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    Ehrung für Andreas Warnke

    23.10.2018

    Professor Andreas Warnke, der ehemalige Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, hat den Bayerischen Verdienstorden erhalten.

    Professor Andreas Warnke und Bayerns Justizminister Winfried Bausback. (Foto: Rainer Wengel / Bayerische Staatskanzlei)
    Professor Andreas Warnke (links) erhielt den Bayerischen Verdienstorden von Bayerns Justizminister Winfried Bausback. (Foto: Rainer Wengel / Bayerische Staatskanzlei)

    „Sie haben den Schwächsten in unserer Gesellschaft eine hörbare Stimme verliehen und waren in dunklen Stunden für sie da.“ Das sagte Bayerns Justizminister Winfried Bausback bei der feierlichen Übergabe des Bayerischen Verdienstordens an Professor Andreas Warnke.

    Warnke, Jahrgang 1946, leitete von 1992 bis 2012 die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) des Universitätsklinikums Würzburg. Laut der Laudatio prägte er die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung in Unterfranken wesentlich, baute die Forschung erheblich aus und verbesserte Lehre und Nachwuchsförderung. Der Orden wird „als Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk“ verliehen.

    Zu Warnkes Leistungen

    Professor Warnke war der Motor hinter vielen, in seiner Amtszeit neugeschaffenen Würzburger Versorgungseinrichtungen. Dazu zählen die Intensivstation der KJPPP, die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, die Wichern-Schule für Kranke sowie die Klinik am Greinberg für behinderte Kinder und Jugendliche mit psychischer Störung.

    Internationale Beachtung fanden seine Forschungen über Legasthenie, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Pubertätsmagersucht sowie Zwang- und Angststörungen.

    Mit großem Engagement trug der Klinikdirektor die Probleme der psychisch kranken Kinder und Jugendlichen auch in die Gesellschaft. Dabei schuf er neue Perspektiven, Lösungswege, Netzwerke und Partnerschaften. So wirkte sein Lehrstuhl beispielsweise entscheidend an der bayerischen Gesetzgebung zum „Legasthenieerlass“ mit. Dieser legte fest, dass Kindern mit Lese- und Rechtschreibstörung in der Schule ein Nachteilsausgleich gewährt werden muss.

    Engagierter Universitätsdozent

    Sein profundes Wissen gab Warnke gerne weiter – zum einen als Autor und Mitherausgeber zentraler Lehrbücher seines Fachbereichs, zum anderen als Dozent. Dabei ging es ihm in der Lehre darum, nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern die Studierenden auch in persönlichen Kontakt mit den Patienten zu bringen, um ihnen die Verpflichtung zu einem respektvollen und wertschätzenden Umgang aufzuzeigen.

    Warnke suchte die Kooperation mit allen Schulformen und schulpsychologischen Diensten genauso wie mit der Jugend- und Behindertenhilfe. Ein Ausdruck dieses Einsatzes ist die Einführung der Arzt-Lehrer-Tagung, der Tagung Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe sowie der Arbeitskreistagung Biologische Kinder- und Jugendpsychiatrie.

    Für Hilfen, die in den sonstigen Budgets nicht vorgesehen sind, rief der Professor den Verein „Menschenskinder“ ins Leben. Dieser setzt sich bis heute für die Belange von Kindern mit psychischen Erkrankungen ein.

    Von Universitätsklinikum Würzburg

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