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    Platz eins für Medizinstudierende

    29.07.2020

    Im Wettbewerb „Medisspendenblut“ waren die Medizinischen Fakultäten der deutschen Uni-Städte aufgerufen, möglichst viele Blutspender zu stellen. Die Würzburger Studierenden haben den Wettbewerb gewonnen.

    Der Marburger Medizinstudent Leonard Richter überreichte den Siegerpokal an eine Delegation Würzburger Medizinstudentinnen. Mit dabei waren Gabriele Veit und Professor Markus Böck vom Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie.
    Der Marburger Medizinstudent Leonard Richter überreichte den Siegerpokal an eine Delegation Würzburger Medizinstudentinnen. Mit dabei waren Gabriele Veit und Professor Markus Böck vom Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie. (Bild: Margot Rössler / Universitätsklinikum Würzburg)

    „Während der Corona-Krise ging die Blutspendebereitschaft in Deutschland in den Keller. Gerade in dieser Situation sollten Medizinstudierende eine Vorbildrolle einnehmen. Außerdem sollten sie als zukünftige Ärztinnen und Ärzte möglichst auch persönliche Erfahrungen mit der Blutspende haben und für das Thema sensibel sein“, meint Leonard Richter. Deshalb initiierte der Marburger Medizinstudent – praktisch im Alleingang – im Frühjahr 2020 erstmals den Wettbewerb „Medisspendenblut“.

    Alle Medizinischen Fakultäten der deutschen Unis waren aufgefordert, in einem Wettstreit zwischen dem 8. Juni und dem 3. Juli 2020 möglichst viel Blut zu spenden. Zugelassen waren Vollblut-, Plasma- und Thrombozytenspenden. Über ein vom jeweiligen Blutspende-Institut abgestempeltes Meldeformular konnten die Spendenden für ihre Universitäten punkten.

    Für ein faires Ranking setzte Leonard Richter die Anzahl der eingehenden Meldungen ins Verhältnis zur Größe der jeweiligen Fakultät. Am Ende erwies sich unter den 20 teilnehmenden Universitäten die Würzburger Medizinische Fakultät mit 146 Spenderinnen und Spendern als die „blutreichste“ in Deutschland. Auf die Plätze zwei und drei kamen Köln und Göttingen.

    Werbung mit eigenem Plakat

    Für diese Spitzenleistung überreichte Leonard Richter am 22. Juli einer Delegation von Würzburger Medizinstudentinnen am Uniklinikum Würzburg (UKW) einen Pokal. Die von der Bonner Künstlerin Martine Seibert-Raken geschaffene Trophäe hat die Form eines stilisierten Blutgefäßes.

    Marie Had, Würzburger Medizinstudentin, nennt einige Gründe für den Erfolg: „Unsere Kommilitoninnen und Kommilitonen kamen zum Glück schnell aus den Startlöchern. Hilfreich erwies sich, dass wir ein eigenes Poster zum Wettbewerb gestaltet hatten, das auch über Instagram und andere Soziale Medien verbreitet wurde.“

    Wegweiser für die Gesellschaft

    Als Blutspende-Einrichtungen nutzten die Würzburger Studierenden das Plasmazentrum Würzburg des BRK Blutspendedienstes und das Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des UKW.

    Institutsdirektor Professor Markus Böck war bei der Pokalübergabe dabei. Er freut sich aus mehreren Gründen über die gelungene Aktion: „Zum einen finde ich es großartig, dass sich angehende Medizinerinnen und Mediziner als Wegweiser für unsere Gesellschaft engagieren. Zum anderen sind diese jungen, in der Regel gesunden Menschen die besten Blutspender – und vielleicht wurde die oder der eine oder andere motiviert, auch in Zukunft und langfristig Blut zu spenden.“

    Wanderpokal soll verteidigt werden

    Als Ausstellungsort für den Pokal wurde eine prominente Stelle am Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie gefunden.

    Allerdings plant Leonard Richter, den Wettbewerb 2021 zu wiederholen. Darum ist die Trophäe als Wanderpokal gedacht. Vor diesem Hintergrund zeigten sich die Studentinnen und Professor Böck umso entschlossener, im kommenden Jahr den Titel und den Pokal zu verteidigen.

    Neben der Wertung der Medizinstudierenden gab es bei Medisspendenblut auch eine Teilnahmekategorie für Studierende anderer Fächer und für Nicht-Studierende. Hier erzielte Leipzig den ersten Platz. Insgesamt kam der Wettbewerb auf fast 14.000 Teilnehmende.

    Website des Wettbewerbs: www.medisspendenblut.de

    Von Universitätsklinikum Würzburg

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