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Harvard-Professor Daniel Ziblatt über bedrohte Demokratie

09.06.2026

Demokratien geraten weltweit unter Druck. Daniel Ziblatt, Experte für die Entwicklung, das Gelingen und Scheitern von Demokratien, hält darüber am 9. Juni einen öffentlichen Vortrag an der Uni Würzburg.

Demokratien stehen weltweit zunehmend unter Druck - in den Vereinigten Staaten ebenso wie in Europa. Welche strukturellen Faktoren begünstigen demokratischen Rückschritt? Welche Rolle spielen Institutionen, Parteien und die politische Kultur in diesem Prozess? Und welche Lehren lassen sich aus dem transatlantischen Vergleich ziehen?

Diesen Fragen widmet sich der international renommierte Politikwissenschaftler Daniel Ziblatt an der Universität Würzburg über den Zustand der Demokratie in Europa und den USA. Der Vortrag findet statt am Dienstag, 9. Juni 2026, um 18.30 Uhr im Audimax am Sanderring 2. Der Eintritt ist frei. Wer teilnehmen möchte, soll sich per E-Mail anmelden bei gsik@uni-wuerzburg.de.

Unter dem Titel „Democracy Under Threat: A Transatlantic Perspective“ analysiert Ziblatt aktuelle Entwicklungen, Mechanismen demokratischen Backslidings und mögliche Wege der Stärkung der demokratischen Resilienz.

Einer der profiliertesten Demokratieforscher der Gegenwart

Ziblatt ist Eaton Professor of the Science of Government an der Harvard University und Direktor am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Demokratietheorie, Autoritarismus-Forschung, Parteien(-Systeme), Staatsbildung und politische Institutionen.

Als Co-Autor des vielbeachteten Werkes How Democracies Die erweiterte er seine internationale Sichtbarkeit und prägte weltweit die Debatte über die Erosion demokratischer Institutionen. Das Werk wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien von ihm Tyranny of the Minority: Why American Democracy Reached the Breaking Point, das er zusammen mit Steven Levitsky veröffentlichte.

Vortrag vollendet Ringvorlesung

Der Vortrag bildet den Abschluss der Ringvorlesung „Under Pressure. Über Demokratie, Vertrauen und Öffentlichkeit“.  Die Reihe lädt ein, zentrale Herausforderungen unserer Zeit zu analysieren und gemeinsam zu diskutieren.

Angestoßen wurde die Reihe von einer fakultätsübergreifenden Initiative aus Vertreterinnen und Vertretern von Universitäts- und Fakultätsleitungen sowie verschiedener Statusgruppen. Ziel ist es, das Thema Demokratie inner- und außeruniversitär stärker in den Fokus zu rücken. Organisiert wird die Reihe vom Programm „Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“ (GSiK).

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden sich auf der Webseite des GSiK-Programms.

Über GSiK

GSiK ist ein fächerübergreifendes Programm der Universität Würzburg, das Studierende auf die Herausforderungen einer globalisierten Welt vorbereitet. In interdisziplinären Veranstaltungen vermittelt GSiK Kompetenzen im Umgang mit kultureller Vielfalt, gesellschaftlicher Diskriminierung und globalen Zusammenhängen. Das Ziel ist es, durch (Selbst-)Reflexion und Praxisbezug ein tieferes Verständnis für das Zusammenleben in einer komplexen Gesellschaft zu schaffen sowie Kompetenzen zu entwickeln, Gesellschaft verantwortungsvoll und nachhaltig zu gestalten.

Kontakt

Carina Odenbreit, Universität Würzburg: Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz (GSiK), T +49 931 31-88070, gsik@uni-wuerzburg.de

Von Pressestelle JMU

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