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    Mozart trifft Künstliche Intelligenz

    01.06.2021

    Kann eine Künstliche Intelligenz ein Stück von Mozart anhand einer kurzen Sequenz erkennen? Wie würde sie auf Basis dieser Sequenz weiterkomponieren? Die Antworten darauf gibt die neue Ausstellung „Mozart & KI“.

    Das Teilprojekt Mozart-Genom stammt aus der Universität Würzburg.
    Das Teilprojekt Mozart-Genom stammt aus der Universität Würzburg. (Bild: Mozart & KI)

    Das Würzburger Mozartfest feiert 2021 sein 100-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass haben sich Projektteams aus Würzburg und Weimar mit einer sehr speziellen Frage beschäftigt: Wie lassen sich die Kreativität, für die Mozart steht, und berechenbare, unemotionale Algorithmen der Künstlichen Intelligenz (KI) miteinander verbinden?

    Kann zum Beispiel ein Algorithmus den Urheber eines Musikstückes anhand einer kurzen Sequenz bestimmen? Reicht diese Sequenz, damit die KI das Stück im Sinne des Originals weiterkomponiert? Wie ähnlich sind Werke von Mozart und Wagner aus Sicht einer KI? Die „Mozart Jukebox“ gibt eine Antwort darauf. Sie zeigt auch, wie ein Computer Musik interpretiert. Und wie klingt wohl Musik, die vom Schwarmverhalten von Vögeln inspiriert wurde?

    Das und mehr lässt sich ab sofort bis 26. Juni 2021 im M Pop-Up Würzburg in der Plattnerstraße 14 in einer Plakatausstellung erfahren und mit einer App ausprobieren. Am Mittwoch, 2. Juni, stehen die Projektverantwortlichen vor Ort für Fragen bereit. Die Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo und Do von 11 bis 20 Uhr, Di, Mi, Fr und Sa von 11 bis 17 Uhr.

    Webseite M Pop-up // Raum für Mozart

    Universität steuert „Mozart-Genom“ bei

    An dem Projekt haben Teams der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg, der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, des Steinbeis-Instituts sowie ein freier Komponist aus Weimar mitgearbeitet.

    Von der JMU stammt das Teilprojekt „Mozart-Genom“: Es widmet sich mit Hilfe von KI der Frage, was Stücke von Komponisten wie Mozart so besonders macht. Initiiert wurde es von den Professoren Andreas Hotho, Leiter des Lehrstuhls für Data Science, und Ulrich Konrad, Leiter des Lehrstuhls für Musikwissenschaft I.

    Die Data-Science-Experten Daniel Schlör und Padraig Davidson haben mit den Informatik-Master-Studenten Bojan Todorkov, Pascal Janetzky, Luca Anteunis und Alexander Ehrlich eine App entwickelt, die Interessierten einen spielerischen Zugang zu den Themen klassische Musik, Komposition und KI bieten soll. Die App ist ab sofort in der Augmented Reality App „Mozart & More“ (nur für Mobilgeräte) verfügbar. Letztere wird von der Vogel Stiftung Würzburg unterstützt.

    Zur App: https://app-mozartfest.augmented-art.de

    Stimmen von Förderern

    Gefördert wird das Gesamtprojekt Mozart & KI von der Bayerischen Sparkassenstiftung. Deren Vorstandsvorsitzender Professor Ulrich Reuter sagt zur Fördermotivation: “Wir haben mit diesem Vorhaben zum wiederholten Mal ein Projekt initiiert und gefördert, das die Verbindung von Algorithmen mit Kunst und Kreativität aufzeigt. Damit wollen wir die Beschäftigung unserer Bürger mit ihrem Verhältnis zu Künstlicher Intelligenz anregen und den gewinnbringenden Einsatz intelligenter Automation in unserer Gesellschaft diskutieren.”

    „Die Universität Würzburg ist einer der KI-Knotenpunkte, die vom Freistaat Bayern gefördert werden. Es freut uns, dass KI mit diesem Projekt auch in die breite Bevölkerung getragen wird und Menschen anregt, sich spielerisch Künstlicher Intelligenz zu nähern“, sagt Gunther Schunk, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Würzburg AG. Diese Initiative begleitet das Projekt Mozart & KI über die Wuerzburg Web Week organisatorisch.

    Von Robert Emmerich

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