Intern
  • Studierende im Hörsaal bei einer Vorlesung.

Hochschulwahl erstmals digital

13.07.2021

Erstmals fand die Hochschulwahl an der Uni Würzburg digital statt. Der personelle Aufwand ist dadurch deutlich kleiner geworden. Wahlamtsleiter Stefan Wettengel fasst das in Zahlen.

Bei Clipdealer gekauft. Darf von der Pressestelle verwendet werden. Nicht an Dritte weitergeben.
Bei Clipdealer gekauft. Darf von der Pressestelle verwendet werden. Nicht an Dritte weitergeben. (Bild: Universität Würzburg)

Vom 29. Juni 2021 bis 1. Juli 2021 wurden die Hochschulwahlen der Uni Würzburg erstmals elektronisch durchgeführt. Die Beschäftigten und die Studierenden bestimmten, wer ab 1. Oktober 2021 ihre Belange im Senat und in den Fakultätsräten vertritt. Die Studierenden wählten auch ihre Vertreterinnen und Vertreter für den studentischen Konvent.

Diese „große“ Wahl findet alle zwei Jahre statt. In den Jahren dazwischen gibt es die „kleine“ Wahl. Hier sind nur die Studierenden zur Stimmabgabe aufgerufen, denn ihre Vertretungen werden nur für ein Jahr gewählt. Das soll gewährleisten, dass das Studium durch die ehrenamtliche hochschulpolitische Arbeit in den Gremien nicht zu lange beeinträchtigt wird. Die Vertretungen der anderen Hochschulgruppen werden dagegen für zwei Jahre gewählt.

Nachhaltigerer Umgang mit den Ressourcen

Jahr für Jahr hat die Universität einen großen Aufwand für die Hochschulwahl zu leisten. Für die Organisation und Durchführung ist Stefan Wettengel verantwortlich. Er leitet das Wahlamt der Uni, das im Justiziariat in der Zentralverwaltung angesiedelt ist.

Um den Aufwand zu verringern und auch bedingt durch die Corona-Pandemie, fand die „große“ Wahl 2021 erstmals elektronisch statt. „Das war ein wichtiger Beitrag zur weiteren Digitalisierung und zu einem nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen an der Universität“, sagt Wettengel.

Sechs statt 177 Personen im Einsatz

Bei der letzten „großen“ Hochschulwahl 2019 kamen in zwölf Wahllokalen, die über das ganze Stadtgebiet verteilt waren, 177 Personen zum Einsatz. Das waren 26 Wahlvorstände, 99 Mitarbeitende aus allen Bereichen der Universität, 47 Studierende und fünf Fahrer.

Die Wahlvorstände wurden vor der Wahl geschult, mussten ihre Wahllokale im Vorfeld begehen und am Wahltag die Wahllokale organisieren und die Gebäude beschildern. Die Arbeitsbelastung der an der Wahl beteiligten Personen zog sich größtenteils bis mitten in die Nacht, denn die Stimmen wurden gleich nach der Wahl ausgezählt, um am nächsten Tag ein Ergebnis zu haben.

Ferner mussten der Technische Betrieb und die jeweiligen Hausverwaltungen die Wahllokale im Vorfeld der Wahl mit den nötigen Einrichtungsgegenständen bestücken. Für den Versand der Briefwahlunterlagen waren 25 Mitarbeitende nötig, die an einem Tag alle Unterlagen zum Versand vorbereiteten.

Bei der elektronischen Wahl konnte die Zahl der Personen, die an den Wahltagen zur Verfügung stehen mussten, auf sechs reduziert werden. Der Dank des Wahlamts für außerordentlich gute Zusammenarbeit geht insbesondere an das Rechenzentrum der Universität, an das Universitätsklinikum und die weiteren Stellen, die an der Vorbereitung der Wahl beteiligt waren.

Papier und Porto gespart

Bei der großen Wahl 2019 mussten noch 118.820 Stimmzettel gedruckt und die Umschläge und Unterlagen für 1.716 Briefwähler beschafft und gedruckt werden. Da 2021 auch der Bereich Wahlbenachrichtigung und die Benachrichtigung der Gewählten sowie der weitere Schriftverkehr auf elektronische Kommunikation umgestellt wurde, konnten hier Einsparungen für Porto und Papier im oberen vierstelligen Bereich erzielt werden.

Datensicherheit gewährleistet

Die Wahl wurde mit dem Programm für Online-Wahlen der Firma Polyas durchgeführt. „Dieses Programm entspricht in der von uns genutzten Version den Sicherheitsanforderungen für Wahlprodukte des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnologie und wird mittlerweile auch von anderen Universitäten und Hochschulen eingesetzt“, informiert Stefan Wettengel.

Die Datensicherheit und der Datenschutz wurden und werden durch die Zusammenarbeit mit den an der Universität zuständigen Stellen gewährleistet. Mit diesem Programm konnten Einsparungen (ohne Personal) von über 60 Prozent erzielt werden.

Für die Zukunft wird die Beibehaltung der elektronischen Wahl angestrebt.

Wahlbeteiligung: Ein Auf und Ab

Die Wahlbeteiligung hat sich im Vergleich zur „großen“ Wahl von 2019 teils erhöht, teils verringert.

Sie betrug bei den 443 wahlberechtigten Professorinnen und Professoren 67,5 Prozent (2019: 69,9 Prozent), bei den 3.916 wahlberechtigten wissenschaftlichen Beschäftigten 31,2 Prozent (2019: 16,6 Prozent), bei den 1.673 wahlberechtigten sonstigen Beschäftigten 37,4 Prozent (2019: 40,5 Prozent) und bei den 26.845 wahlberechtigten Studierenden 13,7 Prozent (2019: 11,6 Prozent).

Zusammensetzung des neuen Senats

Bei den Hochschulwahlen 2021 wurde ein neuer Senat für die Amtszeit ab 01.10.2021 gewählt. Von den Professorinnen und Professoren wurden gewählt: Holger Braunschweig, Katrin Heinze, Karl Mannheim, Markus Sauer, Barbara Schmitz und Christoph Teichmann. In den Senat gewählt wurden außerdem: Volker Behr für die Gruppe der wissenschaftlich Beschäftigten, Ljubica Lozo für die Gruppe der sonstigen Beschäftigten sowie Stella Gaus und Ingo Heide für die Studierenden.

Die Amtszeit dauert für die Studierenden bis 30.09.2022, für die anderen Gewählten bis 30.09.2023.

Die Ergebnisse der Hochschulwahl 2021 finden Sie auf den Webseiten des Wahlamtes

Zurück