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  • Drei Studierende tragen T-Shirts mit einem Aufdruck der Universität Würzburg.
  • Blick in die Zimmerpflanzen-Ausstellung im Botanischen Garten der Universität Würzburg.

Exzellenzstrategie: Erfolg für die Universität Würzburg

06.02.2024

Eine Runde weiter: Im Wettbewerb um die namhafte Wissenschaftsförderung von Bund und Ländern hat sich ein Projekt der JMU zu Nukleinsäureforschung und -technologien qualifiziert.

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Die beiden Würzburger Sprecherinnen des in der ersten Runde der Exzellenzstrategie erfolgreichen Forschungsvorhabens Cynthia Sharma (Mitte) und Caroline Kisker mit Universitätspräsident Paul Pauli. (Bild: Gunnar Bartsch / JMU)

Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) hat in der Exzellenzstrategie eine wichtige Hürde genommen. Eine der im Mai 2023 für den Wettbewerb eingereichten Forschungsskizzen konnte ein internationales Gutachtergremium überzeugen. Das Verbundprojekt mit den beiden Münchner Universitäten ist damit einen wichtigen Schritt weiter im Rennen um die angesehene Exzellenzförderung. Die Exzellenzstrategie ist die bedeutendste Forschungsförderung von Bund und Ländern in Deutschland – ab 2026 beträgt ihr Finanzvolumen 687 Millionen Euro jährlich.

„Wir sind stolz auf diesen Erfolg“, so Universitätspräsident Paul Pauli. „Dass eines unserer Forschungsvorhaben in diesem harten Wissenschaftswettbewerb überzeugen konnte, zeigt: Unsere Universität ist ein international anerkannter Standort für Spitzenforschung. Denn die Konkurrenz war groß. Von 143 eingegangenen Skizzen sind gerade einmal 41 weitergekommen, also weniger als 30 Prozent.“

Im nächsten Schritt können nun die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des neuen Forschungsvorhabens einen Vollantrag erarbeiten. Zudem wird es aus der Physik einen Verlängerungsantrag für den bereits geförderten Exzellenzcluster ct.qmat geben. Paul Pauli ist überzeugt: „Wir haben das Können und die wissenschaftliche Exzellenz, auch diese letzte, entscheidende Hürde zu nehmen.“

Die JMU war mit fünf Forschungsprojekten ins Rennen gegangen. „Die Arbeit, die wir in jedes dieser Vorhaben investiert haben, ist enorm – und in keinem Fall umsonst!“, erklärt Pauli. „Denn wir konnten bestehende Kollaborationen vertiefen und neue, über Fach- und Universitätsgrenzen hinweg ins Leben rufen. Deshalb bleibt die Arbeit an den Projekten wertvoll für die Weiterentwicklung der JMU. Die neu entstandenen Forschungskooperationen werden von unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weiterverfolgt.“

Darum geht es im Projekt „NUCLEATE – Cluster für Nukleinsäureforschung und -technologien“

NUCLEATE widmet sich dem revolutionären Feld der Nukleinsäuren. Der Forschungsverbund untersucht die Funktionsweise dieser Moleküle in biologischen Prozessen und entwickelt neue Therapieansätze für Nukleinsäure-basierte Medizin. NUCLEATE nimmt dabei erstmals eine Nukleinsäure-zentrierte Perspektive ein und überwindet Grenzen von Disziplinen und Institutionen.

„Im Rahmen von NUCLEATE untersuchen wir grundlegende biologische Prinzipien und Wirkmechanismen von Nukleinsäuren in der Zelle in verschiedenen Krankheitskontexten“, erklärt die Würzburger NUCLEATE-Sprecherin Professorin Cynthia Sharma, Inhaberin des Lehrstuhls für Molekulare Infektionsbiologie II. „Diese Erkenntnisse werden wir dazu nutzen, neue Nukleinsäure-basierte biotechnologische und medizinische Anwendungen zu entwickeln. “

„Indem wir fachübergreifend an drei bayerischen Universitäten zusammenarbeiten und unsere Expertise im Bereich der Nukleinsäuren bündeln, stärken wir die biomedizinische Forschung in Bayern nachhaltig – national und international“, unterstreicht Professorin Caroline Kisker, die gemeinsam mit Sharma das Forschungsprojekt auf Würzburger Seite koordiniert und zudem Vizepräsidentin der JMU ist sowie Inhaberin des Lehrstuhls für Strukturbiologie. „Damit ebnen wir den Weg für Nukleinsäure-basierte Technologien und Medizin.“

Das Forschungsprojekt wird zusammen mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Technischen Universität München (TUM) erarbeitet.

Was ist die Exzellenzstrategie?

Die Exzellenzstrategie ist ein Programm von Bund und Ländern zur Förderung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Universitäten. Derzeit werden in diesem Rahmen 57 Exzellenzcluster mit einem jährlichen Fördervolumen in Höhe von 385 Millionen Euro gefördert. In der zweiten Förderphase, die ab 2026 beginnt, können bis zu 70 Exzellenzcluster gefördert werden. Dafür stehen jährlich 539 Millionen Euro zur Verfügung.

Bis 31. Mai 2023 konnten Universitäten neue Antragsskizzen einreichen. Insgesamt gingen 143 Skizzen aus 59 Universitäten bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft ein. Ein Gremium aus internationalen Expertinnen und Experten hat diese begutachtet und nun entschieden, dass 41 Skizzen weiter ausgearbeitet werden sollen – darunter auch die Skizze der Uni Würzburg.

Bis zum 22. August 2024 können Vollanträge eingereicht werden. Sie treten dann auch mit den bestehenden Exzellenzclustern in den Wettbewerb, die sich für eine Fortsetzung der Förderung bewerben können. Unter ihnen ist der bereits erfolgreiche Würzburger-Dresdener Exzellenzcluster „ct.qmat – Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien“. Die endgültige Entscheidung darüber, welche Cluster ab dem 1. Januar 2026 gefördert werden, erfolgt am 22. Mai 2025.

Auf dem Weg zur Exzellenzuniversität

Eine zweite Förderlinie innerhalb der Exzellenzstrategie sind die sogenannten „Exzellenzuniversitäten“. Universitäten können sich hierfür bewerben, wenn sie mindestens zwei Exzellenzcluster bewilligt bekommen haben – unabhängig davon, ob sie diese Cluster allein oder im Verbund mit anderen Universitäten eingeworben haben. Für Universitätspräsident Pauli ist die Entscheidung vom 1. Februar ein wichtiger Meilenstein auf dem Würzburger Weg zur Exzellenzuniversität: „Auch wenn die finale Entscheidung über die Cluster-Vollanträge erst im Frühjahr 2025 ansteht, werden wir bereits jetzt unseren Exzellenzuniversitätsantrag vorbereiten.“

Weitere Infos rund um die Exzellenzstrategie gibt es auf der JMU-Website.

Von JMU Pressestelle

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