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Neue Quantenprofessur für die JMU

21.06.2022

Bayern finanziert die Einrichtung einer neuen Professur im Bereich der Quantenphysik an der Universität Würzburg. Das Land stellt dafür rund 1,5 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren zur Verfügung.

Mit numerischen Berechnungen und materialspezifischen Simulationen die Entwicklung neuer Quantenmaterialien begleiten: Dies wird die Hauptaufgabe der neuen Professur sein.
Mit numerischen Berechnungen und materialspezifischen Simulationen die Entwicklung neuer Quantenmaterialien begleiten: Dies wird die Hauptaufgabe der neuen Professur sein. (Bild: i000pixels / iStockphoto.com)

Das Profil in den Quantenwissenschaften stärken und Bayern zu einem international anerkannten Top-Standort für Quantentechnologien machen: Das ist das Ziel der Hightech Agenda Bayern. Jetzt hat Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume einen weiteren Baustein in diesem millionenschweren Programm bekannt gegeben: Die Universitäten in Augsburg, Würzburg, Erlangen-Nürnberg und München sowie die Technischen Hochschulen in Regensburg und Nürnberg erhalten rund zwanzig Millionen Euro Fördermittel für die Einrichtung sogenannter Quantenprofessuren.

Rund 1,5 Millionen Euro aus diesem Topf fließen an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Finanziert wird damit über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg eine neue Professur für „Computational Quantum Materials“, die das bestehende Würzburg-Dresdner Exzellenzcluster „ct.qmat - Complexity and Topology in Quantum Matter“ unterstützen wird.

Die theoretische Seite von Quantenmaterialien

„Aufgabe der Professur wird es sein, die Entwicklung und das grundlegende Verständnis neuer Quantenmaterialien von theoretischer Seite zu begleiten“, erklärt Professor Ralph Claessen, Würzburger Sprecher des Exzellenzclusters. Methodisch stehen dabei insbesondere numerische Berechnungen und materialspezifische Simulationen sowie auch der Einsatz von Methoden der Künstlichen Intelligenz, insbesondere Machine Learning, im Vordergrund.

Aktuell ist die Professur ausgeschrieben. Eine ausführliche Vorstellung folgt, sobald sie besetzt ist. Ihre Bewilligung bewerten Ralph Claessen und Björn Trauzettel, Dekan der Fakultät für Physik und Astronomie der JMU, als Zeichen, dass das Ministerium die JMU-Forschungsaktivitäten im Bereich Quantenwissenschaft und -technologie hoch schätzt und tatkräftig unterstützt.

Exzellenzcluster ct.qmat

Das Exzellenzcluster ct.qmat – Complexity and Topology in Quantum Matter (Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien) wird seit 2019 gemeinsam von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der TU Dresden getragen. Mehr als 270 Forschende aus 34 Ländern und von vier Kontinenten untersuchen topologische Quantenmaterialien, die unter extremen Bedingungen wie ultratiefen Temperaturen, hohem Druck oder starken Magnetfeldern überraschende Phänomene offenbaren. Das Exzellenzcluster wird im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert – als einziges bundeslandübergreifendes Cluster in Deutschland.

Zur Homepage des Exzellenzclusters

Von Gunnar Bartsch

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