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    Gleichstellungspreis für Women@WiWi

    14.05.2019

    Das Netzwerk Women@WiWi der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät erhielt beim Stiftungsfest 2019 den mit 3.000 Euro dotierten Gleichstellungspreis der Universität.

    Nach der Verleihung des Gleichstellungspreises an die Initiative Women@Wiwi: Unipräsident Alfred Forchel mit Lisa Geißendörfer, Anna-Katharina Schaper, Vanessa Friedrich, Mona Schömig und Laudatorin Marie-Christine Dabauvalle (v.r.)
    Nach der Verleihung des Gleichstellungspreises an die Initiative Women@Wiwi: Unipräsident Alfred Forchel mit Lisa Geißendörfer, Anna-Katharina Schaper, Vanessa Friedrich, Mona Schömig und Laudatorin Marie-Christine Dabauvalle (v.l.) (Bild: Rudi Merkl)

    Das Netzwerk Women@WiWi setzt sich seit seiner Gründung im Juni 2017 für die Stärkung der Chancengleichheit und die Erhöhung des Frauenanteils an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ein. Zurzeit wird das Netzwerk von Vanessa Friedrich (BWL l), Mona Schömig (BWL l), Lisa Geißendörfer (VWL l) und Anna-Katharina Schaper (CBE) geführt, die sich gemeinsam neben ihren vielfältigen anderen Aufgaben in herausragender Weise für das Projekt und seine Ziele einsetzen.

    Durch die Intensivierung des Kontakts zwischen Studierenden, Promovierenden sowie Professorinnen und Professoren sollen Studentinnen frühzeitig über die Möglichkeiten einer wissenschaftlichen Karriere im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften informiert und zum Einstieg als studentische Hilfskräfte oder wissenschaftliche Mitarbeiterinnen motiviert werden. Die Leiterinnen des Netzwerks fungieren dabei gemeinsam mit ihren Kolleginnen persönlich als Role Models, die weibliche Studierende ermutigen und inspirieren. Die Finanzierung der Aktivitäten von Women@WiWi erfolgt aus den Gleichstellungsmitteln der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowie aus selbst eingeworbenen Sponsorengeldern.

    Projektseminar bildete den Auftakt

    Ausgangspunkt der Aktivitäten des Netzwerks war das von den Initiatorinnen im Wintersemester 2017/18 durchgeführte Projektseminar „Business Case Gender Diversity“, das eine Bestandsaufnahme der Fakultät hinsichtlich Gleichstellung machte. Es wurden Best Practices bei Hochschul- und Forschungseinrichtungen im Hinblick auf Gender Diversity in Deutschland und Europa identifiziert und konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet, die eine Erhöhung des Anteils von Frauen in wissenschaftlichen Positionen maßgeblich fördern.

    Inzwischen wurden die ersten Maßnahmen umgesetzt. So veranstaltete das Netzwerk Mitte 2018 erstmalig einen Women@WiWi Day, an dem alle relevanten Zielgruppen zur Sensibilisierung für die Aufgabe, zur Information, zur Qualifizierung und zum Austausch untereinander zusammengebracht wurden. In einem inter­aktiven Parcours wurden Studentinnen über den Ablauf und die Perspektiven einer Promotion beraten, um ihnen mögliche Bedenken zu nehmen. Außerdem wurden Lebens- und Karrierewege von Doktorandinnen der Fakultät vorgestellt.

    Zur spielerischen Sensibilisierung der Teilnehmenden wurde ein Workshop durchgeführt. In Kleingruppen konnten Chancen und Herausforderungen für Frauen und Männer im beruflichen Werdegang nachvollzogen werden. Abschließend fand eine Podiumsdiskussion im Audimax zum Thema „Frauen in Männerdomänen – Gender Competence oder Gender Competition“ statt. Eine Wiederholung der Veranstaltung im jährlichen Zyklus ist vorgesehen.

    Als weitere Maßnahme bietet das Netzwerk regelmäßig offene Treffen für Doktorandinnen und Promotionsinteressierte an. Im Rahmen eines sogenannten „Speed-Datings“ konnten sich Studentinnen mit Doktorandinnen und Lehrenden der Fakultät in kurzen Gesprächsblöcken rund um das Thema Promotion und Karriere in der Wissenschaft austauschen. Durch solche Gespräche auf Augenhöhe werden mentale Hürden beseitigt und Entwicklungspfade für Frauen in der Wissenschaft in ihrer Chancenvielfalt eröffnet.

    Förderprogramm für Studentinnen

    Nicht nur Information und Motivation sind wichtig. Das Netzwerk entwickelte ein Förderprogramm, durch das Studentinnen an Lehrstühlen ihrer Wahl sieben Monate lang als studentische Hilfskräfte aus Gleichstellungsmitteln finanziert wurden. Zielsetzung war, dass die geförderten Studentinnen anschließend von den Lehrstühlen weiter finanziert werden. Dieses Ziel wurde absolut erfüllt.

    Insgesamt erhöhte sich die Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät von 22 im Sommersemester 2018 auf 27 im Wintersemester 2018/19. Das Gleichstellungsnetzwerk Women@WiWi hat dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet.

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