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  • Ein Schüler sitzt vor der Alten Universität der JMU und macht ein Selfie.
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Förderung für Würzburger Biophysikerin

22.11.2023

Zur Unterstützung ihrer Grundlagenforschung erhält die Juniorprofessorin Anna Lippert vom Institut für Systemimmunologie der Uni Würzburg 10.000 Euro von der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp.

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Bei der Scheckübergabe (von links): Erhard Frank (Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp), Prof. Dr. Anna Lippert (Uni Würzburg), Franziska Heinlein (Vogel Communications Group), Catharina Kipping und Dr. Gunther Schunk (beide Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp). (Bild: Max-Planck-Forschungsgruppe für Systemimmunologie / Anika Grafen)

Anna Lippert kam im Mai 2023 von Cambridge nach Würzburg, um an der Julius-Maximilians-Universität (JMU) als Juniorprofessorin für translationale Medizin das Immunsystem zu erforschen. „Ich interessiere mich dafür, wie Immunzellen ihre mechanische Umgebung wahrnehmen“, erklärt die Wissenschaftlerin, „und dafür, wie sie auf mechanische Veränderungen reagieren, die bei Entzündungen auftreten können, aber auch bei Autoimmun- und Krebserkrankungen.“ Momentan baut sie dazu eine eigene Arbeitsgruppe auf.

Anschub für Grundlagenforschung an Immunzellen

Nun erhielt sie von der Würzburger Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro für ihre Arbeit. Die Summe möchte Anna Lippert für die Ausstattung einer Gelfabrikations- und Charakterisierungsplattform im Labor einsetzen: Hier werden spezielle Gele hergestellt, die die verschiedenen Mechaniken in gesundem und krankem Gewebe nachstellen können. Auch für die Einzelmolekülmikroskopie ist diese Technik einsetzbar.

„Mit solchen Gelen können wir die Kraft messen, die Zellen aufwenden, und einzelne Proteine verfolgen, um herauszufinden, wie sie sich im Kontakt mit verschiedenen Gewebesteifigkeiten verhalten“, so Lippert. Auf diese Weise will sie grundlegende Signalkaskaden im Immunsystem verstehen. „Ich bin dankbar, dass ich gerade in der Aufbauphase meiner Forschung hier in Würzburg eine solche Unterstützung erhalte.“

„Wir freuen uns, dass wir diese wichtige Grundlagenforschung an der Schnittstelle zwischen Biologie und Medizin mit unserer Förderung unterstützen können“, sagt Stiftungsvorstand Dr. Gunther Schunk bei der symbolischen Scheckübergabe am Institut für Systemimmunologie. „Umso mehr, weil diese Erkenntnisse langfristig für die Therapie von Autoimmun- und Krebserkrankungen eingesetzt werden könnten.“

Max-Planck-Forschungsgruppe für Systemimmunologie

Die Max-Planck-Forschungsgruppe für Systemimmunologie ist eine gemeinsame Initiative der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und der Max-Planck-Gesellschaft (MPG). Ihr Ziel ist es, exzellente immunologische Forschung zu fördern. Rund 50 internationale Forschende aus 24 Ländern wollen die Grundlagen einer erfolgreichen Immunantwort verstehen gegen Infektionserreger, chronisch entzündliche Erkrankungen und Tumore, um neue Konzepte und Strategien für Impfstoffe und Immuntherapien zu entwickeln.

Dabei untersuchen sie die Entwicklung und Funktion des Immunsystems ganzheitlich auf mehreren Ebenen: von hochauflösenden Analysen einzelner Moleküle und Zellen über komplexe zelluläre Netzwerke innerhalb von Organen, bis hin zu den systemischen Wechselwirkungen im Körper und mit der Umwelt. Diese Forschungsziele fügen sich in das Umfeld der international sichtbaren Forschung zu Infektionskrankheiten und Immuntherapien auf dem Würzburger Life-Science-Campus ein.

Kontakt

Prof. Dr. Anna Lippert, Juniorprofessorin für translationale Medizin, anna.lippert@uni-wuerzburg.de

Von Christina Bornschein

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