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Gleichstellungspreis für den HCI Mentoring Circle

16.05.2023

In Anerkennung der Verdienste um die Gleichstellung an der JMU wurde auf dem Stiftungsfest 2023 der Gleichstellungspreis an das Team des HCI Mentoring Circle verliehen.

Der Gleichstellungspreis der JMU ging an den HCI Mentoring Circle. Professorin Carolin Wienrich (rechts) und Dr. Astrid Carolus (Mitte) nahmen ihn entgegen. Die Laudatio hielt Vizepräsidentin Anja Schlömerkemper.
Der Gleichstellungspreis der JMU ging an den HCI Mentoring Circle. Professorin Carolin Wienrich (rechts) und Dr. Astrid Carolus (Mitte) nahmen ihn entgegen. Die Laudatio hielt Vizepräsidentin Anja Schlömerkemper. (Bild: Rudi Merkl / Universität Würzburg)

Durch die Verleihung des Gleichstellungspreises würdigt die Julius-Maximilians-Universität Würzburg alle zwei Jahre Mitglieder der Universität, die durch innovative Aktivitäten oder strukturelle Maßnahmen dazu beitragen oder beigetragen haben, die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft sowie die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie zu fördern.

2023 wird der HCI Mentoring Circle mit dem Gleichstellungspreis ausgezeichnet – eine Initiative der Sprecherinnen Prof. Dr. Carolin Wienrich und Dr. Astrid Carolus, unterstützt von Nachwuchswissenschaftlerinnen. Beide Sprecherinnen forschen und lehren im Bereich der Human-Computer-Interaction und leiten die Forschungsgruppe AI Psychology.

Blick auf alle Karriere- und Qualifizierungsstufen

Besonders am HCI Mentoring Circle ist der ganzheitliche Blick auf alle Karriere- und Qualifizierungsstufen mit dem Ziel, die einzelnen Statusgruppen als Glieder einer in sich greifenden „Mentorinnen-Kette“ zu begreifen und miteinander zu verknüpfen, um die Zusammenarbeit zwischen Frauen in der HCI zu stärken, Rollenvorbilder auf jeder Qualifizierungsstufe zu installieren und damit den Frauenanteil in einem männlich dominierten Fachbereich dauerhaft zu erhöhen.

Dabei setzt der HCI Mentoring Circle schon vor Studienbeginn an: In Projekten mit Schulen soll Interesse für den Bereich geweckt werden, interessierte Schülerinnen können Praktika im Fachbereich absolvieren.

Studentinnen werden als Hilfskräfte gefördert und diejenigen, die sich besonders für das wissenschaftliche Arbeiten interessieren, erhalten die Möglichkeit, ihre Arbeiten bei Kongressen vorzustellen und an ersten Publikationen mitzuarbeiten. Insbesondere hier soll auch das mit dem Gleichstellungspreis verbundene Preisgeld eingesetzt werden: in Form von Zuschüssen zu Tagungsteilnahmen und Publikationen.

Besonders viele Wissenschaftlerinnen verlassen in der Promotions- und Postdoc-Phase das universitäre Umfeld und orientieren sich alternativ. Um diese vulnerable Phase bestmöglich zu begleiten, bietet der HCI Mentoring Circle besonders Doktorandinnen die Möglichkeit, mit erfahrenen Wissenschaftlerinnen frühzeitig fachliche Entwicklungspotentiale zu besprechen, aber gleichzeitig auch auf die psychosozialen Funktionen von Mentoring wie bspw. die Entwicklung eines beruflichen Selbstbewusstseins aufzubauen. Im Sinne des Coachingansatzes steht das Empowerment der Doktorandinnen im Fokus, sodass ihnen Maßnahmen nicht vorgegeben, sondern sie in der Entwicklung ihrer eigenen Lösungen begleitet, unterstützt und gefördert werden.

Nachahmenswerte Struktur geschaffen

Mit ihrem persönlichen Engagement tragen Carolin Wienrich und Astrid Carolus nicht nur in ihrem engen wissenschaftlichen Umfeld zur Förderung der Gleichstellung in der Wissenschaft bei, sondern haben mit dem Aufbau des HCI Mentoring Circle eine dauerhafte und nachahmenswerte Struktur geschaffen, die Wissenschaftlerinnen Möglichkeiten bietet, ihr Potential voll zu entfalten und sich durch den Rückhalt eines Netzwerks aus Wissenschaftlerinnen aller Statusgruppen auch in schwierigen Phasen einer wissenschaftlichen Karriere zu behaupten.

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