English Intern
  • Drei Studierende vor der Neuen Uni am Sanderring.

Wenn Wärme die Winterruhe stört

14.04.2026

Eine frisch geschlüpfte rote Mauerbiene verlässt ihr Winterquartier, den Stängel eines Schilfrohrs. Hier die Geschichte zu diesem besonderen Bild.

none
(Bild: Cristina Ganuza / Universität Würzburg)

Das Foto zeigt eine rote Mauerbiene (Osmia bicornis) in ihrem Winterquartier, einem Schilfrohrstängel.

Wenn Wildbienen wie sie nach einer langen Winterpause zum richtigen Zeitpunkt schlüpfen, verfügen sie noch über genug Energiereserven um loszufliegen und die Blüten zu finden, von denen sie sich ernähren.

Doch die globale Erwärmung verändert die Spielregeln. Wärmere Frühlinge veranlassen Insekten dazu, früher zu schlüpfen, und höhere Temperaturen führen dazu, dass sie ihre Energiereserven schneller aufbrauchen. Das verringert ihre Überlebens- und Fortpflanzungschancen.

Auf diese Problematik macht eine neue Studie der Universität Würzburg aufmerksam, bei der Wildbienen und Wespen aus ganz Bayern untersucht wurden. Dr. Cristina Ganuza und Professor Ingolf Steffan-Dewenter zeigen: Vor allem Insekten, die früh im Jahr aktiv sind und aus kühleren Regionen stammen, sind besonders anfällig für warme Frühjahre. Unter wärmeren Bedingungen schlüpfen sie zu spät und mit geringeren Energiereserven. Dadurch haben sie schlechtere Ausgangsbedingungen, um sich erfolgreich fortzupflanzen.

Mehr dazu in einer Forschungsnews  der JMU.

Sie haben auch ein starkes Foto aus Labor, Feldforschung oder Archiv, das Sie der Öffentlichkeit präsentieren wollen? Melden Sie sich in der Pressestelle. Wir unterstützen Sie gerne dabei.

Von Robert Emmerich

Zurück