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  • Drei Studierende tragen T-Shirts mit einem Aufdruck der Universität Würzburg.

Suizidprävention: Studentinnen entwickeln crossmediale Kampagne

03.03.2026

Studentinnen der Medienkommunikation haben für den Welttag der Suizidprävention eine crossmediale Kampagne entwickelt. Bundesweit ausgerollt wird sie im September 2026.

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Die Studentinnen der Medienkommunikation bei ihrer Abschlusspräsentation mit ihren Dozentinnen Emilia Gögl und Dr. Dorothea Adler sowie mit Georg Fiedler, zweiter Sprecher der Steuerungsgruppe des Nationalen Suizidpräventionsprogramms. (Bild: Frank Schwab / Universität Würzburg)

Die Zahlen sind alarmierend: 10.372 Suizide gab es in Deutschland im Jahr 2024. Dadurch starben deutlich mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Gewaltdelikte, illegale Drogen und AIDS zusammen. Zusätzlich haben über 100.000 Menschen einen Suizidversuch unternommen.

Über drei Jahrzehnte hinweg hatte die Zahl der Suizide von Jahr zu Jahr abgenommen – von 18.825 Fällen anno 1981 auf 9.215 im Jahr 2021. Seitdem ist die Zahl der Selbsttötungen wieder gestiegen.

Diese Entwicklung verdeutlicht die gesellschaftliche Relevanz der Suizidprävention. Seit 2003 findet dazu jedes Jahr am 10. September der Welttag der Suizidprävention statt, ausgerufen von der International Association for Suicide Prevention (IASP) und der Weltgesundheitsorganisation WHO. Der Tag soll weltweit Aufmerksamkeit schaffen und klarstellen, dass Suizidprävention möglich ist.

Alle Schritte der Kampagnenplanung getan

Für den Welttag der Suizidprävention 2026 haben 23 Studentinnen der Medienkommunikation an der Universität Würzburg eine bundesweite crossmediale Kampagne zur Suizidprävention entwickelt. Den Auftrag dafür hatten die Studentinnen von der AG Regionale Netzwerke im Nationalen Suizidpräventionsprogramm (NaSPro) bekommen – die AG hatte sich an Professor Frank Schwab gewandt, den Leiter des Lehrstuhls für Medienpsychologie.

Im Studienmodul Medienpraxis machten sich die Studentinnen unter der Leitung von Emilia Gögl und Dr. Dorothea Adler ans Werk und durchliefen alle zentralen Schritte der Kampagnenerstellung: Sie analysierten Zielgruppen, recherchierten geeignete Medienformate und entwickelten zentrale Botschaften. Sie gestalteten Social-Media-Posts, Einsprecher für Podcasts, Zeitungs- und Radiobeiträge sowie Plakate.

Dabei arbeiteten sie in regelmäßigen Feedbackschleifen eng mit Expertinnen und Experten der Suizidprävention zusammen, um höchste inhaltliche und kommunikative Qualität sicherzustellen.

Großes Lob von den Auftraggebern

Zum Abschluss des Moduls präsentierten die Studentinnen ihre Ergebnisse vor den Auftraggebern – und die zeigten sich beeindruckt von der professionellen Umsetzung: Die Studentinnen hätten das sensible Thema „verantwortungsvoll, zielgruppengerecht und fachlich fundiert“ aufbereitet. Damit hätten sie beispielhaft gezeigt, wie anspruchsvoll und wirksam die medienpsychologische Ausbildung in der Praxis sein kann.

Die AG Regionale Netzwerke der NaSPro wird die studentische Präventionskampagne im Spätsommer 2026 ausrollen, um zum Welttag der Suizidprävention am 10. September die größtmögliche Wirkung zu entfalten.


Weblink

Nationales Suizidpräventionsprogramm: https://www.suizidpraevention.de/


Von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der JMU

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