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Menstruationsprodukte auf dem Campus

17.03.2026

Wo an der Uni gibt es kostenfreie Hygieneprodukte für die Menstruation? Das zeigt ein Online-Plan des Büros der Frauenbeauftragten. Die Philosophische Fakultät hat sogar einen Förderer gewonnen.

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Eine Online-Karte der Universitätsfrauenbeauftragten zeigt die Campus-Standorte, an denen es kostenfreie Menstruationsprodukte gibt. (Bild: Büro der Universitätsfrauenbeauftragten)

Gute Studienbedingungen umfassen nicht nur exzellente Lehre und eine leistungsfähige wissenschaftliche Infrastruktur, sondern auch eine Campusausstattung, die den Alltag erleichtert.

„Für mehr als die Hälfte unserer Studierenden gehören Menstruationsartikel zu den notwendigen Alltagsgegenständen“, sagt die Frauenbeauftragte der JMU, Professorin Helga Stopper.

Menstruationsartikel werden bereits an etlichen Stellen auf dem Campus kostenfrei angeboten. Um den Studierenden einen Überblick zu verschaffen, hat Stoppers Team eine Online-Karte erarbeitet, die alle entsprechenden Campus-Standorte anzeigt. Auf der Karte sind auch All-Gender-Toiletten und andere Serviceräume auf dem Campus verzeichnet.

Online-Karte 

Kontakt: Büro der Universitätsfrauenbeauftragten, unifrauenbeauftragte@uni-wuerzburg.de

Die Menstruationsprodukte auf dem Campus werden dem Frauenbüro zufolge unterschiedlich finanziert: So übernimmt beispielsweise die Studierendenvertretung für ein Jahr die Kosten der Produkte in der Hubland-Mensa. An anderen Stellen bezahlen Lehrstühle die Produkte.

Starkes Engagement an der Philosophischen Fakultät

Ein besonders bemerkenswertes Engagement für die universitäre Gemeinschaft hat die Philosophische Fakultät gezeigt: Dort wurde vor Kurzem zudem ein Unternehmen gewonnen, das der Fakultät Menstruationsprodukte spendet.

Die treibenden Kräfte hinter der Initiative waren und sind die Studentinnen Vera Maria Knott und Julia Fischer, die Sprecherinnen der Fachschaft. „Wir haben ab Sommer 2025 gemeinsam mit der Fakultätsfrauenbeauftragten Birgit Terhorst gebrainstormt, wie man ein solches Projekt umsetzen könnte“, sagt Vera Maria Knott.

Als Ergebnis standen ab Oktober 2025 zunächst Binden und Tampons in Körben in zwei Toiletten des Gebäudes PH1 (Philosophiegebäude) sowie in einer Toilette des Geographischen Instituts zur Verfügung. Die Fachschaft finanzierte die Produkte über Spenden von Privatpersonen und aus ihrem Vereinsgeld.

Unternehmen spendet dauerhaft Menstruationsprodukte

Als die Studentinnen bei einem Treffen mit Studiendekan Matthias Schulz und Studiendekanin Mary Ann Snyder-Körber von ihrer Initiative berichteten, waren diese beeindruckt von dem beispielhaften Engagement zur Stärkung des Gemeinwohls.

Sie beschlossen, die Studentinnen zu unterstützen und das Projekt gemeinsam zu verfolgen. In Zusammenarbeit von Studiendekanat und Studierenden konnte mit der Dirk Rossmann GmbH ein Unternehmen gefunden werden, welches das Anliegen großzügig unterstützt. Gemeinsam wurden mit dem Uni-Justiziariat und der Uni Würzburg GmbH die rechtlichen Rahmenbedingungen besprochen.

„So stellen wir uns gemeinsames Handeln und Zusammenarbeit auch über die universitäre Lehre hinaus vor. Schließlich ist die Uni eine Gemeinschaft der Lernenden und der Lehrenden“, sagt Matthias Schulz. Vera Knott ergänzt: „Das passt zu unserem neuen Motto ‚ZusammenPhil‘, das wir zukünftig für Initiativen und als Hashtag auf unserem Instagram-Account @fachschaft_phil_uni_wue sowie auf unserer Homepage verwenden wollen.“

„Bei den von Rossmann gespendeten Produkten handelt es sich um Binden und Tampons der Organic-Linie. Die Tampons gibt es in drei Größen, mini, normal und super. Damit können wir jetzt auch auf unterschiedliche Bedürfnisse eingehen“, so die Sprecherinnen der Fachschaft.

Fachschaftsvertretung bittet um Spenden

Die Fachschaftsvertretung möchte das Projekt ausweiten: Zum Sommersemester 2026 soll es die Menstruationsprodukte auch aus einem ersten Spender geben, der außerhalb der Toiletten im Phil-Gebäude (Bau 2) angebracht wird.

Weitere Spender sind geplant. Um sie finanzieren zu können, hat die Fachschaftsvertretung ein Spendenkonto eingerichtet. Wer Geld geben möchte, kann sich per E-Mail unter fsv.philosophische-fakultaet@uni-wuerzburg.de an die Fachschaftsvertretung wenden.


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Von Robert Emmerich

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