Intern
  • Vier Studierende auf dem Weg in den Hörsaal.
  • Studierende im Hörsaal bei einer Vorlesung.

Das GSiK-Projekt im Jubiläumsjahr

06.11.2018

Das 2008 gegründete und in seiner Vielfalt und Umsetzung einmalige Lehrprogramm des Projekts „Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“ (GSiK) feiert zehnjähriges Bestehen.

Im GSiK-Projekt kooperieren derzeit über 50 Institutionen der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg und externe Projektpartner. Jedes Semester erstellt das GSiK-Projektbüro mit deren Hilfe ein interdisziplinäres Programm mit über 100 Veranstaltungen in Form von Vorträgen, Seminaren, Workshops und Diskussionen. Weit über 2.000 Studierende nehmen pro Semester daran teil.

Fragestellungen mit Interdisziplinarität begegnen

„Viele Fragestellungen und Probleme in unserer pluralisierten und globalisierten Lebenswelt sind heute zu komplex, um von einer Fachrichtung befriedigend oder gar erschöpfend behandelt zu werden“, erklärt Andreas Dörpinghaus, GSiK-Projektleiter und Dekan der Fakultät für Humanwissenschaften. Laut Dörpinghaus ist daher ein echtes Miteinander der Wissenschaften notwendig, bei der unterschiedliche Fachrichtungen ihre Expertise zu einem Thema mitbringen, gleichzeitig aber Grundlagen dabei nicht auf der Strecke bleiben.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, bietet das Projekt im Wintersemester 2018/19 Veranstaltungsreihen zu aktuellen Themen und erstmals ein eLearning-Angebot, das sich mit grundlegenden Fragen zum Thema „Kultur“ auseinandersetzt.

Europa verstehen und diskutieren

Einen Höhepunkt des Semesters bildet der 10. GSiK-Tag unter dem Motto: „Thinking Europe: Ein Tag. Ein Thema. Viele Perspektiven“. Am Samstag, 17. November 2018, findet diese an der JMU einzigartige studentische Tagung mit einem umfangreichen Begleitprogramm im Hörsaalgebäude Z6 am Hubland statt. Interessierte können sich ab sofort anmelden.

Den 10. GSiK-Tag begleitet die Veranstaltungsreihe „Thinking Europe“, die schon im Sommersemester 2018 gestartet ist. „Europa gehört auf die wissenschaftliche Agenda. Wir wollen Europa sowohl in seinen Grundlagen als auch im Lichte der aktuellen Herausforderungen zeigen und diskutieren“, erläutert Pädagogin Carina Odenbreit, die für Konzeption und Organisation von „Thinking Europe“ verantwortlich ist.

Nachdem im Sommersemester etwa der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel auf Einladung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät über ein Europa in einer unbequemeren Welt referierte, wird sich in diesem Semester unter anderem Leibniz-Preisträger Dag Nikolaus Hasse mit dem Europa-Begriff beschäftigen.

„Gerade auch mit Blick auf die Europawahl 2019 ist uns das Thema ein besonderes Anliegen“, betont Odenbreit. Sie hat zum Abschluss der Veranstaltungsreihe am 25. Januar 2019 eine Podiumsdiskussion organisiert, auf der verschiedene Parteien vertreten sein werden. Auch die beiden seit mehreren Semestern laufenden Veranstaltungsreihen zum Thema „Flucht und Asyl“, sowie „Interkulturelle Kompetenz im Klassenzimmer“ werden fortgeführt.

eLearning mit hohem wissenschaftlichem Standard

Die ebenfalls seit mehreren Semestern laufende Arbeit an der inhaltlichen und technischen Umsetzung eines eLearning-Kurses zum Thema „Kultur“ ist allen Studierenden seit dem 22. Oktober über WueCampus per Selbsteinschreibung zugänglich.

„Kultur ist für uns ein grundlegender, aber auch diffuser Begriff. Es gibt nicht einen Kulturbegriff, stattdessen möchten wir die wichtigen und fundamentalen Konzepte des Kulturbegriffs zeigen.“ So möchte der Pädagoge und Philosoph Manuel Neubauer den von ihm konzipierten Kurs verstanden sehen. Um das eLearning-Angebot ansprechend umzusetzen, hat Neubauer mit seiner Kollegin Melissa Silva und ihrem Team eigens Lehrfilme und weitere Lehrmaterialien produziert.

Im Sinne der freien Verfügbarkeit sollen diese Lehrfilme auch den Grundstock für einen Youtube-Kanal des GSiK-Projekts bilden. Damit möchten die Projektverantwortlichen mit ihren wissenschaftlichen Themen ein breites Publikum erreichen.

Kontakt

Dominik Egger, GSiK-Koordinator, dominik.egger@uni-wuerzburg.de,
GSiK-Sekretariat, T +49 931 31-86867, gsik@uni-wuerzburg.de

Zurück