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  • Studierende vor einem Gebäude der Universität Würzburg.
  • Drei Studierende tragen T-Shirts mit einem Aufdruck der Universität Würzburg.

Medizin: Auszubildende und Studierende übernehmen Station

10.02.2026

Am Uniklinikum leiten Pflege-Auszubildende und Medizinstudierende zwei Wochen lang gemeinsam eine Chirurgie-Station. Gefragt ist Teamarbeit auf Augenhöhe.

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Auf der Würzburger Interprofessionellen Ausbildungsstation werden Pflegeauszubildende und Medizinstudierende gemeinsam und weitgehend eigenständig Patientinnen und Patienten versorgen. (Bild: Marc Abraham / Universitätsklinikum Würzburg)

Sieht die OP-Naht gut aus? Sollte vor der Entlassung der Patientin noch ein Kontroll-Röntgen erfolgen? Ist ihre nachstationäre Versorgung gesichert, der Medikamentenschrank ausreichend gefüllt – und reicht das Personal für den nächsten Spätdienst?

Antworten auf solche Fragen werden am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) bald 20 Pflegeauszubildende im dritten Ausbildungsjahr und vier Medizinstudierende im Praktischen Jahr gemeinsam finden.

Auf der Würzburger Interprofessionellen Ausbildungsstation (WIPSTA) übernehmen sie vom 23. Februar bis 5. März 2026 als Team und weitgehend eigenständig die Verantwortung für die Versorgung von 26 viszeralchirurgischen Patientinnen und Patienten. Außerdem erledigen sie alle organisatorischen Aufgaben, die den Alltag auf der Station prägen.

Das realistische Lernumfeld fördert gemeinsames Lernen auf Augenhöhe, das Verantwortungsbewusstsein, die Kommunikation zwischen den Berufsgruppen und die interprofessionelle Entscheidungsfähigkeit. Das bereitet die angehenden Gesundheitsfachkräfte auf die zunehmend vernetzte Versorgungspraxis vor.

Von Anfang an gemeinsam arbeiten

„Wenn die Berufsgruppen später wie selbstverständlich zusammenarbeiten sollen, ist es nur folgerichtig, dass sie auch gemeinsam ausgebildet werden, also miteinander und voneinander lernen,“ sagt Professorin Sarah König, Studiendekanin der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg.

Auf der WIPSTA sollen die Lernenden erleben, wie sich interprofessionelles Handeln positiv auf die Versorgungsqualität, die Zufriedenheit im Team und die Patientinnen und Patienten auswirkt.

„Für unsere Pflegeauszubildenden ist es etwas ganz Besonderes, eine Station eigenverantwortlich zu führen. Gemeinsam mit den Medizinstudierenden erleben sie hautnah, wie wichtig gute Abstimmung und gegenseitiges Vertrauen im Alltag sind,“ sagt Rainer Janotta, Klinikpflegedienstleitung am UKW.

Intensive Vorbereitung auf den Praxiseinsatz

Bevor die Pflegeauszubildenden und Medizinstudierenden die Station in der Viszeralchirurgie übernehmen, durchlaufen sie gemeinsam eine dreitägige Vorbereitungsphase. Dabei trainieren sie zentrale Aufgaben wie Wund- und Stomaversorgung, klinische Dokumentation, Medikationsmanagement, Visitenführung und strukturierte Übergaben. Praktische Fertigkeiten üben sie an Simulatoren und Modellen ein, die Teamkoordination und Kommunikation trainieren sie in Rollenspielen.

Eine anschließende Einarbeitungswoche dient dem Kennenlernen der Stationsabläufe. Danach tragen die Teilnehmenden zwei Wochen lang Verantwortung für die gesamte Organisation, Dokumentation und Patientenversorgung. Dabei gibt es eng geknüpfte Sicherheitsnetze.

Höchste Sicherheit für Patienten ist gewährleistet

Dem neuen Stationsteam steht während des gesamten Projekts fachkundige Unterstützung zur Seite. Erfahrene Pflegefachpersonen, Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter, Lehrbeauftragte sowie Ärztinnen und Ärzte unterstützen das Team im Hintergrund. Sie begleiten die Arbeit kontinuierlich, greifen bei Bedarf unterstützend ein, fördern Reflexion und geben gezielte Rückmeldungen.

Zum Abschluss des Projekts ziehen alle Beteiligten gemeinsam Bilanz, identifizieren Herausforderungen und setzen damit Impulse für die Weiterentwicklung von WIPSTA.

Zukunfts- und teamorientierte Ausbildung

WIPSTA ist ein Gemeinschaftsprojekt der Pflegedirektion, des Zentrums für Studiengangsmanagement und -entwicklung sowie der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie am UKW.

Mit dem Projekt setzt das Universitätsklinikum ein deutliches Zeichen für eine zukunftsorientierte und teamorientierte Ausbildung. Es knüpft an das am UKW etablierte Format „Pflegeauszubildende leiten eine Station“ an und erweitert es gezielt um die ärztliche Perspektive.

Die interprofessionelle Ausbildungsstation schließt somit eine wichtige Lücke zwischen pflegerischer und ärztlicher Ausbildung. Sie soll einen Beitrag zur Entwicklung einer modernen, patientenzentrierten Gesundheitsversorgung leisten.

Von Pressestelle Universitätsklinikum Würzburg

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