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  • Drei Studierende vor der Neuen Uni am Sanderring.

Geschichtlichkeit und Authentizität in den Keilschriftkulturen Westasiens: Das Cruciform Monument

Ringvorlesung – Texte und Bilder der Antike zwischen Aufklärung und Manipulation
Datum: 08.06.2026, 18:15 - 19:45 Uhr
Kategorie: Ringvorlesung
Ort: Burkardushaus (Am Bruderhof 1); online via Zoom
Veranstalter: WAZ
Vortragende: Prof. Dr. Eva Cancik-Kirschbaum und PD Dr. Ingo Schrakamp

Am 8. Juni 2026 findet um 18:15 Uhr im Rahmen der Ringvorlesung "Texte und Bilder der Antike zwischen Aufklärung und Manipulation" des WAZ (Würzburger Altertumswissenschaftlichem Zentrum) der Vortrag "Geschichtlichkeit und Authentizität in den Keilschriftkulturen Westasiens: Das Cruciform Monument" von Prof. Dr. Eva Cancik-Kirschbaum und PD Dr. Ingo Schrakamp im Burkardushaus (Am Bruderhof 1) statt.

Über die Ringvorlesung 

Weder Bilder noch Texte bilden die Welt so ab, wie sie ist. Bilder haben ein Programm: sie
werden ausgewählt und gestaltet, um ihren Betrachtern eine bestimmte Sichtweise auf die
Dinge nahezulegen. Texte, gerade öffentlich vorgetragene, gehen strategisch vor, um ihr
Publikum in einer gegebenen Situation von dem Standpunkt des Sprechers oder der Sprecherin zu überzeugen und zu einem bestimmten Verhalten zu motivieren. Man kann also von einer Rhetorik der Texte wie der Bilder sprechen.

Die Ambivalenz dieser Tatsache ist bereits in der Antike Gegenstand vielfältiger Diskussionen gewesen. Auf der einen Seite war man fasziniert von der Macht und den Möglichkeiten der Rede, die als Medium zivilisatorischen Fortschritts, als Mittel verantwortungsbewusster Herrschaftsausübung (Cicero) und als Instrument der Wahrheitsvermittlung und Aufklärung gepriesen wird (Augustinus); bisweilen schreibt man ihr sogar einen intrinsischen ethischen Wert zu (Quintilian). Auf der anderen Seite warnt eine von Platon ausgehende philosophische Rhetorikkritik vor der Wahrheitsindifferenz der Rhetorik und ihrem Einsatz für Machtmissbrauch und Manipulation – ein Aspekt, der uns angesichts der Erfahrungen des 20. und 21. Jahrhunderts mit besonderer Drastik vor Augen steht.

Die Ringvorlesung möchte die rhetorischen Strategien antiker Medien in ihrer Ambivalenz aus interdisziplinärer Perspektive vor Augen führen. Sie thematisiert dabei die Rhetorik der Texte und Bilder ebenso wie deren antike und moderne Kritik.

Teilnahme

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Die Online-Teilnahme ist ebenfalls möglich:

Zoom-Link
Meeting-ID: 698 1603 7713

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