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Neuer Ökologie-Master mit Doppelabschluss

03.02.2026

Die Universitäten Würzburg und Bergen haben einen neuen Studiengang gestartet. Studierenden des neuen Master of Global Change Ecology winken zwei Abschlüsse und mehrere Auslandssemester.

Studierende der Uni Würzburg können im neuen Double Degree Master ein bis drei Semester in Norwegen an der Universität Bergen verbringen. Insgesamt sieben Berge umgeben die Küstenstadt.
Studierende der Uni Würzburg können im neuen Double Degree Master ein bis drei Semester in Norwegen an der Universität Bergen verbringen. Insgesamt sieben Berge umgeben die Küstenstadt. (Bild: Jochen Krauß / Universität Würzburg)

Doppelt hält bekanntlich besser. Das gilt auch für ein Masterprogramm, das zwei Abschlüsse aus zwei europäischen Städten anbietet. Denn die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) hat mit der Universität Bergen (Norwegen) den Studiengang MERGE (Master of Global Change Ecology) zum Wintersemester 2025/2026 eingeführt. Im Zentrum des Studiengangs stehen die Auswirkungen des globalen Wandels auf die Biodiversität und Ökosystemfunktionen: Klimawandel, Habitatverlust, invasive Arten und Umweltverschmutzung sowie Konzepte für nachhaltige Landnutzung und den Naturschutz finden hierbei besonders Berücksichtigung.

Studierende können in vier Semestern sowohl den Master-Abschluss Biowissenschaften der JMU als auch den Master of Biology der Uni Bergen erwerben. Um in das Rennen für einen der zehn Studienplätze pro Semester einzusteigen, brauchen Bewerberinnen und Bewerber eine Bachelorarbeit in einem biowissenschaftlichen Fach mit der Note 1,7 oder besser. Der Umfang des Masterprogramms beträgt insgesamt 120 Leistungspunkte. Masterarbeiten betreuen je ein Dozent oder eine Dozentin aus beiden Universitäten. Für das Wintersemester 2026/2027 können sich Interessierte bis 15. Juli 2026 bewerben.

Das Besondere: JMU-Studierende können ein bis drei Semester in Bergen verbringen. Umgekehrt ermöglicht das Programm den norwegischen Studentinnen und Studenten einen Aufenthalt im gleichen Umfang in Würzburg.

„Die Studieninhalte der beiden Universitäten ergänzen sich hervorragend, Bergen mit seinem Fokus auf Pflanzenökologie und Würzburg mit der Expertise in der Tropenökologie“, so Jochen Krauß, Professor am JMU-Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie und wissenschaftlicher Koordinator von MERGE. Beide Länder bieten zudem unterschiedliche natürliche Lebensräume zur Erkundung an; optimal geeignet für Studierende, die vor allem in die Freilandökologie eintauchen wollen.

Mit dem Masterprogramm nach Bergen und auf eine norwegische Insel

Unter diese Kategorie fällt Julius Schneider, der sich vor allem für Ornithologie, also Vogelkunde, interessiert. Der JMU-Student absolvierte im Rahmen von MERGE seinen Aufenthalt in Bergen bereits von Juli bis Mitte Dezember 2025. Da das Wintersemester dort schon früher startet, machte er seinen Auslandsaufenthalt bereits vor dem offiziellen Beginn in Würzburg. Sein Highlight war eine Exkursion in der Paleo-Ökologie, die sich mit fossilen Lebensräumen und Lebensgemeinschaften beschäftigt.

„Drei Nächte haben wir in einer Forschungsstation auf Lygra, einer norwegischen Insel, verbracht. Dort entnahmen wir Bodenproben und untersuchten diese“, so der Masterstudent. Aus solchen Proben ließe sich gut die momentane sowie die frühere Bodenbeschaffenheit erkennen. „Je tiefer man gräbt, desto weiter reicht der Blick in die Vergangenheit“, sagt Julius.

Von Norwegen nach Würzburg und Kenia

Aus Bergen befinden sich aktuell zwei Studentinnen in Würzburg. Eine davon ist Anja Ryabinina. Sie verbringt insgesamt drei Semester an der JMU. „Mein Hauptinteresse liegt in der Tropenökologie und der Naturschutzbiologie. Die Uni Würzburg bietet dafür das optimale Studienumfeld“, erklärt die Norwegerin.

Im September geht Anja für zwei Wochen auf Exkursion nach Kenia. Dort will sie unterschiedliche Lebensräume untersuchen und beobachten: „Von Savannen über Regenwälder bis hin zu Küstengebieten ist alles dabei“, so die Studentin. MERGE-Studierende tauschen sich auch regelmäßig aus. Julius habe beispielsweise Anja geholfen, in Würzburg anzukommen und mit der Uni-IT zurechtzukommen.

Koordination des Programms

Die Gesamtkoordination von MERGE an der JMU hat Ingolf Steffan-Dewenter, Leiter des Lehrstuhls für Tierökologie und Tropenbiologie. An der Universität Bergen zeichnet Peter Manning, Professor für Global Change Ecology, verantwortlich.

Zur MERGE-Webseite

Kontakt

Prof. Dr. Jochen Krauß, Lehrstuhl für Zoologie III (Tierökologie), T. +49 931 31-82382, j.krauss@uni-wuerzburg.de

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Von Martin Brandstätter

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