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    GSiK-Zertifikat als Pluspunkt

    01.12.2020

    Interkulturelle Kompetenz: Ein solches Zertifikat können Studierende an der Uni Würzburg bekommen. Bei späteren Bewerbungen sei das hilfreich, sagt Studentin Luisa Eibauer.

    Das GSiK-Zertifikat bescheinigt Studierenden interkulturelle Kompetenz.
    Das GSiK-Zertifikat bescheinigt Studierenden interkulturelle Kompetenz. (Bild: GSiK / Universität Würzburg)

    Zum Studium der Pädagogik und Sonderpädagogik kam Luisa Eibauer vor vier Jahren von ihrer Heimatstadt Dingolfing nach Würzburg. "Neben den pädagogischen Themen wollte ich mich im Studium auch mit anderen Dingen beschäftigen", sagt sie.

    Fündig wurde die Studentin im Programm des Lehrprojekts GSiK (Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz): Dort war das Seminar "Globale Gesundheit" angeboten. Das fand sie auch darum spannend, weil sie früher ein Medizinstudium ins Auge gefasst hatte.

    Schnell war Luisa begeistert von dem Seminar: "Das war total interessant!" Es ging um die Gesundheitssysteme in Ländern auf verschiedenen Kontinenten und um landestypische Krankheiten. "Da wurde zum Beispiel dargestellt, wie schlecht gerade in vielen ländlichen Gegenden der Welt der Zugang zu medizinischer Versorgung ist", sagt sie.

    Rassismus-Seminar setzte Emotionen frei

    Im Lauf des Studiums besuchte Luisa dann noch so viele andere GSiK-Vorlesungen und Seminare, dass sie sich am Ende das Zertifikat "Interkulturelle Kompetenz" ausstellen lassen konnte. Sie hatte die nötige Mindestmenge an Lehrveranstaltungen absolviert.

    Darunter war ein mehrtägiges Blockseminar über Rassismus, das die Studentin sehr prägend fand. "Wir waren eine kleine Gruppe und das Seminar war sehr persönlich und intensiv. Mir wurde zum ersten Mal bewusst, welche Privilegien ich allein aufgrund meiner Hautfarbe habe. Wir haben viel über die Geschichte des Rassismus gelernt und viel reflektiert. Das alles hat einige Emotionen ausgelöst. Schuldgefühle etwa und den Drang, möglichst schnell etwas gegen Rassismus tun zu wollen."

    Mehr als nur ein weiteres Zertifikat in der Mappe

    Luisa ist inzwischen für ein Masterstudium an die Goethe-Universität in Frankfurt gewechselt. Für die Bewerbung dort war ein Motivationsschreiben gefragt, und darin hob sie auch das Würzburger Zertifikat hervor.

    Sie ist sicher: "Das GSiK-Zertifikat ist hilfreich bei Bewerbungen. Nicht weil man noch ein Zertifikat mehr in seiner Mappe hat, sondern weil man zeigen kann, dass man sich ein gewisses Profil in Sachen interkulturelle Kompetenz zugelegt hat."

    Was für das GSiK-Programm spricht

    Gut gefällt Luisa, dass man die Lehrveranstaltungen, die für das GSiK-Zertifikat nötig sind, sehr frei aus einem großen Themenpool auswählen und dabei Schwerpunkte setzen kann. Und dass man den Besuch der Veranstaltungen auf die ganze Studienzeit verteilen kann. Die dabei gesammelten ECTS-Punkte lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen sogar für den eigenen Studiengang anrechnen.

    Weil das Zertifikat bei den Studierenden beliebt ist, bietet das GSiK-Projekt seit diesem Wintersemester ein weiteres Zertifikat an. Es befasst sich mit einem sehr aktuellen Themenkomplex: „Nachhaltigkeit und globale Verantwortung“.

    Das Würzburger GSiK-Programm gibt es seit gut zehn Jahren. Es ist in Deutschland nach wie vor einzigartig und hat viel gute Resonanz erfahren: Die Hochschulrektorenkonferenz hat GSiK bereits 2013 als Good-Practice-Beispiel für eine moderne Lehre eingestuft und es anderen Universitäten zur Nachahmung empfohlen.

    Webseite von GSiK

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