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    Nachwuchspreis für Johanna Günther

    19.09.2023

    Die Würzburger Physikstudentin Johanna Günther beschäftigt sich in ihrer Masterarbeit mit einer neuartigen Detektionstechnik für magnetische Partikel. Dafür hat sie jetzt den Paul-Callaghan-Young-Investigator-Award erhalten.

    Professor Petrik Galvosas (Victoria University of Wellington, Neuseeland) mit der Preisträgerin Johanna Günther.
    Professor Petrik Galvosas (Victoria University of Wellington, Neuseeland) mit der Preisträgerin Johanna Günther. (Bild: SUTD / ICMRM)

    Es ist ein spannendes und gleichzeitig hochaktuelles Forschungsfeld: eine neuartige Detektionstechnik für magnetische Partikel, die hochsensitive spektroskopische Antikörpertests ermöglicht. Vor weniger als einem Jahr hat der Physiker Dr. Patrick Vogel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Professor Volker Behr am Lehrstuhl für Experimentelle Physik 5 der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), erstmals diese Technik der Öffentlichkeit präsentiert. Das Spannende daran: Sie bietet sich auch als Nachweismethode für das Covid-19-Virus an.

    Johanna Günther ist Mitglied der Arbeitsgruppe um Dr. Patrick Vogel und Professor Volker Behr. In ihrer Masterarbeit erforscht sie das Verfahren genauer mit dem Ziel, die Technik weiter zu verbessern. Dafür wurde sie jetzt auf einer internationalen Tagung in Singapur mit dem Paul-Callaghan-Young-Investigator-Award ausgezeichnet.

    Johanna Günther hat im Rahmen ihrer Masterarbeit systematisch die Signalantworten verschiedener magnetischer Partikel in unterschiedlichen Umgebungen untersucht. Anschließend hat sie die dabei gewonnen experimentellen Ergebnisse ausgewertet und mit Simulationen und theoretischen Erwartungen verglichen. Dabei zeigte sich, dass erhebliche Teile der verwendeten Software neu entwickelt oder mindestens an die neue Fragestellung angepasst werden mussten. Auch darum hat sich Johanna Günther gekümmert. Für die großen Fortschritte, die sie dabei erzielte, wurde sie jetzt ausgezeichnet.

    Erfolg in einem starken Wettbewerb

    In dem Wettbewerb, der dieses Jahr an der Singapore University of Technology and Design (SUTD) stattfand, konnte Johanna Günther sich gegen acht andere Finalistinnen und Finalisten aus sieben weiteren Ländern durchsetzen. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass sämtliche ihrer Konkurrenten mindestens an ihren Doktorarbeiten arbeiten oder zum größten Teil sogar bereits Postdocs sind. 

    Das Preiskomitee würdigte im Speziellen die für den Rahmen einer Masterarbeit sehr umfassenden Untersuchungen, die Johanna Günther durchgeführt hat, und den wissenschaftlich und stilistisch herausragenden Vortrag. Der Bekanntgabe der Siegerin sowie die Preisübergabe fanden im Rahmen eines Galadinners am vorletzten Abend der Konferenz statt. Neben einem Preisgeld von 1.000 Euro wurde auch eine der wenigen originalsignierten Ausgaben des Buchs zur Diffusionsmessung mittels magnetischer Kernspinresonanz von Paul Callaghan, dem zu Ehren nach seinem Tod im Jahr 2012 der Preis benannt wurde, überreicht.

    Johanna Günther bleibt der Wissenschaft und dem Team am Lehrstuhl für Experimentelle Physik 5 der Universität Würzburg auch in den kommenden Jahren erhalten. Nach dem Abschluss ihrer Masterarbeit wird sie dort im Rahmen einer Doktorarbeit weiter an magnetischen Partikeln forschen.

    Der Paul-Callaghan-Young-Investigator-Award

    Der Paul-Callaghan-Young-Investigator-Award ist eine Auszeichnung der „Division of Spatially Resolved Magnetic Resonance“ (SRMR) des Groupement AMPERE für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Bereich der Magnetischen Kernspinresonanz und verwandter Disziplinen. Er wird seit 1999 alle zwei Jahre im Rahmen der International Conference on Magnetic Resonance Microscopy (ICMRM) in einem zweistufigen Verfahren vergeben. Der Preis ist seit 2013 nach einem der Pioniere der Diffusionsmessung mittels Kernspintomographie, dem neuseeländischen Physiker Sir Paul Callaghan benannt. Paul Callaghan lag als Gründungsmitglied der SRMR insbesondere die Nachwuchsförderung immer besonders am Herzen.

    Kontakt und Info

    Prof. Dr. Volker Behr, Experimentelle Physik 5, Universität Würzburg, T + 49 931 31-85766, volker.behr@uni-wuerzburg.de

    Johanna Günther, Experimentelle Physik 5, Universität Würzburg, T +49 931 31-82110, johanna.guenther@physik.uni-wuerzburg.de

    Pressemitteilung über die Publikation von Dr. Patrick Vogel

    Weitere Bilder

    Von Volker Behr / Gunnar Bartsch

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