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    100 Jahre Luitpold-Campus

    05.11.2021

    Am 2. November 1921 wurde in Würzburg das Staatliche Luitpoldkrankenhaus eingeweiht. Genau 100 Jahre später feierte die Würzburger Universitätsmedizin diesen Meilenstein ihrer über 400-jährigen Geschichte mit einem Festakt.

    Gruppenbild mit dem Architekturmodell für das Erweiterungsgelände Nord des Uniklinikums Würzburg: Im Vordergrund Christine Nickl-Weller (links) und Staatsministerin Judith Gerlach, hinten (von links): Paul Pauli, Philip Rieger, Jens Maschmann, Marcus Huppertz und Matthias Frosch (alle vier aus dem Vorstand des UKW) sowie Martin Heilig.
    Gruppenbild mit dem Architekturmodell für das Erweiterungsgelände Nord des Uniklinikums Würzburg: Im Vordergrund Christine Nickl-Weller (links) und Staatsministerin Judith Gerlach, hinten (von links): Paul Pauli, Philip Rieger, Jens Maschmann, Marcus Huppertz und Matthias Frosch (alle vier aus dem Vorstand des UKW) sowie Martin Heilig. (Bild: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg)

    Über 100 geladene Gäste kamen am 2. November 2021 im Rudolf-Virchow-Zentrum (RVZ) an der Josef-Schneider-Straße im Würzburger Stadtteil Grombühl zum Festakt „Luitpold-Campus – Tradition und Innovation seit 1921“ zusammen. „Heute feiern wir quasi den 100. Geburtstag der modernen Würzburger Universitätsmedizin“, erläuterte Professor Jens Maschmann. Der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW) führte als Moderator durch die gut zweistündige Veranstaltung.

    Sein Kollege aus dem Klinikumsvorstand, Professor Matthias Frosch, arbeitete in seiner Ansprache heraus, dass sich die lokale Geschichte der Universitätsmedizin zwar bis zur Gründung der Würzburger Universität im Jahr 1582zurückverfolgen lässt, aber die Einweihung des Staatlichen Luitpoldkrankenhauses am 2. November 1921 ein wahrhaftig epochaler Entwicklungsschritt war. „Mit dem nach dem bayerischen Prinzregenten benannten Gebäudeensemble erhielten damals Stadt und Region eines der modernsten, wegweisendsten Großkrankenhäuser jener Zeit“, betonte der Dekan der Medizinischen Fakultät der Uni Würzburg.

    Eines der wichtigsten medizinischen Zentren Frankens

    Laut Judith Gerlach, der bayerischen Staatsministerin für Digitales, nahm das Klinikum in den folgenden Jahrzehnten – unterbrochen vom Zweiten Weltkrieg – einen steilen Aufstieg und entwickelte sich zu einem der wichtigsten medizinischen Zentren in Franken. Die Gastrednerin des Festakts sagte: „Das Universitätsklinikum Würzburg genießt heute als medizinische Forschungseinrichtung weltweites Ansehen. Gleichzeitig ist es ein leistungsfähiges Krankenhaus der Maximalversorgung. Und es bietet den Bürgerinnen und Bürgern der gesamten Region Zugang zur Spitzenmedizin.“ Ähnlich lobende Worte sandte auch Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler per eingespielter Videogrußbotschaft in den Hörsaal des RVZ.

    Für Paul Pauli, Präsident der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Aufsichtsratsmitglied des Klinikums, ist die gute Zusammenarbeit mit dem UKW zudem ein Glücksfall für die Medizinische Fakultät mit ihren gut 3.600 Studierenden, während der Würzburger Bürgermeister Martin Heilig in seinem Grußwort unter anderem die herausragenden Leistungen des Uniklinikums und seiner Beschäftigten während der Corona-Pandemieunterstrich.

    Festvortrag zur Entwicklung der Krankenhaus-Architektur

    Den Festvortrag der Veranstaltung übernahm Prof. Dipl.-Ing. Christine Nickl-Weller. Die Architektin vom Münchner Architekturbüro Nickl & Partner, das unter anderem für die Planung des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz in Würzburg verantwortlich zeichnet, nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf einen Parforceritt durch die Geschichte der Krankenhaus-Architektur. „Heute streben wir nach patienten- und personalzentrierten Gebäuden. Außerdem müssen zukunftsfähige Krankenhäuser für den technischen und medizinischen Fortschritt sowie die Herausforderungen des Klimawandels gerüstet sein“, erläuterte die Professorin.

    Diese architektonischen Zukunftsüberlegungen sind für das UKW hochrelevant, schließlich sollen in den nächsten Jahren auf einem nördlich des bisherigen Klinik-Campus‘ gelegenen Gelände Neubauten für die Kopfkliniken sowie ein Zentrum Frauen-Mutter-Kind entstehen. Mitte Oktober dieses Jahres wurden die Preisträger im entsprechenden Planungswettbewerb gekürt. „Gerade der Blick auf die immense Tragweite der Inbetriebnahme des Luitpoldkrankenhauses vor 100 Jahren macht deutlich, wie groß unsere Verantwortung für eine möglichst weitsichtige und intelligente bauliche Planung ist“, unterstrich Professor Maschmann.

    Aufgelockert wurde die Jubiläumsfeier durch ein „hauseigenes“ Musiktrio: Professorin Sarah König vom Lehrstuhl Medizinische Lehre und Ausbildungsforschung (Querflöte), Professor Klaus Toyka, der ehemalige Direktor der Neurologischen Klinik (Violine), sowie Jiechu Chen, Assistenzarzt am Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie (Klavier), erfreuten die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Werken von Bach und Schostakowitsch.

    Festschrift zum Jubiläum

    Anlässlich des Jubiläums „1921 – 2021: Vom Luitpoldkrankenhaus zum Luitpold-Campus“ hat das Uniklinikum Würzburg eine 112-seitige, reichbebilderte Festschrift herausgebracht. Erstellt wurde die Publikation vom Arzt und Medizinhistoriker Dr. Andreas Mettenleiter. Sie kann als PDF eingesehen und heruntergeladen werden unter www.ukw.de/100.

    Von Pressestelle UKW

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