur Lehrklinik Würzburg.
Das Kursangebot der Lehrklinik orientiert sich am bisherigen Curriculum des Medizinstudiums an der Würzburger Medizinischen Fakultät und ist eng verzahnt mit den Lehrveranstaltungen an den Kliniken.
Zusätzlich bereichern freiwillige Kurse, wie der PJ-Vorbereitungskurs, vertiefende Untersuchungskurse oder Sonographiekurse, das Angebot.
Grundgedanke ist das Lernen in der realitätsgetreu nachgestellten klinischen Situation, angefangen von der Atmosphäre eines Krankenzimmers auf einer Bettenstation, in einem Intensivzimmer bis zu einem voll eingerichteten Operationssaal.
Die Ausstattung mit Phantomen und Simulatoren ermöglicht das Training praktischer Fähigkeiten unter standardisierten Bedingungen. Wiederholungen sind unbegrenzt möglich und Fehler haben noch keine Folgen.
Neue Lehr- und Lernformen wie E-Learning, objektiv strukturierte klinische Prüfungen (OSCE), elektronische Prüfungsauswertung, Unterricht mit Schauspielpatientinnen und -patienten sowie problemorientiertes Lernen in Kleingruppen finden zunehmend Raum in der Ausbildung der Würzburger Medizinstudierenden.
Der Lehr-Lern-Garten (LLG) ist eine Kooperation der Fachgruppe Didaktik Biologie und des Botanischen Gartens der Universität Würzburg. In Zusammenarbeit mit der Biologie-Didaktik werden Lehrveranstaltungen für Pädagogen, Lehramtsstudierende der Naturwissenschaften, der Geografie u.v.m. angeboten.
Das zentrale Ziel des Lehr-Lern-Gartens ist, bei Lehramts- sowie Bachelor-Studierenden die Möglichkeit zu praktischer Erfahrung in der Lehre zu geben. Dadurch vernetzt sich die Universität intensiv mit den unterschiedlichen Schularten in der Region.
Der LLG wurde von der HRK als Good-Practice-Beispiel für Studium und Lehre ausgewählt.
Vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz wurde der LLG mit dem Qualitätssiegel "Umweltbildung.Bayern" ausgezeichnet.
Die didaktische Lernwerkstatt ist eine Einrichtung des Instituts für Sonderpädagogik an der Universität Würzburg. Sie ist fachrichtungsübergreifend konzipiert und demgemäß eine Einrichtung für alle Studierenden der Sonderpädagogik und für die Studierenden der Lehrämter für Grund- und Hauptschule.
Die Lernwerkstatt soll die Studierenden in die Lage versetzen, Lernprozesse zu analysieren und zu struk-turieren. Die hierfür benötigten Kenntnisse aus den Bereichen Lernmaterialien und Lernsoftware sollen in der Lernwerkstatt vermittelt und reflektiert werden. Dies findet statt in Form von Seminaren und als offe-nes Angebot im Sinne einer Bibliothek mit definierten Öffnungszeiten.
Die didaktische Lernwerkstatt ist ein Instrument zur Verknüpfung von Theorie und Praxis. Die Materialien regen an zu einer theoretischen Reflexion bezüglich ihres didaktischen Einsatzes. Die didaktische Lern-werkstatt steht in enger Verbindung mit den Didaktik-Seminaren im Bereich der Sonderpädagogik. Für die Praktika der Studierenden der Sonderpädagogik ermöglicht die didaktische Lernwerkstatt mit ihren Materialien die Verbindung zur Schulpraxis.
„Media Education & Educational Technology LAB” oder kurz MEET: So lautet der Name des Lehr- und Forschungslabors, das Professorin Silke Grafe, Inhaberin des Lehrstuhls für Schulpädagogik, aufgebaut hat; der Einsatz digitaler Medien im Schulunterricht ist einer ihrer Schwerpunkte in Forschung und Lehre
Das schul- und medienpädagogische Labor für Forschung und Lehre an der Universität Würzburg widmet sich Fragen des Lehrens und Lernens mit und über digitale Medien in Schule und Unterricht sowie in der Lehrerbildung aus pädagogischer, technischer, interdisziplinärer und international-vergleichender Perspektive.
