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    Lesung mit Ingo Schulze

    21.06.2022

    Die Würzburger Werkstattgespräche gehen neu an den Start: Schriftsteller Ingo Schulze liest am 29. Juni im Gartenpavillon des Juliusspitals aus seinem Roman „Die rechtschaffenen Mörder“.

    Ingo Schulze in seiner Berliner Wohnung, 2017.
    Ingo Schulze in seiner Berliner Wohnung, 2017. (Bild: Gaby Gerster)

    Neustart an einem neuen Ort: Die Würzburger Werkstattgespräche mit Autorinnen und Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur können nicht wie gewohnt in der Unibibliothek am Hubland stattfinden, denn dort sind größere Bauarbeiten im Gange. Die beliebte Lesungsreihe zieht darum für die Auftaktveranstaltung an einen besonderen historischen Ort in der Innenstadt um: in den Gartenpavillon des Juliusspitals.

    Nach einer coronabedingten Pause startet die Reihe dort am Mittwoch, 29. Juni 2022, um 19 Uhr mit Ingo Schulze als Gast. Der vielfach ausgezeichnete Autor liest aus seinem Buch „Die rechtschaffenen Mörder“ (2020). Der Eintritt ist frei.

    Zur Handlung des Romans

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht Norbert Paulini, ein hochgeachteter Dresdener Antiquar. Lange Jahre finden Bücherliebhaber bei ihm Schätze und Gleichgesinnte zum Gedankenaustausch. Doch mit der Wende von 1989 bricht das Geschäft ein, die Kunden bleiben weg. Paulini versucht mit aller Kraft, sein Lebenswerk zu retten. Doch er scheint dabei ein anderer zu werden. Er ist aufbrausend und zornig. Er wird beschuldigt, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Ist er eine tragische Figur? Oder ein Mörder?

    An die Lesung schließt sich ein Autor-Übersetzer-Gespräch mit Ingo Schulze und dem bosnischen Literaturwissenschaftler und Übersetzer Naser Šečerović von der Universität Sarajevo an. Die Moderation übernimmt Professorin Stephanie Catani, Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Würzburg.

    Profiliert und preisgekrönt

    Ingo Schulze gehört mit seinen Erzählungsbänden „33 Augenblicke des Glücks“ (1995) und „Simple Storys“ (1998) sowie mit Romanen wie „Neue Leben“ (2005) und „Adam und Evelyn“ (2008) zu den profiliertesten Autoren der Gegenwart. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Peter-Weiss-Preis, den Preis der Leipziger Buchmesse und den Bertolt-Brecht-Preis.

    Organisiert wird die Lesung von Professorin Stephanie Catani in Kooperation mit dem Schelling-Forum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Finanziell unterstützt wird die Veranstaltung vom zentralen Alumni-Verein und dem Präsidium der Universität.

    Über die Werkstattgespräche

    Seit 1985 veranstaltet das Institut für Deutsche Philologie die „Würzburger Werkstattgespräche“ mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Gegenwartsliteratur. Zweimal jährlich lesen namhafte Autorinnen und Autoren aus ihren Texten. Im Gespräch mit Studierenden, Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und literarisch Interessierten gewähren sie Einblicke in ihre jeweilige Schreibwerkstatt.

    Bis 2019 realisierte das Institut die Werkstattgespräche in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek in deren Räumen am Hubland-Campus. Pandemiebedingt musste die Lesungsreihe in den Jahren 2020 und 2021 pausieren. 2022 startet sie aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen in der Universitätsbibliothek im Gartenpavillon des Juliusspitals.

    „Damit eröffnen sich neue Chancen, das Institut für deutsche Philologie noch enger mit der literarisch interessierten Öffentlichkeit in Kontakt zu bringen“, sagt Stephanie Catani.

    Kontakt

    Prof. Dr. Stephanie Catani, Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturgeschichte, Universität Würzburg, stephanie.catani@uni-wuerzburg.de

    Von Robert Emmerich

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