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Universität und Stadt stärken Zusammenarbeit

14.07.2026

Im Rahmen der Jahrestagung und Hauptversammlung der Coimbra Group bekräftigten europäische Städte und Hochschulen ihre Ambitionen, die Zusammenarbeit zum Wohle der Gesellschaft weiter auszubauen. Auch Würzburg ist dabei.

Nachdem die Erklärung zunächst digital signiert wurde, folgte kürzlich auch die physische Unterschrift durch Universitätspräsident Paul Pauli (li.) und Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig.
Nachdem die Erklärung zunächst digital signiert wurde, folgte kürzlich auch die physische Unterschrift durch Universitätspräsident Paul Pauli (li.) und Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig. (Bild: Christian Weiß)

Mit der Poitiers-Granada Declaration on the Collaboration between Universities and Cities  bekräftigen und stärken Europas führende traditionsreiche Universitäten ihr Engagement, gemeinsam mit ihren Städten und lokalen Gemeinschaften für das Wohlergehen der Gesellschaft zu arbeiten.

Die Erklärung wurde im Rahmen der Abschlusssitzung der der Jahrestagung und Hauptversammlung der Coimbra Group 2026 an der Universität Granada am 19. Juni 2026 offiziell vorgestellt. Die Konferenz stand unter dem Motto „Transforming the Local and Social Environment through Research and Innovation“.

Auch die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und die Stadt Würzburg unterzeichneten die Erklärung in Person von Universitätspräsident Professor Paul Pauli und Oberbürgermeister Martin Heilig.

Professorin Doris Fischer, Vizepräsidentin für Internationalisierung und Alumni an der JMU, begrüßt die Initiative: „Mit der Unterzeichnung bekräftigen Stadt und Universität ihre gute und enge Zusammenarbeit. Ich freue mich besonders, dass die Coimbra Group dieser Zusammenarbeit über die Erklärung eine internationale Sichtbarkeit verschafft und uns zugleich den Austausch über Erfahrungen und Best Practices mit den Coimbra-Group-Partnern ermöglicht.“

Anknüpfen an frühere Erklärung

The Poitiers-Granada Declaration knüpft an die ursprüngliche Poitiers Declaration on the Collaboration between Coimbra Group Universities and Municipalities an, die im Juni 2016 während der an der Universität Poitiers (Frankreich) ausgerichteten Jahreskonferenz der Coimbra Group verabschiedet wurde.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die ursprüngliche Erklärung zu einem anerkannten Rahmen für die strukturierte Zusammenarbeit zwischen Universitäten und ihrem lokalen sozioökonomischen Umfeld entwickelt. Sie wurde von Rektorinnen und Rektoren sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in 21 europäischen Ländern unterzeichnet. Zudem hob die Europäische Kommission sie in ihrer 2020 veröffentlichten Publikation Towards a 2030 Vision on the Future of Universities in Europe als inspirierendes Beispiel dafür hervor, wie Universitäten ihre Rolle in lokalen Forschungs- und Innovationsökosystemen institutionell verankern können.

Seit 2016 hat sich die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Städten sowohl in ihrer Breite als auch in ihrem Anspruch deutlich weiterentwickelt. Neben Bildung, Forschung und Innovation stehen heute zunehmend gemeinsame Antworten auf Herausforderungen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz, demokratische Teilhabe, digitale Transformation, Chancengleichheit, Inklusion, gesellschaftlichen Zusammenhalt und regionale Entwicklung im Mittelpunkt.

Vor diesem Hintergrund hat die Coimbra Group 2025 einen Überarbeitungsprozess der Erklärung angestoßen. Dieser wurde vom Executive Board und der Rectors' Advisory Group geleitet und in enger Abstimmung mit den Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden ihrer zwölf Working Groups umgesetzt.

Eine neue Vision für Universitäten und Städte

Die Poitiers-Granada Declaration bekräftigt die zentrale Rolle, die Universitäten und Städte für die Entwicklung der jeweils anderen Seite spielen, und formuliert zugleich einen aktualisierten und inklusiveren Rahmen für ihre Zusammenarbeit.

Die Erklärung trägt den unterschiedlichen Gegebenheiten innerhalb der Coimbra Group Rechnung und legt daher ein erweitertes Verständnis des Begriffs „Städte“ zugrunde. Gemeint sind die umfassenden menschlichen, gesellschaftlichen und bürgerschaftlichen Lebensräume, in denen Universitäten verwurzelt sind und wirken – unabhängig von administrativen Grenzen.

Die Erklärung versteht sich als inspirierender und zugleich flexibler Orientierungsrahmen. Sie soll eine strukturierte Zusammenarbeit fördern, ohne die jeweiligen lokalen Gegebenheiten und Prioritäten aus dem Blick zu verlieren. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Zukunftsziele und der weitere Ausbau der Kooperation – nicht die Bewertung von Leistungen. Damit bietet sie Orientierung für zahlreiche Themenfelder der Zusammenarbeit zwischen Universitäten und ihren kommunalen Partnern.

Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, die Erklärung mit der Durham Declaration on Climate Change and Sustainability in Einklang zu bringen. Diese wurde im März 2025 verabschiedet und von den Rektorinnen und Rektoren aller 42 Mitgliedsuniversitäten der Coimbra Group unterzeichnet.

Die Coimbra Group

Die 1985 gegründete Coimbra Group ist ein Zusammenschluss hochrangiger europäischer Universitäten. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, besondere akademische und kulturelle Verbindungen zu schaffen, um die Internationalisierung, die akademische Zusammenarbeit, die Exzellenz in Lehre und Forschung und den Dienst an der Gesellschaft zu fördern.  

Dabei setzen die 42 Mitglieder auf den produktiven Austausch untereinander. Die Universität Würzburg ist seit 2013 Mitglied der Coimbra Group.

Im Rahmen der diesjährigen Versammlung wurde außerdem die JMU offiziell als Gastgeberin für das Jahr 2027 vorgestellt. Präsident Paul Pauli sprach die Einladung aus und präsentierte die Universität; Vizepräsidentin Doris Fischer stellte das Thema  der Tagung vor: „Beyond Anxiety: Managing Global Collaboration of European Universities“

Von Pressestelle JMU

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