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Förderung für klinische Neurobiologie am UKW

09.07.2024

Die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp unterstützt das Forschungsvorhaben „Grundlagenforschung Angst – Erforschen der Schaltkreise, die bei Angst und Furcht im Gehirn ablaufen“ an der Uniklinik Würzburg mit 10.000 Euro.

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(V.l.): Erhard Frank, Catharina Kipping, Gunther Schunk (alle Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp), Sigrid Kübert (Vogel Communications Group), César Redondo Alañón und Philip Tovote (Universitätsklinikum Würzburg) bei der Spendenübergabe. (Bild: Katrin Walter)

Das „Defense Circuits Lab“ am Institut für Klinische Neurobiologie widmet sich der Erforschung der neuronalen Grundlagen von Angstzuständen. Angst ist eine wichtige Emotion, die als Reaktion auf Bedrohungen entsteht und komplexe Prozesse im Gehirn auslöst. Wenn Angst jedoch unverhältnismäßig starke Reaktionen hervorruft, chronisch andauert oder auf eigentlich harmlose Reize hin entsteht, kann es beim Menschen zu Angststörungen kommen, welche die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

Angststörungen sind die am weitesten verbreiteten neuropsychiatrischen Erkrankungen und können nicht immer effektiv mit medikamentösen oder psychotherapeutischen Maßnahmen gelindert werden. Durch das bessere Verständnis der Hirn-Schaltkreise, die für Angstzustände verantwortlich sind, können neue Behandlungsansätze für Angststörungen entwickelt werden.

Die Entstehung von Angst verstehen

Das Projekt zielt darauf ab, die Aktivität von Nervenzellen im präfrontalen Kortex während Angstzuständen zu analysieren und spezialisierte Zellgruppen zu identifizieren, die an Verhaltensänderungen und Herzaktivitätsanpassungen beteiligt sind. Diese Erkenntnisse könnten zu innovativen Behandlungsmethoden führen, die die Lebensqualität von Menschen mit Angststörungen verbessern. „Durch Kombination optischer und genetischer Methoden können wir heute die Hirn-Netzwerke, die Angst entstehen lassen, sehr genau untersuchen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse bilden die Grundlage, auf der gezielte Netzwerktherapien zur Behandlung von Angststörungen entwickelt werden können“, erläutert Prof. Dr. Philip Tovote die Forschungsmotivation für das Projekt.

„Seit über zwei Jahren ist einer unserer Förderschwerpunkte das Thema mentale Gesundheit, da wir aus vielen Studien wissen, wie stark der psychische Druck gestiegen ist. Auch diese Grundlagenforschung unter Leitung von Prof. Tovote soll helfen, besser zu verstehen wie wir in unserer Gesellschaft damit umgehen und Angst besser entschärfen können“, erläutert Dr. Gunther Schunk, Vorstandsvorsitzender der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp das Engagement: „Außerdem fördern wir mit dem Doktoranten César Redondo Alañón den Forschungsnachwuchs.

Über die Vogel Stiftung

Die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp engagiert sich seit 2000 in den vier Förderfeldern Wissenschaft/Forschung, Medizin/Gesundheitswesen, Bildung und Kultur – ausschließlich zu gemeinnützigen Zwecken in der Region Würzburg. Ihre Ziele sind die Förderung exzellenter Forschung, das Stärken von kulturellen Angeboten und Engagements sowie die Unterstützung von wissenschaftlicher Aus- und Weiterbildung. Die Teilhabe am Leben durch Forschung steht im Mittelpunkt des Handelns der Stiftung.

Von Catharina Kipping

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