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    Gute Lehre bei Jorit Wintjes

    15.12.2020

    Das Wissenschaftsministerium hat Jorit Wintjes mit dem „Preis für gute Lehre“ ausgezeichnet. Der Professor am Lehrstuhl für Alte Geschichte engagiert sich in der Lehre für die Verbindung von Theorie und Praxis.

    Professor Jorit Wintjes am Lehrstuhl für Alte Geschichte wurde mit dem „Preis für gute Lehre“ des Wissenschaftsministeriums ausgezeichnet.
    Professor Jorit Wintjes am Lehrstuhl für Alte Geschichte wurde mit dem „Preis für gute Lehre“ des Wissenschaftsministeriums ausgezeichnet. (Bild: privat)

    Professor Jorit Wintjes lehrt am Institut für Geschichte der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und unterrichtet Studierende in verschiedenen historischen Studiengängen sowie in den „Digital Humanities“. Er bietet Lehrveranstaltungen in Lehramtsstudiengängen sowie im Bachelor- als auch im Masterstudium zu klassischen Themen der Alten Geschichte an, wie beispielsweise zu Cäsar oder dem Peloponnesischen Krieg.

    Die Philosophische Fakultät und ihre Studierenden bescheinigen dem Dozenten für Alte Geschichte Bestnoten für die Verbindung von Theorie und Praxis in der Lehre: Wintjes verschaffe den Teilnehmenden nicht nur einmalige Studienerlebnisse, sondern erziele auch ausgezeichnete Lernerfolge.

    Spartanische Schlachtordnung im Hofgarten der Residenz

    Vorgeschlagen hat den Preisträger die Fachschaftsvertretung der Philosophischen Fakultät, deren sehr positives Votum Studiendekanin Professor Maria Eisenmann in ihrer Stellungnahme unterstreicht. Die Evaluationsergebnisse der Lehrveranstaltungen belegen, dass Wintjes nicht nur seine Lehrveranstaltungen mustergültig vorbereitet, sondern sie auch auf einem hervorragenden fachwissenschaftlichen und didaktischen Niveau, gleichermaßen mit theoretischem Anspruch und Praxisbezug, durchführt. Insbesondere in den Übungen von Jorit Wintjes mit Simulationen zur historischen beziehungsweise Konfliktsimulation könnten die Teilnehmenden wichtige Schlüsselkompetenzen wie Teamkompetenz erwerben.

     „Seine Simulationsblöcke bereitet er über Wochen akribisch vor und führt die raumgreifenden Veranstaltungen über ein halbes Stockwerk im Südflügel der Residenz durch. Das Funktionieren der spartanischen Schlachtordnung wird den Studierenden nicht nur anhand von Texten und Bildern erläutert, sondern auch durch gemeinsames Nachstellen im Hofgarten der Residenz“, so Maria Eisenmann.

    Mit Enthusiasmus und gutem Sinn für Humor

    Die Studierenden loben in ihren Kommentaren besonders die motivierende Lernatmosphäre und die hohe Fachkompetenz, den Enthusiasmus und den guten Sinn für Humor sowie den begeisternden und eingängigen Vortragsstil des Dozenten. Zur Veranschaulichung des Stoffes setzt der Historiker Bildmedien wie Filmszenen und Cartoons, aber auch Witze ein.

    Immer wieder wird die jeweils besuchte Lehrveranstaltung als „beste“ oder als „Lieblingsvorlesung“ des jeweiligen Semesters oder des ganzen Fachs eingestuft. „Hier wird Geschichte lebendig! Herr Dr. Wintjes zählt zu meinen größten Vorbildern“, so ein Student.

    Vorlesung in voller Legionärsuniform

    Die Studierenden geben dem Unterricht von Jorit Wintjes Bestnoten wie „didaktisch, inhaltlich und organisatorisch in jeglicher Hinsicht hervorragend“. Auch loben sie ausdrücklich seine mitreißende Art der Lehrstoffvermittlung, die Studierende aller Semester begeistere. Die Themen seiner Lehrveranstaltungen seien nicht starr an den Anforderungen von Prüfungsordnungen orientiert, sondern durch die Kombination seiner Forschung mit originellen Lehrmethoden bestens geeignet, eigenständige und vielseitige Forschungstätigkeiten von Studierenden zu fördern und zu unterstützen. „Durch die lehrstuhl- und institutsübergreifende Ausrichtung einiger meiner Kurse versuche ich, eine klassische geisteswissenschaftliche Disziplin mit neuen Lehr- und Forschungsmethoden des Studiengangs Digital Humanities zu verknüpfen“, erklärt der Dozent nach der Bekanntgabe des Lehrpreises.

