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    Kirchengeschichte lebendig gehalten

    20.12.2022

    Wolfgang Weiß, Professor für Fränkische Kirchengeschichte und Kirchengeschichte der Neuesten Zeit an der Universität Würzburg, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

    Markus Blume (r.) und Wolfgang Weiß bei der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes in München.
    Markus Blume (r.) und Wolfgang Weiß bei der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes in München. (Bild: Steffen Böttcher / StMWK)

    Kunstminister Markus Blume hat am 17. November 2022 in München das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den Würzburger Kirchenhistoriker Professor Wolfgang Weiß ausgehändigt.

    Herausragendes Engagement über Jahrzehnte

    „Persönlichkeiten wie Sie prägen Bayern als einzigartigen Kulturstaat: Die kraftvolle verbindende Wirkung, die der Glaube für unsere Gesellschaft haben können, haben Sie mit herausragendem Engagement über Jahrzehnte nachhaltig gestärkt“, betonte Blume dabei.

    Weiter würdigte er Weiß mit den Worten: „Sie halten Kirchengeschichte lebendig und machen uns allen ihre Bedeutung für die heutige Gesellschaft deutlich: Denn mit Ihren Forschungen und Publikationen bringen Sie die historischen Prägungen Frankens durch das Christentum und das Weiterwirken kirchlicher Traditionen in der Gegenwart ins öffentliche Bewusstsein. Darüber hinaus vertreten Sie die Belange von Kultur, Kirche und religiösem Leben tatkräftig in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik – ein weiterer uneigennütziger Einsatz für das Gemeinwohl!“

    Zu Person

    Wolfgang Weiß ist im besten Sinne ein akademisches Würzburger Urgestein: Nach dem Studium der katholischen Theologie in Passau und Würzburg war er von 1986 bis 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Historische Theologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Für seine Dissertation (1993) erhielt er den Promotionspreis der Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung für Wissenschaft. Nach seiner Habilitation in Würzburg (1998) wurde Weiß 1999 auf die Professur für Fränkische Kirchengeschichte und Kirchengeschichte der neuesten Zeit an der Universität Würzburg berufen. Zudem war er von 2007 bis 2009 Prodekan sowie von 2009 bis 2018 Studiendekan der Katholisch-Theologischen Fakultät.

    Mit einem Forschungsschwerpunkt auf der Landeskirchengeschichte, insbesondere des bayerischen und fränkischen Raums, ist Weiß Mitautor der fünf Sonderpublikationen zur Geschichte des Bistums Würzburg (1996-2002). In zahlreichen Büchern und Fachaufsätzen behandelte er unter anderem die Rolle der katholischen Kirche im Dritten Reich. Auch mit der Geschichte des Würzburger Doms setzte Weiß sich wissenschaftlich und publizistisch intensiv auseinander.

    Lokale und regionale Entwicklungen beleuchtet

    Weiß‘ Forschungen und Publikationsprojekte zur Landeskirchengeschichte beleuchten die lokalen und regionalen Entwicklungen im gesamtkirchlichen Zusammenhang. Die Ergebnisse seiner Forschungen präsentiert der Historiker auch einer interessierten Öffentlichkeit, nicht zuletzt als Autor des Lehrbriefs „Die katholische Kirche im 20. Jahrhundert“ für Theologie im Fernkurs.

    Ferner engagiert Weiß sich in verschiedenen Ehrenämtern, unter anderem seit 2003 als Vorsitzender des Würzburger Diözesangeschichtsvereins. In dieser Funktion ist er von deren Gründung 2010 an jeweils Vorstandsmitglied der Hermann-Wütschner-Bibliotheksstiftung und der Theodor-Kramer-Archivstiftung der Diözese Würzburg. Durch Weiß‘ Mitgliedschaft können hier archiv- und bibliothekswissenschaftliche Vorhaben mit diözesangeschichtlichen Themen sehr gut verzahnt werden.

    Von Pressestelle Wissenschaftsministerium

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