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    Drucken wie zu Gutenbergs Zeiten

    12.11.2019

    Wer sich für die Themen Buchdruck, Papierherstellung und Drucken interessiert, sollte sich den 16. November vormerken. Dann findet dazu in der Universitätsbibliothek Würzburg ein Aktionstag mit Kurzführungen statt.

    Zu einer abwechslungsreichen Reise durch die Geschichte des (Würzburger) Buchdrucks lädt die Unibibliothek am 16. November ein.
    Zu einer abwechslungsreichen Reise durch die Geschichte des (Würzburger) Buchdrucks lädt die Unibibliothek am 16. November ein. (Bild: adike / Shutterstock.com)

    Elf Drucker sind im 15. und 16. Jahrhundert in Würzburg bezeugt, Georg Reyser ist wohl der bekannteste unter ihnen. Fürstbischof Rudolf von Scherenberg holte ihn 1479 nach Würzburg. 30 Jahre nachdem Gutenberg den Buchdruck durch seine Erfindung des Druckens mit beweglichen Lettern revolutioniert hatte, zog in Würzburg die moderne Drucktechnik ein.

    Im Laufe der Jahrhunderte entwickelt sich in der Domstadt eine rege Druckertätigkeit, die im 19. Jahrhundert durch die Entwicklung der Schnelldruckpressen das Buch als Massenware für breite Bevölkerungskreise erschloss. Nicht von ungefähr gründeten Friedrich Koenig und Andreas Friedrich Bauer ihre Schnellpressenfabrik in Würzburg, im ehemaligen Kloster Oberzell und legten damit den Grundstein für die heute weltweit operierende Firma Koenig & Bauer.

    Eine Reise durch die Geschichte des Buchdrucks

    Am Samstag, 16. November 2019, findet von 13 bis 18 Uhr in der Universitätsbibliothek Würzburg ein Aktionstag mit Kurzführungen zu den Themen Buchdruck, Papierherstellung und Drucken statt. Die Besucher erwartet an diesem Nachmittag eine abwechslungsreiche Reise durch die Geschichte des (Würzburger) Buchdrucks.

    Im Lesesaal Sondersammlungen werden wertvolle Druckerzeugnisse aus den Sammlungen der Bibliothek präsentiert, angefangen von frühen Drucken wie dem „Missale Herbipolense“ des Würzburger Druckers Georg Reyser über weitere spektakuläre frühe Drucke bis hin zum industriellen Druck des späten 19. Jahrhunderts. Im Digitalisierungszentrum kann man live mitverfolgen, wie die wertvollen Schätze digitalisiert werden.

    Wer schon immer mal in die Rolle Gutenbergs schlüpfen wollte, hat an diesem Tag die Gelegenheit: An einem Nachbau einer Gutenberg-Presse kann man sich als Drucker zu betätigen und sein eigenes Druckwerk herstellen. Außerdem führt die Papiermühle Homburg in die Kunst der Papierherstellung ein und die Gäste können beim Papierschöpfen mitmachen. Wie wissenschaftliche Bücher heute entstehen, erfahren die Besucher bei einem Blick hinter die Kulissen des Uni-Verlags „Würzburg University Press“.

    Das Programm

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das detaillierte Programm mit Hinweisen zu den einzelnen Themenbereichen und Führungen gibt es auf der Internetseite der UB.

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