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Museum für Universitätsgeschichte startet zum Jubiläumsjahr

21.04.2026

Im Jahr 2027 feiert die Uni Würzburg 625 Jahre seit ihres Gründungsprivilegs. Anfang des Jubiläumsjahres wird das Museum für Universitätsgeschichte erstmals seine Türen öffnen. Interessierte können es mit Spenden unterstützen.

Ein Jahr vor der geplanten Eröffnung begutachtete Universitätskanzler und Auftraggeber Dr. Uwe Klug (Zweiter von links) die Fortschritte im Raum des künftigen Museums für Universitätsgeschichte.
Ein Jahr vor der geplanten Eröffnung begutachtete Universitätskanzler und Auftraggeber Dr. Uwe Klug (Zweiter von links) die Fortschritte im Raum des künftigen Museums für Universitätsgeschichte. (Bild: Raphael Bücken / Institut für Kunstgeschichte)

Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) blickt auf eine lange Geschichte zurück: 1402 erwirkte Fürstbischof Johann von Egloffstein ihr Gründungsprivileg. Damit ist sie die älteste Universität Bayerns und eine der ältesten in Deutschland und Europa. 2027 feiert sie ihre vor 625 Jahren ermöglichte Gründung.

Pünktlich zum Jubiläum eröffnet am 14. Februar 2027 das neue Museum für Universitätsgeschichte (MUG) im historischen Gewölbe der Alten Universität. Sein Motto: „Wissen. Wandel. Wahrheiten.“  Auf Interessierte warten Exponate, die verdeutlichen, wie Wissenschaft Würzburg und die Welt geprägt hat und weiterhin prägt.

Verantwortlich für das MUG ist ein Team aus dem Universitätsarchiv: Dr. Marcus Holtz, Leiter des Uniarchivs, leitet das Projekt, Edna Horst und Sonja Rakoczy stehen ihm als Kuratorin beziehungsweise als kuratorische Assistenz zur Seite.

„Unsere Alma Julia hat seit ihrer Gründung nicht nur früheren Widrigkeiten und Herausforderungen getrotzt, sondern vielmehr aktiv und positiv, mit viel Innovationskraft, Entwicklungen in einer Welt im Wandel mitgestaltet“, so Dr. Marcus Holtz. Von dieser Tradition, diesem Erbe: Davon werde das entstehende Museum zeugen.

Exponate aus Jahrhunderten Universitätsgeschichte

Auf Besucherinnen und Besucher warten Exponate aus allen möglichen Epochen der Universitätsgeschichte: Neben die Knochenkettensäge aus dem 19. Jahrhundert gesellt sich der um 1700 entstandene beschädigte Altar aus der universitätseigenen Kirche. Neben dem Uni-Wein und der Geschichte des Uni-Forsts stehen die Überreste des Hauszeichens des „Großen Löwenhofs“ oder dessen Nachbarhauses – im Hof hatte die Uni anfangs ihren Sitz. Neben der Geschichte der Ermordung des ersten Rektors Johann Zantfurt gibt es Infos zum Karzer, also der damaligen Arrestzelle der Universität.

Die Dauerausstellung des MUG wird auch die Zeit des Nationalsozialismus und die Geschichte von Frauen in Wissenschaft und Studium behandeln. Ein weiterer Fokus wird auf der JMU im Hier und Jetzt liegen. Genauer: Wie sieht der Universitätsalltag heute aus?

Ein Gewölbekeller mit Geschichte

Der Gewölbekeller, in dem das MUG untergebracht sein wird, ist 1582 als Weinkeller angelegt worden. Ab 1928 nutzte Max Stern (1883-1956) das Gewölbe als Lager für seinen Frankenwein, den der Würzburger Weinhändler in ganz Europa verkaufte.

Die jüdische Familie Stern flüchtete aufgrund der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Im Zweiten Weltkrieg diente der Keller als Luftschutzraum. Nach Ende des Krieges bewirtschaftete kurzzeitig das Juliusspital den Raum, später wurde er als Abstellraum genutzt.

2024 begannen die Räum- und Sanierungsarbeiten, die den rund 400 Quadratmeter großen Raum als Museumsfläche erschließen sollen.

Mit Spenden das Museum unterstützen

Mit einer Spende können Unterstützerinnen und Unterstützer dem Museum helfen, Exponate zu sichern, neue zu erwerben und auf zeitgemäße Weise zu präsentieren. Informationen dazu finden Interessierte auf der Webseite des MUG.

Kontakt

Universitätsarchiv der JMU, T +49 931 31-86032, uniarchiv@uni-wuerzburg.de

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Von Martin Brandstätter

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