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Epochenübergreifende, interdisziplinäre und internationale wissenschaftliche Tagung

Datum: 24.09.2026, 09:00 - 25.09.2026, 18:00 Uhr
Kategorie: Tagung, Veranstaltung
Ort: Stadtarchiv Würzburg, Neubaustraße 12
Veranstalter: Polnische Historische Mission an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Philosophische Fakultät

Epochenübergreifende, interdisziplinäre und internationale wissenschaftliche Tagung: „Eine Grenze ist eine soziologische Tatsache, die sich räumlich formt”. Historische Praktiken und kulturelle Dynamiken in der Praxis der Grenzziehungen (bis 1939). Die Tagung findet am 24.09. und 25.09.2026 im Stadtarchiv Würzburg statt.

Die Jahrestagung der Polnischen Historischen Mission an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg widmet sich den langfristigen Wirkungen historischer Grenzziehungen und fragt danach, wie Grenzen gesellschaftliche Praktiken, kulturelle Dynamiken und Formen des Zusammenlebens geprägt haben. 

Im Mittelpunkt steht die Beobachtung, dass Grenzen nicht allein Trennung, Kontrolle oder Konflikt bedeuten. Mit zeitlichem Abstand können sie auch neue Formen des Austauschs, der Kooperation und der kulturellen Begegnung hervorbringen. Ausgehend vom Konzept der „verschobenen Ausgangspunkte“ (shifting baselines) untersucht die Tagung, wie sich Wahrnehmungen von Grenzen und ihre Wirkungen im Laufe der Zeit verändern. Gesucht werden Beispiele aus dem Zeitraum vom frühen Mittelalter bis 1939, die zeigen, wie aus Grenzziehungen neue Traditionen, soziale Praktiken, institutionelle Lösungen oder kulturelle Verflechtungen entstanden. Dabei sollen sowohl territoriale als auch ethnische, nationale und kulturelle Grenzen berücksichtigt werden. 

Die interdisziplinäre Tagung richtet den Blick insbesondere auf Grenzräume als Kontaktzonen, auf Formen des Zusammenlebens verschiedener Bevölkerungsgruppen, auf die Entstehung regionaler Identitäten sowie auf die langfristigen kulturellen Folgen historischer Grenzziehungen. Darüber hinaus werden Fragen nach den zeitgenössischen Wahrnehmungen von Grenzen, nach den Akteuren ihrer Gestaltung und nach geeigneten Quellen für ihre Erforschung behandelt. Eintritt frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

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