Die Förderung der Kompetenzen der Studierenden in einer durch Digitalisierung und Mediatisierung beeinflussten Welt erfolgt auf der Basis eines handlungs- und entwicklungsorientierten Ansatzes. Hierbei spielt die Förderung medienpädagogischer Kompetenzen eine besondere Rolle.
Eine starke Verknüpfung von Theorie und Praxis ist das Ziel des Lehransatzes „Mentoring-to-Teach“ an der Professur für Erwachsenenbildung.
Das zweisemestrige Programm beginnt mit der Vermittlung der didaktischen Grundlagen im Rahmen eines Seminars. Der Brückenschlag zur Berufswelt erfolgt durch die Hospitation des Studierenden bei einem Dozierenden (=MentorIn) aus dem Bereich der Weiterbildung, der zuvor eigenständig akquiriert worden ist. Im Folgesemester werden in einem zweiten Seminar erworbene Theorie und erfahrene Praxis gegenübergestellt und die gezogenen Schlüsse in einem Reflexionsbericht festgehalten.
„Mentoring-to-Teach“ wurde von der HRK als Good practice-Beispiel in Studium und Lehre ausgezeichnet.
Das Mathematische, Informationstechnologische und Naturwissenschaftliche Didaktikzentrum M!ND-Centre versteht sich als Forschungs- und Lehrverbund der Fachdidaktiken aus den Bereichen Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik und Physik. Durch gemeinsame Lehrkonzepte und fachdidaktische Forschung steht das M!ND-Centre für eine hochwertige Lehramtsausbildung im MINT-Bereich an der Universität Würzburg.
Universitätsintern gestaltet das M!ND-Center die Schnittstelle von Forschung (fachwissenschaftlich wie fachdidaktisch) und Lehre. Die feste Verankerung der Fachdidaktiken in den einzelnen Fakultäten garantiert dabei die Nähe der Lehramtsausbildung zu den Fachwissenschaften. Durch den Austausch zwischen Didaktikern und Fachwissenschaftlern wird so eine optimale Abstimmung von Lehrinhalten ermöglicht. Darüber hinaus bietet M!ND auch den Rahmen für fachdidaktische Forschung, die u.a. eine stetige Optimierung der Lehrangebote zur Folge hat.
Das zentrale Lehrangebot des M!ND-Centers ist das Lehr-Lern-Labor LLL:
Es ist Teil der Schnittmenge zu dem "Kooperationspartner Schule". Im LLL-Seminar konzipieren bzw. überarbeiten Studierende Lernumgebungen für Schülerinnen und Schüler zu lehrplanrelevanten Themenbereichen. An mehrmals stattfindenden "Durchführungstagen" betreuen sie schließlich experimentierende Schülerinnen und Schüler an den von ihnen erstellten und fachinhaltlich durchdrungenen Stationen. Diese Praxisphase des Seminars bietet den Studierenden die Möglichkeit, fachdidaktische Wissensbestände in professionelle Handlungsroutinen zu überführen.
In diesem Projekt werden auf empirischer Basis einer medienweltorientierten Religionsdidaktik interaktive und multimodale Lernprozesse entwickelt, erprobt und evaluiert. Zentral steht dabei die Frage danach, wie Akteure der religiösen Bildungsarbeit hybrid-digitale Lehr- und Lernszenarien in Bildungskontexten bewerten. Damit reiht sich das Projekt vor allem in die Professionsforschung ein: Welche medien- und religionspädagogischen Kompetenzen benötigen die durchführenden Personen, um ein Lernen über religiöse Kommunikationen und Praktiken in digital-vernetzten Medien als auch ein Lernen mit digital-interaktiven Medien zu ermöglichen?
