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    China und die Uiguren

    14.09.2021

    Mit der Situation der Uiguren und anderer Minderheiten in der chinesischen Region Xinjiang befasst sich der China-Experte Professor Björn Alpermann. Zu diesem Thema hat er jetzt ein Buch geschrieben.

    Im Xinjiang-Konflikt prallen die ethnische und kulturelle Identität der Uiguren und die chinesische Staatsmacht aufeinander. Das Bild stammt vom Cover des Buches von Björn Alpermann.
    Im Xinjiang-Konflikt prallen die ethnische und kulturelle Identität der Uiguren und die chinesische Staatsmacht aufeinander. Das Bild stammt vom Cover des Buches von Björn Alpermann. (Bild: Olga Jurkewitsch / Creative Commons License CC BY-NC-ND 4.0)

    Die Situation in Chinas nordwestlicher Region Xinjiang hat in den vergangenen Jahren zunehmend internationale Aufmerksamkeit erfahren. Der Grund dafür sind Berichte über Masseninternierungen von Uiguren und anderen ethnischen Gruppen in Umerziehungslagern, über Zwangsarbeit, Zwangssterilisation und weitere Verletzungen der Menschenrechte.

    Diese Berichte belasten die Beziehungen zwischen China und Staaten, die der Volksrepublik kritisch gegenüberstehen. Die chinesische Regierung rechtfertigt ihr Vorgehen in Xinjiang hingegen als Kampf gegen Terrorismus, islamistischen Extremismus und ethnischen Separatismus.

    Buch steht im Uni-Verlag frei zur Verfügung

    Erstmals liegt nun ein Buch in deutscher Sprache vor, das eine tiefergehende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem kontrovers diskutierten Thema bietet: „Xinjiang – China und die Uiguren“.

    Geschrieben wurde es von Professor Björn Alpermann, der an der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg den Lehrstuhl für Contemporary Chinese Studies leitet. Das Buch ist im Eigenverlag der JMU Würzburg University Press  erschienen. Es kann dort als e-Book frei heruntergeladen werden.

    Region Xinjiang hat eine komplexe Geschichte

    Björn Alpermann führt im ersten Teil des Buchs in die komplexe Geschichte der Region Xinjiang ein. Im zweiten Teil stellt er die regionalen Entwicklungen im 21. Jahrhundert dar. Hierbei zeigt er ein facettenreiches Bild der sozioökonomischen Entwicklung, der ethnischen Identität sowie der Sprach- und Religionspolitik auf.

    Im dritten Teil hinterfragt der JMU-Professor die gängigen Deutungen des Xinjiang-Konflikts. Er analysiert Proteste und Terrorismus ebenso wie die staatlichen Repressionsmaßnahmen und die internationale Dimension der Auseinandersetzung.

    Björn Alpermann: „Xinjiang - China und die Uiguren“, Würzburg University Press 2021, Open Access, ISBN 978-3-95826-162-4

    Link zum Download

    https://doi.org/10.25972/WUP-978-3-95826-163-1

    Kontakt

    Prof. Dr. Björn Alpermann, Lehrstuhl für Contemporary Chinese Studies, Institut für Kulturwissenschaften Ost- und Südasiens – Sinologie, Universität Würzburg, T +49 931 31-88460, bjoern.alpermann@uni-wuerzburg.de

    Von Robert Emmerich

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