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    Mit neun Fragen zum China-Experten

    12.02.2019 | STUDIUM & LEHRE
    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars mit ihren Seminarleitern. Links im Bild: Doris Fischer, Inhaberin des Lehrstuhls China Business and Economics.
    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars mit ihren Seminarleitern. Links im Bild: Doris Fischer, Inhaberin des Lehrstuhls China Business and Economics. (Bild: Gunnar Bartsch / Universität Würzburg)

    Sinologie-Studierende der Universität Würzburg haben ein Brettspiel mit digitalen Elementen entwickelt, in dem sich alles um China dreht. Jetzt laufen die Verhandlungen mit einem professionellen Spiele-Verlag.

    Wer in China zum ersten Mal von Bekannten nach Hause eingeladen wird, kommt wahrscheinlich schnell ins Grübeln. Sollte man vor Betreten des Wohnzimmers die Schuhe ausziehen – oder wird gerade das als extreme Unhöflichkeit empfunden? Oder muss zuallererst der Gastgeber herzlich und dankbar umarmt werden, weil er sich sonst zurückgesetzt und missachtet fühlt? Solch kulturelle Hürden können unbedarfte Besucher schnell in die Verzweiflung treiben. Gut, wenn Sie vorher das Brettspiel gespielt haben, das Studierende der Universität Würzburg entwickelt haben. Denn dann wüssten sie: Schuhe auszuziehen ist beim Besuch einer Privatwohnung in China Pflicht.

    Drei Masterstudiengänge beteiligt

    Ein Semester lang haben 20 Studierende der Masterstudiengänge Chinese Studies, China Business and Economics sowie China Language and Economy an dem Spiel getüftelt. Von der Suche nach der zündenden Idee über die Ausstattung mit digitalen Elementen, vom Design bis zur Verpackung, von der Werbung bis zur Suche nach einem Verlag haben sie dabei alle Entwicklungsschritte eigenständig und in eigener Verantwortung durchgeführt – betreut von den beiden Seminarleitern Maximilian Dullo und Anna-Katharina Schaper.

    „Ziel dieses Seminars ist es, wirtschaftliche Aspekte und Chinafähigkeit unter einen Hut zu bringen und dann praktisch umzusetzen“, erklärt Maximilian Dullo, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl China Business and Economics. Während Teilnehmerinnen und Teilnehmer früherer Seminare beispielsweise die Wünsche chinesischer Touristen an einen Besuch in Würzburg erforschten, lautete diesmal also die Aufgabe, ein Spiel zu entwickeln. Der praktische Ansatz und die Arbeit an einem konkreten Projekt seien dabei mindestens so wichtig wie die Aufgabe, Wissen zu vermitteln und Vorurteile abzubauen, so Dullo.

    Mit Glücksrad und QR-Code

    Neun Puzzleteile, die zusammengesetzt den Umriss Chinas wiedergeben, zahlreiche Fragekärtchen in unterschiedlichen Kategorien und eine Art Mini-Glücksrad, an dem Spielerinnen und Spieler die Kategorie „erdrehen“, aus der sie die nächste Frage gestellt bekommen: Diese Bestandteile bilden die analoge Seite des Brettspiels. Im Angebot sind Fragen zur Geschichte Chinas, zu Sprache, Geographie und Essen, zum Alltagsleben der Chinesen und zu berühmten Persönlichkeiten. Das allein war den studentischen Entwicklern allerdings zu wenig. Sie wollten mit zusätzlichen digitalen Features dem Spiel einen zeitgemäßen Charakter verleihen und zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.

    Und so findet sich jetzt auf jeder Fragekarte ein QR-Code, der mit dem Smartphone eingelesen werden muss – „eine äußerst wichtige Fähigkeit für einen Aufenthalt in China“, wie eine Studentin bei der Vorstellung des Spiels sagte. Der Code führt zum einen zur richtigen Antwort, zum anderen finden sich dort in der Regel aber auch zusätzliche Informationen und Beigaben. Beispielsweise ein Video, auf dem eine Menschengruppe zu sehen ist, die Tai-Chi-Übungen ausführt. Es ihnen gleichzutun ist für die Spielerinnen und Spieler eine Aufgabe in der Kategorie „Aktivity“. Gleichzeitig bietet dieser digitale Weg zur Antwort die Möglichkeit, deren Inhalte bei Bedarf zu aktualisieren und neuen Gegebenheiten anzupassen – ein wichtiger Aspekt, „weil China sich so schnell verändert“.

    Verhandlungen mit Verlag laufen

    Aktuell stehen die Studierenden mit einem auf Spiele spezialisierten Verlag in Verhandlungen. Sollten die Tester dort zu einem positiven Urteil gelangen, steht einer Produktion nichts mehr im Wege. Doris Fischer, Inhaberin des Lehrstuhls China Business and Economics der JMU, hofft sehr, dass schon bald ein Produkt vorliegt, das im Handel erhältlich sein wird. Schließlich sei das Spiel „ein unterhaltsamer Weg, mehr über China zu erfahren“, wie sie sagt. Ihren Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern attestierte sie deshalb bei der Abschlusspräsentation: „You did a wonderful job!“

    Kontakt

    Prof.Dr. Doris Fischer, Lehrstuhl für China Business and Economics
    T: +49 931 31-89101, doris.fischer@uni-wuerzburg.de

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