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  • Drei Studierende vor der Neuen Uni am Sanderring.

Kritischer Blick auf die amerikanische Außenpolitik

14.04.2026

„US-Interventionismus: Venezuela, Grönland, Iran und die globale Ordnung“: Unter dieser Überschrift steht eine öffentliche Podiumsdiskussion am 20. April 2026 an der Universität Würzburg.

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Die amerikanische Außenpolitik sorgt nicht zuletzt seit Donald Trumps zweiter Amtszeit für heftige Debatten. Jetzt ist sie Gegenstand einer Podiumsdiskussion an der Uni. (Bild: daniel0 / Adobe Stock)

Die Podiumsdiskussion „US-Interventionismus: Venezuela, Grönland, Iran und die globale Ordnung“ nimmt eine der zentralen Konfliktlinien der internationalen Politik in den Blick: das Spannungsverhältnis zwischen geopolitischer Machtpolitik und dem Anspruch einer regelbasierten internationalen Ordnung.

Anhand aktueller Beispiele wie Venezuela, der Debatte um Grönland oder der politischen und militärischen Spannungen mit dem Iran diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sich die amerikanische Außenpolitik zwischen Sicherheitsinteressen, strategischen Ressourcenfragen und globalem Einflussanspruch bewegt.

Unterschiedliche Deutungen der US-Außenpolitik

Bei diesem internationalen Diskurs stehen unterschiedliche Deutungen im Raum. Kritische Stimmen sehen in diesen Entwicklungen Anzeichen für eine erneute Zuspitzung machtpolitischer Logiken und eine weitere Erosion des Völkerrechts. Aus dieser Perspektive erscheint amerikanischer Interventionismus als Ausdruck geopolitischer Interessenpolitik, die Einflusszonen sichern, Ressourcen kontrollieren oder rivalisierende Mächte begrenzen soll.

Andere Interpretationen betonen die Rolle der USA als sicherheitspolitischer Akteur, der in einer zunehmend fragmentierten und multipolaren Welt, Stabilität gewährleistet und bestehende internationale Normen verteidigt.

Die Diskussion berührt grundlegende Fragen zur Entwicklung des internationalen Systems. Expertinnen und Experten aus den Bereichen UN-Politik, US-Außenpolitik, Lateinamerika-Forschung, und europäischer Sicherheitspolitik ordnen die jüngsten Entwicklungen politisch und völkerrechtlich ein. Im Zentrum stehen dabei auch die europäische Perspektive und Handlungsspielräume.

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Sonja Grimm, Inhaberin des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen und Europaforschung der JMU und Expertin für internationale Beziehungen
  • Prof. Dr. Mary Ann Snyder-Körber, Professorin für American Cultural Studies am Lehrstuhl für Amerikanistik der JMU und Expertin für US-amerikanische Kultur und Literatur, Modernisierungsprozesse und internationale Zusammenarbeit
  • Dr. Dr. Leandro Dias, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Straf- und Strafprozessrecht der JMU und Völkerrechtsexperte
  • Dania Schulze, UN-Jugenddelegierte für Deutschland bei den UN 2025/26

Die Moderation übernimmt Noemi Albrecht, Faculty Advisor der MUN-Delegation der Universität.

Zeit und Ort

Die Veranstaltung findet statt am Montag, 20. April 2026, im Hörsaal II am Wittelsbacherplatz 1. Beginn ist um 18.00 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Von Pressestelle JMU

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