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    Uniklinikum: Auszeichnung für Michael Hudecek

    17.10.2017 | AUSZEICHNUNGEN

    Der Preisträger Dr. Michael Hudecek, umrahmt von Professor Carsten Bokemeyer, dem Geschäftsführenden Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (rechts), und Professor Lothar Kanz, Kongresspräsident der diesjährigen Jahrestagung. (Foto: DGHO)

    Der Krebsforscher Dr. Michael Hudecek vom Uniklinikum Würzburg wurde für eine seiner wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Artur-Pappenheim-Preis der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie ausgezeichnet.

    Der mit 10.000 Euro dotierte Artur-Pappenheim-Preis der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) ehrt herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit klinischen, experimentellen oder theoretischen Fragen der Hämatologie beschäftigen. Die diesjährige Ausgabe des Awards ging auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie Ende September in Stuttgart an Dr. Michael Hudecek. Der an der Medizinischen Klinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) beschäftigte Forscher wurde damit für seine Arbeit „The Nonsignaling Extracellular Spacer Domain of Chimeric Antigen Receptors Is Decisive for In Vivo Antitumor Activity“ ausgezeichnet.

    Forschung an gentechnisch verbesserten T-Zellen

    Dahinter verbringt sich eine große Hoffnung der zukünftigen Krebstherapie: T-Zellen. Sie zählen zu den stärksten Waffen der körpereigenen Immunabwehr. Leider können diese Killer in der Regel Krebszellen nicht von gesunden Zellen unterscheiden und greifen sie deshalb auch nicht an. Dies ändert sich, wenn die T-Zellen mit einem synthetischen, sogenannten chimären Antigenrezeptor ausgerüstet werden. Der chimäre Antigenrezeptor, kurz CAR, arbeitet wie ein Sensor, der gezielt an ein Oberflächenmolekül auf den Tumorzellen bindet. Mit dieser gentechnischen Verbesserung sollen T-Zellen in die Lage versetzt werden, Krebszellen im Körper aufzuspüren und zu eliminieren.

    Die Arbeitsgruppe von Michael Hudecek konnte zeigen, dass das spezifische Design von CARs die Tumorzellerkennnung und die CAR-T-Zellfunktion beeinflusst. Sie identifizierten Designparameter, die gezielt moduliert werden können, um die Antitumorwirksamkeit von CAR-T-Zellen zu erhöhen.

    Einer der aussichtsreichsten Therapieansätze der Krebsforschung

    „Die CAR-T-Zell-Therapie gehört zu den aussichtsreichsten Behandlungsformen der aktuellen internationalen Krebsforschung. Insofern ist es vollkommen gerechtfertigt, dass Dr. Hudecek mit dem Artur-Pappenheim-Preis die höchste Auszeichnung der DGHO erhielt“, freut sich Professor Hermann Einsele, der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW.

    Der Namenspatron des Preises, Artur Pappenheim (1870 –1916), war ein deutscher Hämatologe, der sich intensiv mit der Blutzellforschung befasste.

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