    Als besonders gelungenes Beispiel bezeichnen die Studierenden die Seminare zum Thema Konfliktsimulation, die großen Anklang fänden und den Studierenden historische Zusammenhänge europäischer Konflikte in einer einzigartigen und zukunftsorientierten Weise näherbringen würden. Dabei ist Anschaulichkeit immer ein Hauptziel: „Zur Verdeutlichung bestimmter Aspekte der römischen Geschichte habe ich auch schon Vorlesungen in voller Legionärsausrüstung gehalten“, berichtet der Althistoriker.

    Immer ein offenes Ohr für studentische Vorschläge und Anregungen

    In ihrer Begründung würdigen die Studierenden auch das Talent des Dozenten, sowohl breites Überblickswissen zu vermitteln, was im Hinblick auf den weiteren Studienverlauf essenziell sei, als auch den Blick für das Detail zu schärfen. Wintjes gelinge es, die Inhalte von Seminaren und Vorlesungen klar und verständlich zu strukturieren, zu „portionieren“ und vorzubereiten, sodass auch schwierigste Passagen stets nachvollziehbar sind.

    Zudem schätzen die Studierenden sehr, dass dank Wintjes` hervorragenden Zeitmanagements immer genügend Gelegenheit bleibe, studentische Fragen aufzugreifen und ausführlich zu klären. Auch erhielten die Studierenden umfassende und konstruktive Rückmeldung auf ihre eigene Leistung. Sowohl für Fragen von Studierenden als auch für Vorschläge und Anregungen der Fachschaftsvertretung habe der Dozent immer ein offenes Ohr.

    Gute Lehre auch im digitalen Lehrbetrieb

    Den mit 5.000 Euro dotierten Lehrpreis verleiht das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst jedes Jahr an Dozentinnen und Dozenten bayerischer Universitäten. Wie das Ministerium in einer Pressemitteilung vom 6. Dezember 2020 bekanntgab, wurde für 2019 von der Universität Würzburg neben Jorit Wintjes auch Professorin Barbara Schmitz ausgezeichnet, die den JMU-Lehrstuhl für Altes Testament und biblisch-orientalische Sprachen leitet.

    Mit der Umstellung auf einen digitalen Lehrbetrieb im Sommersemester 2020 hat sich auch für Jorit Wintjes einiges in seinen Lehrveranstaltungen geändert. „Derzeit lassen sich weder großangelegte Simulationen noch praktische Übungen im Freien durchführen; zudem schränken die reduzierten Kontaktmöglichkeiten mit den Studierenden in Zeiten von social distancing den Einsatz alternativer Unterrichtsformen deutlich ein. Daher entwickele ich derzeit Formate, die es ermöglichen sollen, bisherige Ansätze wenigstens teilweise in der digitalen Lehre fortzuführen.“ Der Einsatz moderner home-office-Anwendungen habe sich hier bislang als sehr hilfreich erwiesen und es dem Dozenten ermöglicht, fortgeschrittene Studierenden nicht nur an konkrete Forschungsprojekte heranzuführen, sondern sie auch direkt in wissenschaftliche Arbeiten einzubinden. „Gerade von diesen Erfahrungen werden meine Veranstaltungen auch nach der Rückkehr zum Präsenzunterricht – hoffentlich! – weiter profitieren.“

    Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger an der Universität Würzburg Lehrpreise - Universität Würzburg (uni-wuerzburg.de)

    Kontakt

    Prof. Dr. Jorit Wintjes, Lehrstuhl für Alte Geschichte, Universität Würzburg, jorit.wintjes@uni-wuerzburg.de, T +49 931 31-80272

    Von Annette Popp

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