Annika Brockschmidt über die religiöse Rechte in den USA
19.05.2026USA-Expertin Annika Brockschmidt hält am Donnerstag, 21. Mai, an der Uni Würzburg einen öffentlichen Vortrag. Es geht um die Geschichte, Strategien und den Einfluss der religiösen Rechten in den USA.
Die religiöse Rechte in den USA prägt seit Jahrzehnten politische Debatten, gesellschaftliche Konflikte und demokratische Institutionen – weit über die Vereinigten Staaten hinaus.
Wie konnten sich evangelikale und nationalistische Bewegungen zu einer der einflussreichsten politischen Kräfte der Gegenwart entwickeln? Welche historischen Linien reichen bis in aktuelle Kulturkämpfe und autoritäre Tendenzen hinein? Und was lässt sich daraus für demokratische Gesellschaften in Europa lernen?
Diesen Fragen widmet sich die Journalistin und Autorin Annika Brockschmidt am Donnerstag, 21. Mai 2026, um 18:30 Uhr im Audimax der Uni Würzburg am Sanderring 2. Der Eintritt ist frei. Wer teilnehmen möchte, soll sich per E-Mail anmelden bei gsik@uni-wuerzburg.de.
Ein Abend über Religion, Macht und die politischen Konflikte der Gegenwart
Im Zentrum des Abends steht die historische Entwicklung der religiösen Rechten in den USA: von ihren ideologischen Ursprüngen über ihre strategische Allianz mit konservativen politischen Kräften bis hin zu ihrem heutigen Einfluss auf Medien, Gesellschaft und Demokratieverständnis. Brockschmidt zeigt, wie religiöser Nationalismus über Jahrzehnte systematisch politische Macht aufgebaut hat – und weshalb seine Narrative bis heute international wirksam sind.
Annika Brockschmidt gilt als eine der profiliertesten deutschsprachigen Expertinnen für US-Politik, evangelikalen Nationalismus und rechte Bewegungen. Mit analytischer Schärfe ordnet sie aus historischer Perspektive aktuelle Entwicklungen in größere gesellschaftliche Zusammenhänge ein und macht sichtbar, wie eng Fragen von Religion, Macht und Demokratie miteinander verwoben sind.
Ringvorlesung rückt Demokratie in den Fokus
Der Vortrag ist Teil der Ringvorlesung „Under Pressure. Über Demokratie, Vertrauen und Öffentlichkeit“. Die Reihe lädt dazu ein, zentrale Herausforderungen unserer Zeit zu analysieren und gemeinsam zu diskutieren.
Angestoßen wurde die Reihe von einer fakultätsübergreifenden Initiative aus Vertreterinnen und Vertretern von Universitäts- und Fakultätsleitungen sowie verschiedener Statusgruppen. Ziel ist es, das Thema Demokratie inner- und außeruniversitär stärker in den Fokus zu rücken. Organisiert wird die Reihe vom Programm „Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“ (GSiK).
Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden sich auf der Webseite des GSiK-Programms.
Über GSiK
GSiK ist ein fächerübergreifendes Programm der Universität Würzburg, das Studierende auf die Herausforderungen einer globalisierten Welt vorbereitet. In interdisziplinären Veranstaltungen vermittelt GSiK Kompetenzen im Umgang mit kultureller Vielfalt, gesellschaftlicher Diskriminierung und globalen Zusammenhängen. Das Ziel ist es, durch (Selbst-)Reflexion und Praxisbezug ein tieferes Verständnis für das Zusammenleben in einer komplexen Gesellschaft zu schaffen sowie Kompetenzen zu entwickeln, Gesellschaft verantwortungsvoll und nachhaltig zu gestalten.
Kontakt
Carina Odenbreit, Universität Würzburg: Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz (GSiK), T +49 931 31-88070, gsik@uni-wuerzburg.de
