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    Helmut Schwarz ist Ehrensenator

    12.05.2022

    Auf dem Stiftungsfest 2022 wurde der ehemalige Vorsitzende des Würzburger Universitätsrates Helmut Schwarz mit der Ehrensenatorwürde ausgezeichnet.

    Helmut Schwarz (rechts) wurde auf dem Stiftungsfest 2022 mit der Ehrensenatorwürde ausgezeichnet. Ihm gratulierte Präsident Paul Pauli.
    Helmut Schwarz (rechts) wurde auf dem Stiftungsfest 2022 mit der Ehrensenatorwürde ausgezeichnet. Ihm gratulierte Präsident Paul Pauli. (Bild: Rudi Merkl / Universität Würzburg)

    Helmut Schwarz kam 1943 in Nickenich zur Welt. Nach seiner Ausbildung als Chemielaborant erlangte er auf dem zweiten Bildungsweg die Hochschulreife und studierte Chemie an der Technischen Universität Berlin. Das Studium schloss er 1971 mit dem Diplom ab, ein Jahr später wurde er dort promoviert und 1974 habilitiert.

    Es folgten Forschungsaufenthalte am Massachusetts Institute of Technology (MIT), an der ETH Zürich und an der Cambridge University (UK). Seit 1978 ist er Professor an der Technischen Universität Berlin.

    Helmut Schwarz forscht auf dem Gebiet der Molekularchemie. Er ist Experte in der Organometallchemie, speziell für Übergangsmetalle, die in der Gasphase Bindungen in organischen Molekülen selektiv zu aktivieren vermögen. Diese Forschung leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Katalysatoren und katalytischen Prozessen. Außerdem entwickelte er die heute häufig verwendete Analysemethode der Massenspektrometrie maßgeblich mit.

    Große Zahl von Auszeichnungen

    Zahlreiche Forschungsaufenthalte als Gastprofessor auf der ganzen Welt, zum Beispiel in Israel, Australien und Japan, zeichneten seine akademische Karriere aus. Für seine wissenschaftlichen Leistungen erhielt er eine große Zahl von Forschungspreisen, wie den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1990), den Max-Planck-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung (1991) oder den Otto-Hahn-Preis für Chemie und Physik (2003). Auch wurde er unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (2012), der Erwin-Schrödinger-Medaille (2015) und dem Orden der Aufgehenden Sonne aus Japan (2018) ausgezeichnet.

    Zwischen 1992 und 2017 wurden Helmut Schwarz zehn Ehrendoktorwürden verliehen, zum Beispiel an der ETH Zürich, der Hanyang-Universität Seoul, der Hebrew University of Jerusalem und der Nationalen Universität Córdoba. Außerdem ist Helmut Schwarz Mitglied einer Vielzahl von Wissenschaftsakademien zum Beispiel von Deutschland, Europa und Amerika.

    Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften wählte Helmut Schwarz 1992 in die Sektion Chemie. Als Mitglied des Präsidiums der Leopoldina war er 2010 bis 2015 tätig. Von 2001 bis 2007 war Helmut Schwarz Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und zwischen 2008 und 2017 war er Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung.

    Universitätsrat mit Weitsicht und Gespür geleitet

    Von 2019 bis 2021 übernahm Helmut Schwarz die anspruchsvolle und komplexe Aufgabe als Vorsitzender des Universitätsrats der JMU. Mit seinem immensen Sachverstand hat er der Universität Würzburg wichtige Impulse für die Forschung und Entwicklung geliefert. Mit seiner Weitsicht hat er maßgeblich dazu beigetragen, die JMU für die Zukunft zu wappnen. Sein ausgleichendes Wesen und sein feines Gespür machten seine Amtszeit äußerst ergiebig und fruchtbar.

    Auf dem Stiftungsfest 2022 verlieh die Julius-Maximilians-Universität aufgrund seiner außerordentlichen Verdienste die Würde eines Ehrensenators an Prof. Dr. Helmut Schwarz. Die Laudatio hielt Universitätspräsident Paul Pauli.

    Von Präsidialbüro der Universität

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