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    JMU lässt Lehrer nicht im Stich

    31.05.2019

    Digitalisierung und Technik werden immer wichtiger. Um auch Lehrkräfte darauf vorzubereiten, hat die JMU in der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" erfolgreich ein Projekt eingeworben – das mit Millionenbeträgen gefördert wird.

    Zwei Schüler benutzen VR-Brillen im Labor.
    Mit einer VR-Applikation haben diese Schüler eine neue Sicht auf die Entstehungder Mondphasen. Sie können quasi aus dem Weltraum auf das System Erde-Sonne-Mond schauen. (Bild: Dr. Nicole Wolf / Universität Würzburg)

    Digitalisierung, Vernetzung, Augmented und Virtual Reality. Begriffe, die im modernen Schulunterricht eine immer wichtigere Rolle spielen werden. Schließlich sollen die Schülerinnen und Schüler auf die Welt von morgen vorbereitet werden. Doch hierfür braucht es gut ausgebildete Lehrkräfte. Und das neue Konzept der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) „CoTeach“ geht diese Zukunftsherausforderungen direkt an – und wird daher mit über 2,1 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

    „CoTeach“ setzt auf einen interdisziplinären Ansatz: Bei der Zusammenarbeit von Bildungswissenschaften, Fachdidaktiken und die für die Schule relevanten Fachwissenschaften unter besonderer Berücksichtigung der Mensch-Computer-Interaktion setzt das Projekt den Fokus auf die Entwicklung, Gestaltung und Evaluation innovativer Lernkontexte. Vor allem die Nutzung von Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) soll künftigen Lehrkräften praxisnah beigebracht werden. Bei Virtual Reality erleben die Nutzer eine vollkommen künstliche 3-D-Welt, zum Beispiel durch eine VR-Brille. Bei Augmented Reality werden künstliche Objekte in die reale Welt eingefügt, zum Beispiel durch die Kamera am Smartphone.

    10 Stellen für das Zukunftsprojekt

    Die JMU ist mit über 5800 Lehramtsstudierenden Bayerns zweitgrößte Institution für die Ausbildung von Lehrkräften. Gefördert wird die JMU-Initiative vom Projektträger, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), im Rahmen der bundesweiten „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“. In dieser Förderrunde kamen bayernweit neben Würzburg lediglich Bayreuth, München (TU), Passau und Regensburg zum Zuge.

    Organisator und Sprecher des Projekts in Würzburg ist Professor Thomas Trefzger, Direktor der Professional School of Education (PSE) an der JMU. Finanziert werden dadurch zwei Postdoktoranden-Stellen und acht Doktoranden-Stellen, die sich alleine auf dieses Zukunftsthema konzentrieren werden. Die Förderrunde beginnt im ersten Quartal 2020 und endet spätestens zum Jahresende 2023.

    Lehrerausbildung nachhaltig verändern

    Eine zentrale Rolle spielen bei dem Projekt die gut ausgestatteten Medienlabore wie das MEET (Media Education and Educational Technology Lab) oder das Lehr-Lern-Labor im M!ND-Center (Mathematisches, Informationstechnisches und Naturwissenschaftliches Didaktikzentrum) der JMU. Die innovativen Teilprojekte im Rahmen von „CoTeach“ werden dadurch praxisorientiert erforscht und optimiert, um sie reibungslos in die universitäre Lehre und die Schulpraxis zu integrieren.

    Zusätzlich wird ein neues Fortbildungs- und Beratungskonzept für Lehrkräfte konzipiert und entsprechend der Forschungsergebnisse stetig optimiert. Mit dem Netzwerk „Digitalisierung in Schule und Lehrerbildung“ und einem interdisziplinären Dialog an der PSE sollen außerdem die Strukturen der Lehrerbildung auch nachhaltig verbessert werden.

    Kontakt

    Prof. Dr. Thomas Trefzger, Professional School of Education (PSE), Universität Würzburg, T +49 (931) 31-83214 (Sekretariat), trefzger@physik.uni-wuerzburg.de

    Von Kristian Lozina

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