Der Chirurgie-Professor Christoph-Thomas Germer will seine Leidenschaft für das Fach Chirurgie an die Studierenden weitergeben. Dabei setzt er auf innovative Lehrveranstaltungen und ungewöhnliche Mittel: von der Live-Übertragung aus dem Operationssaal bis zum Diagnose-Quiz auf der Homepage.
"Schlag den Germer" hat der Chirurgie-Professor seine Weihnachtsvorlesung genannt und wird unter den Studierenden als legendär gehandelt: Hier haben Studierende Gelegenheit, gegen ihren Prof anzutreten und sich vor dem großen Auditorium zu beweisen.
Die Vorlesung "Schlag den Germer" wurde von der HRK als Good practice-Beispiel für Studium und Lehre ausgezeichnet.
Der Wettbewerb "Projektiade" läuft in der Lehrveranstaltung "Professionelles Projektmanagement in der Praxis" von Professor Harald Wehnes (Lehrstuhl für Informatik III). Darin lernen Studierende, welche Leistungen sich mit interdisziplinärer Teamarbeit und professionellem Projektmanagement erreichen lassen.
Die Aufgabe besteht darin, innovative Internet-Unternehmen zu gründen – von der Idee bis zum fertigen Webauftritt. Dazu sollen die Studierenden die Methoden und Techniken des professionellen Projektmanagements einsetzen. Am Ende des Semesters werden dann die besten Arbeiten mit der "Projekta 2012" prämiert – einer kleinen Statue, die an die Venus von Milo erinnert.
Bei dem BA-Studiengang „Museologie und materielle Kultur“ handelt es sich um den ersten Universitätsstudiengang seiner Art in Deutschland. Ein Spezifikum dieses Studiengangs stellt der starke Praxisbezug auf allen Ausbildungsebenen dar.
Die verschiedenen Facetten der Museumsarbeit werden nicht nur theoretisch-abstrakt, sondern ebenso anhand konkreter Einzelfälle abgehandelt, die einen Bezug zum realen Museumsalltag herstellen. Dies geschieht durch Ein- und Mehrtagesexkursionen im In- und Ausland, aber auch durch die Abhaltung von Unterrichtseinheiten in lokalen und regionalen Museen. Zusätzlich werden MuseumsmitarbeiterInnen und in diesem Sektor tätige FreiberuflerInnen regelmäßig durch Gastvorträge, Lehraufträge und Workshops in das Studium einbezogen. Hinzu kommen Praktika und Ausstellungsprojekte mit externen Kooperationspartnern.
Insgesamt müssen alle Studierenden ein einjähriges Ausstellungsprojekt und ein zehnwöchiges Praktikum absolvieren. Darüber hinaus können weitere acht Praktikumswochen als Studienleistungen eingebracht werden. Auf diese Weise sammeln Studierende praktische Kenntnisse und Erfahrungen, können das Erlernte aktiv anwenden und wertvolle Netzwerke knüpfen, die ihnen später den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.
Die Professur Erwachsenenbildung/Weiterbildung hat im Sommersemester 2020 ein Open Access "VideoLab for Adult Education" aufgesetzt, in dem fortlaufend relevante Lernvideos - selbstproduziert und auch Dritt-Videos - und andere digitale Lernangebote für die (akademische) Lehre und das Lernen gebündelt werden.
So ist ein Pool von qualität-vollen "ready-to-use" Komponenten (derzeit über 40, Stand: Juni 2020) für das Feld der internationalen Erwachsenenbildung/Weiterbildung entstanden.
"Gerade in der jetzigen "Distanz-Lehre"-Zeit suchen wir ja alle nach digitalen Materialien insbesondere für gute Lehre", so Christian Hühn vom Lehrstuhl Erwachsenenbildung/Weiterbildung im Juni 2020.
