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    Gesellschaft für Virologie tagt in Würzburg

    06.03.2018 | TAGUNGEN
    Schematische Darstellung von Viren. (Bild: Fotolia.com)

    Viren, hier schematisch dargestellt, stehen im Mittelpunkt einer Tagung in Würzburg. (Bild: Fotolia.com)

    Vereint im Kampf gegen Viruskrankheiten: Rund 1.000 Virologen treffen sich vom 14. bis 17. März an der Universität Würzburg. Der Forschungsnachwuchs steht bei der Tagung stark im Mittelpunkt.

    Von Mittwoch bis Samstag, 14. bis 17. März 2018, findet in Würzburg die 28. Jahrestagung der Gesellschaft für Virologie (GfV, Society for Virology) gemeinsam mit der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV, German Association for the Control of Virus Diseases) statt.

    Zu dieser für Virologen wichtigsten Veranstaltung im deutschsprachigen Raum werden rund 1.000 Wissenschaftler auf dem Hubland-Campus im Hörsaalzentrum Z6 erwartet. Sie stellen neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus allen Bereichen der Virologie vor.

    Kongress will junge Wissenschaftler fördern

    „Ein wichtiges Ziel des Kongresses ist es, jungen Wissenschaftlern eine Plattform zu bieten, um ihre Forschungen und Ideen vorzustellen und mit erfahrenen Virologen zu diskutieren“, betont Kongresspräsident Professor Lars Dölken. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Virologie und Leiter des Virusdiagnostik-Labors der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU).

    Außer den vier großen Plenarsitzungen werden die Workshops fast ausnahmslos von Nachwuchswissenschaftlern geleitet. „Zudem haben wir eine Plenarsitzung vorgesehen, in der die GfV-Arbeitskreise, die von Nachwuchswissenschaftlern organisiert und geleitet werden, ihr Angebot darstellen.

    Diese Sitzung richtet sich an Doktoranden und Postdoktoranden mit dem Ziel, wissenschaftlichen Austausch und Vernetzungen zu ermöglichen und zu fördern. Nach der Präsentation der Arbeitskreise erläutern erfahrene Wissenschaftler in einer offenen Fragerunde, wie man erfolgreich Drittmittel zum Beispiel bei der DFG einwirbt“, so Dölken.

    HIV, Ebola, Zytomegalie & Co.

    Das wissenschaftliche Programm wird ein breites Themenspektrum der Virologie mit Fachvorträgen, Workshops und Poster-Sessions abdecken. Viele Beiträge befassen sich mit „großen“ Virusinfektionen wie HIV, Influenza, Hepatitis und Herpes. Andere stellen ihre Arbeiten über tropische Viren wie Ebola und Zika vor.

    Ein weiterer Fokus liegt auf neuen Technologien, etwa auf der Hochdurchsatz-RNA/DNA-Sequenzierung oder der Super-Resolution-Mikroskopie für die Analyse von Wechselwirkungen zwischen Viren und ihren Wirten. Unter anderem gibt es Vorträge über den Einsatz von Hochdurchsatzverfahren zur Entdeckung neuer krankheitserregender Viren, zur Resistenztestung bei HIV-Infektionen und für epidemiologische Untersuchungen bei Infektionen mit Zytomegalieviren.

    Zytomegalieviren können während einer Schwangerschaft von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden und dort schwere Schäden auslösen. „Mit der Sequenzierung des Erbguts der Viren, der Mütter und der Kinder verstehen wir zum Beispiel in der Zukunft vielleicht besser, warum manche Kinder schwere Verläufe erleiden, andere aber nicht“, hofft Lars Dölken.

    Veterinärmedizin breit vertreten

    Viren, die für Menschen besonders gefährlich sind, werden oft von Tieren übertragen. Bei der Tagung ist darum auch die Veterinärmedizin breit vertreten. „Von dieser Seite hat es in den vergangenen Jahren zahlreiche exzellente virologische Arbeiten gegeben, insbesondere aus dem Bereich der Impfstoffentwicklung, zum Beispiel gegen Ebola oder MERS-Coronaviren“, sagt Dölken. Aber auch in der virologischen Grundlagenforschung seien die Veterinärmediziner in Deutschland stark aufgestellt.

    Ausbau der Infektionsforschung in Würzburg

    Der Kongresspräsident verweist im Vorfeld der Tagung auf die neuesten sehr positiven Entwicklungen in der Infektionsforschung am Forschungsstandort Würzburg. So wurde 2017 auf dem Biomedizin-Campus die Eröffnung des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) gefeiert. Noch 2018 werden zudem neue Max-Planck-Forschungsgruppen zur Systemimmunologie etabliert.

    „Diese beiden äußerst spannenden Entwicklungen werden zahlreiche international führende Wissenschaftler in der Infektionsforschung und neue Spitzentechnologien nach Würzburg bringen“, ist sich Dölken sicher.

    Website des Virologie-Jahreskongresses: www.virology-meeting.de

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