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Erfolg mit Robotern und Stolpersteinen

19.05.2026

Am 28. April 2026 wurde in Haßfurt der unterfränkische Realschulpreis verliehen. Die Universität Würzburg war dabei über das Projekt „Teachers as Changemakers“ für die Vergabe von zwei Sonderpreisen verantwortlich.

Einer von zwei Gewinnern der TaC-Sonderpreise: die Stolperstein-AG der David-Schuster-Realschule in Würzburg. Links im Bild: Matthias Erhardt.
Einer von zwei Gewinnern der TaC-Sonderpreise: die Stolperstein-AG der David-Schuster-Realschule in Würzburg. Links im Bild: Matthias Erhardt. (Bild: Nicolas Strobel / MB-Dienststelle Jakob-Stoll-Realschule)

Er ist quasi der „Oscar“ für die 46 Realschulen in Unterfranken: der Unterfränkische Realschulpreis. Alle zwei Jahre zeichnet die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Unterfranken damit außergewöhnliches Engagement und besondere Talente aus für Aktivitäten, die über den normalen Lehrplan hinausgehen. Über die Auswahl entscheidet eine hochkarätig besetzte Jury.

Zwei Sonderpreise wurden in diesem Jahr über das Projekt Teachers as Changemakers (TaC) vergeben – ein Verbundprojekt der Universitäten Würzburg und Bamberg. Die Auszeichnung und das Preisgeld in Höhe von jeweils 500 Euro überreichte Dr. Matthias Erhardt, Geschäftsführer der Professional School of Education der Universität Würzburg.

Preisträger aus Marktheidenfeld und Würzburg

Einer der beiden Preisträger ist die Robotik-Gruppe der Realschule Marktheidenfeld. Das Team überzeugte mit einem innovativen Reinigungsroboter für Solaranlagen. Das Projekt „Saubär“, wie die Schüler den Putzroboter genannt hatten, „verbindet Innovation, Nachhaltigkeit und praktische Forschung. Gleichzeitig zeigt es eindrucksvoll, wie Schülerinnen und Schüler technische Probleme analysieren, Lösungen entwickeln und praktisch umsetzen“, so Matthias Erhardt in seiner Laudatio.

Zweiter Preisträger ist die Stolperstein-AG der David-Schuster-Realschule in Würzburg. Sie wurde mit dem Sonderpreis bedacht, da sie sich „an einer lebendigen Erinnerungskultur beteiligt, die durch zahlreiche Aktionen nicht nur im Klassenzimmer bleibt, beispielsweise beim Vorlesen der Namen deportierter Würzburger Bürgerinnen und Bürgern auf dem jüdischen Friedhof am Volkstrauertag“, wie Erhardt hervorhob.

Mehr als 100 Bewerbungen

Dr. Korinna Thiem koordiniert das Projekt „Teachers as Changemakers” an der Universität Würzburg und war in dieser Funktion Mitglied der Jury. Gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern musste sie aus mehr als 100 Bewerbungen die besten Konzepte auswählen. „Die Bandbreite der ausgezeichneten Projekte war beeindruckend, sie reichte von Umwelt und Vielseitigkeit, über Technik, Soziales und Geschichte bis zu Kunst und Sport“, sagt sie. Allen Projekten seien „das hohe Maß an innovativer Kraft und die gesellschaftliche Relevanz und Reichweite“ gemeinsam gewesen, so Thiem.

Vor rund 200 Gästen wurden die Projekte in einer Gala ausgezeichnet; mit dabei waren Ministerialdirigentin Dr. Christine Modesto, Leiterin der Realschulabteilung im bayerischen Kultusministerium, Wilhelm Schneider, bis zum 30. April 2026 Landrat des Landkreises Haßberge, und Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer.

Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgten das Schulorchester aus Gerolzhofen, die Band der Jakob-Stoll-Schule Würzburg und Solist Richard Ullmann. Ministerialbeauftragter Marcus Ramsteiner betonte zum Abschluss sichtlich stolz: „Diese Schülerinnen und Schüler zeigen Einsatz, der weit über den roten Teppich hinaus in die Gesellschaft wirkt.“

Weitere Informationen

Mehr Informationen zum Realschulpreis gibt es hier.

„Teachers as Changemakers (TaC)“ verfolgt das Ziel, unternehmerisches Denken und Handeln durch Lehrkräfte und Lehramtsstudierende als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an Schulen zu bringen und somit die Welt von Morgen nachhaltig zu verändern. Weitere Informationen gibt es hier.

Kontakt

Dr. Matthias Erhardt, T +49 931 31-83533, und Dr. Korinna Thiem, tac@uni-wuerzburg.de

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Von PSE / Pressestelle JMU

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