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Ausgezeichnete Biologinnen

07.07.2026

Die Royal Entomological Society hat zwei Fachartikel der Würzburger Biologinnen Dr. Katharina Engelhardt und Dr. Esme Ashe-Jepson als herausragend im Jahr 2025 ausgezeichnet. Sie behandeln Schmetterlinge und Motten.

Links: Schmetterlinge wie der Hauhechel-Bläuling sind Gegenstand der ausgezeichneten Publikation von Katharina Engelhardt. Rechts: Konservierte Totenkopfschwärmer, mit denen Esma Ashe-Jepson in ihrer Publikation arbeitete.
Links: Schmetterlinge wie der Hauhechel-Bläuling sind Gegenstand der ausgezeichneten Publikation von Katharina Engelhardt. Rechts: Konservierte Totenkopfschwärmer, mit denen Esma Ashe-Jepson in ihrer Publikation arbeitete. (Bild: Katharina Engelhardt / Esma Asha-Jepson)

Die Royal Entomological Society ist eine wissenschaftliche Gesellschaft, die sich dem Studium von Insekten widmet und zu diesem Themenbereich sieben wissenschaftliche Fachzeitschriften veröffentlicht. Aus diesen Publikationen werden jährlich besonders gelungene Artikel von Forschenden im frühen Karrierestadium ausgezeichnet.

2025 wurden so auch die Arbeiten zweier Würzburger Forscherinnen gewürdigt: Dr. Katharina Engelhardt und Dr. Esme Ashe-Jepson arbeiten beide am Lehrstuhl für Global Change Ecology der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU).

Überraschende Erkenntnisse zu Schmetterlingen

In ihrem Paper zu Bläulingen (Lycaenidae) untersuchte das Team um Katharina Engelhardt die Bestandsentwicklung der Tiere über einen Zeitraum von 40 Jahren. Besonderes Interesse galt dabei dem Umstand, dass einige Arten bei der Aufzucht ihrer Larven stark von Ameisen abhängig sind – eine Spezialisierung, die im Zeichen globalen Wandels normalerweise ein Risiko darstellen dürfte. Überraschenderweise stellten die Forschenden jedoch keine negativen Auswirkungen der Assoziationen mit Ameisen auf die langfristigen Trends der Falter fest.

Das Paper wurde als beste Publikation des Journals Insect Conservation and Diversity ausgezeichnet.

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Wie Insektenfreunde der Forschung helfen

Das Forschungsteam um Dr. Esme Ashe-Jepson untersuchte, wie die historischen Aufzeichnungen von Hobby-Entomologen wichtige Erkenntnisse für die Wissenschaft liefern können. Die Studie analysierte Falterbeobachtungen aus ganz Großbritannien, die über das gesamte Leben von vier Entomologen hinweg gesammelt wurden. Dabei zeigte sich, wie langfristige Erfassungsprogramme Veränderungen im Vorkommen und in der Verbreitung von Falterarten im Laufe der Zeit aufzeigen können. Der Artikel wurde, ebenfalls in Insect Conservation and Diversity, als besonders lesenswert empfohlen.

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Von Lutz Ziegler

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