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Aufklärung soll HPV-bedingtem Krebs vorbeugen

07.07.2026

Mit einem Informations- und Dialogangebot des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) ist am 3. Juli die 8. Bayerische Impfwoche gestartet. Im Fokus steht die Aufklärung über die Impfung gegen Humane Papillomviren.

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Startschuss für die 8. Bayerische Impfwoche in der Münchner Innenstadt. Mit dabei: Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach (Mitte). (Bild: StMGP)

Im Beisein von Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach ist am vergangenen Freitag in der Münchner Innenstadt die 8. Bayerische Impfwoche gestartet. Sie steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Aufklärung über die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV). Gerlach unterstützte vor Ort die Kampagne des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) und kam mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Die Bayerische Impfwoche läuft vom 3. bis 12. Juli 2026.

Gesundheitsministerin Gerlach betonte dabei: „HPV-Infektionen sind die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs. Daneben können sie auch Tumore im Mund- und Rachenraum oder im Genitalbereich auslösen. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig zu schützen. Leider sind die HPV-Impfquoten in Deutschland noch immer zu niedrig, ganz besonders bei den Jungen. Mit der diesjährigen Bayerischen Impfwoche legen wir daher einen Fokus auf die Bedeutung der HPV-Impfung. Ziel ist es, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Thema auseinandersetzen und wir die Impfquoten nachhaltig erhöhen können!“

Hohes Interesse an dem Thema

Das BZKF zieht zum Auftakt der Bayerischen Impfwoche eine erste positive Bilanz. Zahlreiche Passantinnen und Passanten in der Münchner Innenstadt nutzten die Gelegenheit, sich über die HPV-Impfung zu informieren, Fragen zu stellen und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Die große Resonanz zeige das hohe Interesse am Thema und unterstreiche die Bedeutung niedrigschwelliger Informationsangebote. Die Bayerische Impfwoche setze damit ein wichtiges Zeichen für Prävention und Gesundheitsvorsorge in Bayern und rücke den Stellenwert von Schutzimpfungen für die öffentliche Gesundheit in den Fokus.

Prof. Dr. Claus Belka, stellvertretender Direktor des BZKF sowie Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am LMU Klinikum München, erklärt: „Viele Eltern und Jugendliche wissen leider noch immer zu wenig über Humane Papillomviren und die Möglichkeiten, durch eine Impfung einen wirksamen Schutz vor HPV-bedingten Krebserkrankungen zu erlangen. Dabei gehört die HPV-Impfung zu den wirksamsten Präventionsmaßnahmen überhaupt: Modellrechnungen zeigen, dass die HPV-Impfung innerhalb eines großen internationalen Vergleichs von 14 Impfprogrammen in 117 Ländern die höchste Zahl verhinderter Todesfälle pro 1.000 Impfungen erreicht. Jede rechtzeitig durchgeführte HPV-Impfung ist daher eine Investition in ein möglichst gesundes und aktives Leben.“

Impfquoten müssen weiter steigen

Die HPV-Impfung zählt zu den wirksamsten Maßnahmen der Krebsprävention. Dennoch sind die Impfquoten weiterhin deutlich zu niedrig: Im Jahr 2024 waren bayernweit lediglich 50 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 30 Prozent der 15-jährigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft. Damit bleibt Bayern wie auch Deutschland insgesamt deutlich hinter den Impfzielen zurück.

Um die Bevölkerung umfassend über die Bedeutung der HPV-Impfung zu informieren, arbeitet das BZKF gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP), der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) und dem Bayerischen Zentrum für präventive Infektionsmedizin (BZI) eng zusammen. Die HPV-Aufklärung ist zudem ein wichtiger Bestandteil des Masterplans Prävention des StMGP. Bereits in den vergangenen Monaten wurde im Austausch mit zahlreichen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wichtige Impulse gesetzt. Während der Bayerischen Impfwoche werden diese Aktivitäten durch zahlreiche Informations- und Aufklärungsmaßnahmen in ganz Bayern ergänzt. Weiterführende Informationen zur Bayerischen Impfwoche stehen auf der Website des Bayerischen Gesundheitsministeriums zur Verfügung.

Veranstaltungshinweis

Am Mittwoch, 8. Juli findet ein kostenfreies Online-Angebot für Eltern statt. Fachexperten des BZKF beantworten anonym alle Fragen zum Thema HPV-Impfung. 


Impfempfehlung

Die HPV-Impfung wird von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, in Arztpraxen der Kinder- und Jugendmedizin, Allgemeinmedizin, Urologie oder Gynäkologie durchgeführt. Eine Impfempfehlung besteht für Mädchen und Jungen von 9 bis 14 Jahren, da die Impfung vor dem ersten Sexualkontakt am wirksamsten ist. Jugendliche, die in diesem Alter nicht geimpft wurden, sollten die Impfung so bald wie möglich, spätestens jedoch vor dem 18. Geburtstag, nachholen.

Auch für Erwachsene kann eine HPV-Impfung nach individueller ärztlicher Beratung sinnvoll sein, da diese sie vor HP-Virustypen schützen kann, mit denen noch kein Kontakt bestand.

Kostenfreies Informationsmaterial für Interessierte und Praxen gib es hier. 

Von BZKF

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