Vorträge: Futures literacy & Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
| Datum: | 11.05.2026, 12:30 - 14:00 Uhr |
| Kategorie: | Kalender-JMU, Studierende, Nachhaltigkeit, Fortbildung, Vortrag |
| Ort: | Online über Zoom |
| Veranstalter: | Teaching4Sustainability (WueLAB) & Hochschuldidaktik (ZBL) |
| Vortragende: | HS-Prof. Mag. Dr. Carmen Sippl, MA; Prof. Dr. Sonja Grimm |
ZUR VERANSTALTUNG
Futures literacy: Zukünfte gestalten lernen und lehren
HS-Prof. Mag. Dr. Carmen Sippl, MA
Chairholder des UNESCO-Lehrstuhls „Futures Literacy – Zukünfte lernen und lehren im Anthropozän“, Leiterin Zentrum Zukünfte⋅Bildung an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich sowie Lehrbeauftragte an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien
Für die einen ist sie ein schwarzes Loch, für die anderen ein Lichtblick in ein besseres Leben: Zukunft geht mit Angst, Unsicherheit oder Hoffnung einher. Als „erst kommende oder künftige Zeit“ bzw. „jemandes zukünftiges Leben“, wie der Duden definiert, verbindet sie Zeit und Raum; es gibt sie nur in unserer je individuellen Vorstellung. Zukünftebildung (Futures literacy) hat daher zwei zentrale Ziele: unsere Vorstellungskraft zu fördern, damit wir mögliche, wahrscheinliche und vor allem wünschenswerte Zukünfte imaginieren können. Und Möglichkeitsräume zu öffnen, in denen wir Zukünftedenken spielerisch üben können. Der Vortrag stellt den „FuturesComp“ als Referenzrahmen für Futures literacy in der Hochschulbildung vor und zeigt exemplarisch methodische Zugänge auf, um positive Zukunftsvorstellungen zu wecken und zu diskutieren.
SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Eine Zwischenbilanz
Prof. Dr. Sonja Grimm
Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Europaforschung, JMU
Das Nachhaltigkeitsziel SDG 16 der Vereinten Nationen stellt Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen in den Mittelpunkt. Nachhaltiger Frieden entsteht nicht allein durch das Ausbleiben von Gewalt, sondern hängt maßgeblich von funktionierenden Institutionen ab. Rechtsstaatlichkeit, transparente Regierungsführung und der gleichberechtigte Zugang zur Justiz bilden zentrale Voraussetzungen dafür, Konflikte gewaltfrei zu lösen und Vertrauen innerhalb der Gesellschaft aufzubauen. Der Vortrag stellt den Zusammenhang zwischen der Fähigkeit von Gesellschaften, in Frieden zu leben, und der Stärke sowie Verlässlichkeit staatlicher und gesellschaftlicher Institutionen her und bilanziert, inwieweit dieses Ziel bisher erreicht wurde. Abschließend wird diskutiert, welche Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene erforderlich sind, um Institutionen zu stärken und damit einen nachhaltigen Beitrag zu Frieden und Gerechtigkeit zu leisten.
DURCHFÜHRUNG
- Termin: Montag, 11.05.2026, von 12:30 bis 14:00 Uhr
- Format: Online über Zoom
ORGANISATORISCHE DETAILS & ANMELDUNG
Die Veranstaltung ist für alle Mitarbeitenden, Lehrenden und Studierenden der JMU offen.
- Für Studierende: Die Veranstaltung kann im Rahmen des GSiK-Programms angerechnet werden.
- Für Lehrende: Wenn Sie die Veranstaltung für das Themenzertifikat Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung anrechnen lassen möchten, erhalten Sie für Ihre Teilnahme 2 AE in Modul II.

