Intern
  • Vier Studierende auf dem Weg in den Hörsaal.
  • Studierende im Hörsaal bei einer Vorlesung.

Gegenwarts- und Zukunftsfragen

07.05.2019

Das deutschlandweit einzigartige Projekt „Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“ (GSiK) diskutiert an der Universität Würzburg aktuelle interkulturelle Fragestellungen mit gesamtgesellschaftlicher Bedeutung.

Das Lehrprogramm GSiK setzt im Sommersemester unter dem Schlagwort "Diversity" einen neuen thematischen Schwerpunkt.
Das Lehrprogramm GSiK setzt im Sommersemester unter dem Schlagwort "Diversity" einen neuen thematischen Schwerpunkt. (Bild: GSiK / Universität Würzburg)

Die Debatten um die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt und ihre Integration in die Gesellschaft sind allgegenwärtig. Ebenso intensiv wird um die Gestaltung der modernen Gesellschaft und Arbeitswelt gerungen. Dabei geht es nicht nur um Digitalisierungsprozesse. Insbesondere Fragen der Geschlechtergerechtigkeit und der kulturellen Vielfalt sind zentrale Herausforderungen unserer Zeit.

Mit diesen und weiteren interkulturellen Problemstellungen befasst sich das 2008 gegründete und deutschlandweit einzigartige Projekt „Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“ (GSiK) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Zusammen mit 50 kooperierenden Fachbereichen und Einrichtungen an der JMU sowie externen Projektpartnern erarbeitet das GSiK-Projektbüro jedes Semester ein Programm mit über 100 Veranstaltungen in Form von Vorträgen, Workshops, Seminaren und Diskussionen. Weit über 3.500 Studierende nehmen dieses Angebot jedes Jahr wahr.

Diversity, aber wie?

Im Sommersemester 2019 setzt das Projekt unter dem Schlagwort „Diversity“ einen neuen thematischen Schwerpunkt zur kulturellen Vielfalt. „Wir wollen Vielfalt und Heterogenität auf den Grund gehen und die Idee der Diversity aus verschiedenen Blickwinkeln kritisch beleuchten“, erklärt Pädagogin Carina Odenbreit ihren Ansatz bei der Konzeption der Themenreihe.

Am Dienstag, 7. Mai 2019, startet die Themenreihe mit einem einführenden Vortrag von Verena Bruchhagen (18 Uhr, Wittelsbacherplatz). Dem folgen weitere Vorträge und Workshops zu relevanten Perspektiven, die das Feld um kulturelle Vielfalt aufspannen: Wozu brauchen wir Stereotype und welchen Einfluss hat deren mediale Repräsentation? Wie steht es um Teilhabe in unserer Gesellschaft? Ist der Kampf um Diversität immer auch einer um Hegemonie und Macht?

Interkulturalität für Schule und Gesellschaft

Auch die Themenreihe „Interkulturelle Kompetenzen im Klassenzimmer“ wird fortgesetzt. Sie richtet sich an ein breites Publikum, vor allem aber an Studierende des Lehramts sowie an Menschen, die im Bereich Bildung und Erziehung tätig sind, etwa der Vortrag von Professor Jürgen Bolten am Mittwoch, 15. Mai 2019 (18.00 Uhr am Wittelsbacherplatz).

„Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, Jürgen Bolten als einen der einflussreichsten Denker auf dem Gebiet der Interkulturalität für einen Vortrag nach Würzburg zu holen“, erklärt Manuel Neubauer, der für die Themenreihe verantwortlich ist und bei GSiK mit seiner Kollegin Melissa Silva das E-Learning Programm gestaltet.

Das E-Learning-Angebot von GSiK

Mit der Idee, den Studierenden über das GSiK-Programm ein E-Learning-Angebot mit hohem wissenschaftlichem Standard zu bieten, ist im Oktober 2018 der erste Kurs zum Thema „Kultur – was ist das?“ online gegangen. Bereits über 140 Studierende haben sich dafür eingeschrieben.

Mit einem weiteren Kurs zum Thema „Flucht und Asyl“ wird in diesem Semester das methodisch vielfältige E-Learning-Angebot von GSiK erweitert. „Im Kurs werden neben Fluchtursachen, Herkunftsländern und Asylverfahren auch die Themen Flucht und Asyl aus historischer Perspektive und der Umgang der Aufnahmegesellschaft mit Geflüchteten aufgegriffen. Mit diesem breiten Ansatz unterscheidet sich der Kurs von anderen Angeboten“, hebt Melissa Silva hervor, die den Kurs erarbeitet hat.

Die Kurse sind allen Studierenden der JMU per Selbsteinschreibung über WueCampus, der Online-Lernplattform der JMU, zugänglich. Sie können als Seminarpunkt für eines der beiden GSiK-Zertifikate angerechnet werden.

Mit dem Themenfeld Flucht und Asyl beschäftigt sich auch die dritte, große Themenreihe des GSiK-Projekts „Human Care“. In Workshops, Vorträgen und Seminaren werden hier vertiefte Einblicke gerade auch in Themen geboten, die sonst im öffentlichen Diskurs vernachlässigt werden.

Kontakt

Dominik Egger, GSiK-Koordinator, dominik.egger@uni-wuerzburg.de

GSiK-Sekretariat, T +49 931 31-86867, gsik@uni-wuerzburg.de

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